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oder a) Botanische Zeitung. | welche

Recensionen , Abhandlungen , Aufsätze, Neuigkeiten und Nachrichten,

die Botanik betreffend, enthält

Herausgegeben

von. der königl. botan. Gesellschaft

"in Regensburg

Zweiter Jahrgang

ErstetrtBand, Mit 4 Kupfertafel,

00<5> 000 Regensburg, ı8ı9.

Ihrem würdigen Ehreumitgliede dem

Herrn

Dr. Christian Gottfried Nees

von Esenbeck,

ı Präsidenten der Kais. Leopold. Carol. Akademie der Naturforscher, ‚Königl. Preufs. Professor der :

| Botanik und Director des botanischen Gartens in Bonn, Mitgliede mehrerer Academien

- und gelehrten Gesellschaften

widmee gegenwärtigen Band der Flora die hönigl. botanische Gesellschaft

in Regensburg,

Flora

oder

Botanische Zeitung.

Nro. 1, Regensburg, am 7. Jan. 1819.

em eo

I. Aufsätze,

"Vollständige Geschichte und Beschrei. bung. der Schmidtia utriculosa Sei del, einer neuen böhmischen Pflanze,

Yon dem Herrn Grafen Caspar von Sternberg.

(Nebst einer-ausgemahlten Kupfextafel.)

Dieses Pflänzchen, dessen genaue , nach einem vorzüglichen lebenden Exemplare gemahlte Abbil- dung wir den Botanikern vorlegen, hat in einem ' sehr kurzen Zeitraume zwei Klassen unter ver- schiedenen Namen durchwandert, und steht num, nachdem .es durch Herrn Trattinniek (Flor. austr. Fase. I. p. ı2. t. 451.) unter dem Namen Schmidtia subtilis bekannt geworden, in Rö- mer und Schultes Syst. vegetab. (T. I. p. D. pag. 11.) mit der Benennung Goleanthus, anter zwey sich grade zu widersprechenden Gat- tungscharakteren. Dieses nöthiget uns, ebwas weiter auszuholen, und der genaueren Bestim-

A

2 mung eine kurze Bio graphie dieses Pflänzchens voranzuschickgn.

Yor ungefähr acht Jahren entdeckten die da- mals noch jungen "Botaniker "Gebrüder Presl bey einer botanischen Excursion dieses Pflänz- chen in meiner Nähe an den Wossecker Weihern, in Gesellschaft mit Elatine triandra Schkuhr. Mit scharfem Blick erkannten sie dasselbe für eine neue Gattung, Vrarhten es nach Prag, theil- ten an ihre Freunde, Exemplare aus, und Herr Sei del entwarf eine Beschreibung und Abhil- dung, der zu Folge die Pflanze 8 Staubgefälse,

ündiein Blumenblätt haben sollte, "Von diesen vertheilten Exemplaren‘ brächte in der Folge Graf Berchtold, ein ebenfalls „cifriger vaterländi- scher Botaniker, einige nach Wien, die er Hrn. Custos Trattinnick mittheilte, Dieser unterwatf die "Pflanze einer neuen“ sehr scharfen Untersu-

chung, "beschrieb dieselbe mit : 2 Stäubgefälsen, ünd ohne’ Blumenblatt, 'Bildete aber den vertrock-

neten. Saanen drejlantig ab, '

- Mir war durch"Ihn, Bergnieisior Lindacker bekannt geworden, dafs diese Pilanzo in meiner Nähe wachse, den eix sentlichen Standort konnte ich aber nicht erfalven. Ich unternahm meh- rere Jahre unch eivander zit allen Betani- kern die mich besuchten, Prüsident Graf ‚Bray Direkior Hoppe, Legstionsseerretär Felix, Demossivatov Horngchuch, Exkursionen an

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die Wossecker Weiher; allein "vergebens; sie raren in den nassen ‚Jahren-bis ah das, äusserste Ufer gespannt, wir vermochten nicht die so. em« sig gesuchte Beute zu erhaschen. Im Septem« ' ber „des entwichenen 1817. Jahxs besuchte mich -der Botaniker Hr, Tausch aus. Prag; ‚und ich "wiederholte meinen Antrog, allaWossecker Veiher zu begehen, ‚la (das trockene Jahr gröfsere, Hof- nung darhoth. :Wir’waren bereits, cn den letzten grolsen VWVeiher nahe am. Dorfes - angelängt j„chre ; etwas andres,. als die Gespielin Elatine.tviandra gefunden: zu haben, Neue :Hufnung belebte. uns indessen;z.'dls: wir diesen Teich halb abgelanfen fanden: win, theilten uns in zwey' Reviere, "und nicht‘ 1ärißöl.nach: unserer Trennung, jubelte Herr Tausch; indem er ein kleines Pflänzchen em“, "pörhielt,jiidab sich. "kaum :zu gewahren . vermoch“ kel—rhigrofsen Sprüngen eilte ich duroli; Sumpf ‚und Moor; die Geliehte zu umfangen, und siehe; -Hr: Tausch ständ in der Mitte Yon tausendiund aber tausend" Pflänzchen, die-von’der Höh&eihes hals :ben Zolles bis zu drey Zoll in kleinen Raben sich auf dent Teich«Schlamm aushreiteten:...Eine Menge Exemplare'züm Versetzen und Trocknen würden aüs- oe gegrabef und im Triumph nach Hause geliracht, wo sie sogleich unter ein zusammengesetzies Wicroscop gebracht;und genau analysirt wurden. Zwey Staub- gefälse, zwey Kelchspelzen; deren kleinere ö% , ters amı #weyten Nerven zcrreifst, und zu der Ver- Aa

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nutbung eines Blumenhlatts Veranlassung gegeben :haben'mag, und ein vollkommen. elliptischer Saa- men, war, was wir fanden. Herr Markscheider -Preisler, den ich sogleich ruffen liefs, um “die Pflanze abzubilden, konnte ebenfalls bey der "sorgfältigsten Untersuchung nichts .andres entde- “eken.: Ich entwarf nun den Gattungs- Charakter, beschrieb die Pflanzeigenan, ‚und: theilte bey'mei- "ner Ankunft in Prag, 'Hın. Seidel, Presl, etc. die Resultate meiner Untersuchungen mitz mehrere Exeinplare wurden hey .Hm: Sikora unter dem ' Microscop: untersucht +5: 'demungeachtet konnten

“sich jene Herrn. von’ ihrer'.»eriten; Ansicht nicht A "befreyen. Ya ich nun mit nichisi üngewissem her-

. vortreten; wollte ‚forderte ‚ich die- Abbildung, üte ."ich früher an Hrn. Sterm ‚geschickt hatte „-wie- -der zurück, und nahm: mir vor, iin henrigen! Jahre :die Pflanze nochmals frisch zu untersuchen... Viel Jrüher, als die Pflarize:in: meiner- Geiend. zur Blü- "ihe zu kommen pflegt, erhielt ich bereits im Mo- «nat Julytemen'Brief von Hın. Sikora mit Pilan- ' “ze' und .:Abhildung;: er.liatie sie an einem neuen „Standort, an.einem ausgetrockneten Teich im Kaur- “zimer Kreise gofunden,. wo sie viel.guölser und vollständiger, auch mehr aufrecht erwachsen war. «Ich exsuchte ihn, alle einzelne Theile; mit, dem. -Micröscop auf das allergenaueste zu untersuchen - and abzubilden, was er nuch musterhaft vollführ- ie... "Das. Diesultat wer gana mit meinen früheren

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}

, 5: Untersuchungen übereinstimmend, so dafs über den Gattungs- Charakter kein Zweifel mehr übrig ist. . Nun ist noch ein Wort über den Namen der. Pflanze beyzufügen. Aus Besorgnils, die Teut- schen möchten 8 ch midtia von Smithia nicht

unterscheiden können, sollte sie Coleanthus ge=

tauft werden. Das englische th und das teutsche sch sind in ihrer eigenthümlichen Aussprache so bestimmt verschieden, dafs sie wohl kaum ver- wechselt werden können, am wenigsten von Teut« schen,. die ihre Sprache gründlich lernen, und gewöhnlich mehrere Sprachen verstehen. , ‘An ähnlich klingende Namen sind botanische Ohren und Augen gewohnt: Hagea, Hakea, Clutia, Clusia ete. Coleanthus sind fast alle Grä- ser,‘ denn die Blüthen-Rispe kömmt ja bey den "meisten aus einer Scheide hervor; sie hklühen" aber erst, gleich unserer Pflanze, wann sie aus .der Scheide hervorgetreten sind, und bilden, wie- "unsere Pflanze, eine ordentliche Blüthen - Rispe, die weit über die Scheide hinausgehet, Der Na-

"nfe Schmidtia ist der erste; er wurde dieser

Pflanze gegeben, um unseren zu früh verbliche- nen Wilibald Schmidt ein bleibendes Denkmal zu stiften; dem sey sie auch noch ferner ge- reiht. Wil man indessen durchaus einen an- dern Namen haben, so nehme man wenigstens ei- Inen, der nicht der ganzen Familie der Gräser nit ‚gleichem Rechte zukömmt, und nenne: sie

Wilihalda, damit auf eine oder andere Art der. Name eines verdienten böhmischen Botanikers,. durch eine yetorländische Pflanze erhalten werde.

Character genericus.

‚Sch midtia: Calyx bivalvis, uniflorus, valvula in-

teriori minvre bilida,. Corolla nulla. Semen audum ellyptieum.

Character speeificus.

Scehmidtia ntrieulosa; caespitosa, culmis Ailifor- mibus pröstrafis, vaginis ventricosis foliaceis falcatis, ‚panieula diyaricata, verticillato - com- posit, 0.

Dasceriptio

Radix annun, ‚gaspitosn, fibrillis capillaceis, cul-

mos numerosos emittens,

_Culmi fAliformes, ante anthesin terrae adpressi,

dein adscendentes, yaginis 9 3 inflatis seu ventrjeosis, apice in folium canalicwlatum fal- catum desinentibus ornati; ex quibus prode- ung pänieulae, iloribus primum pedunculis glomeratim insidentibus , demum pedicellis propriis elongatis umbellulas efformantibus.

Calyx germen amplesiens, Valvnlae dorso ciliatae, major uninervis, neryo in acumen aristae for- me producte, minor hinervis bidentata, ,

Stamina duo, Antherae oblongae utringue bifidae.

Styli duo sub lente Cladoniarum ad instar Tamosi.

. 7

Semen perfecte ellypticum , sub lente tessellatum. Habitat ad piscinarum margines in civenlo Pils« nensi (Presl, Seidl, T Tausch, Stern- berg) in eirculo Laurimensi (Sikora.)()

Obs. I. Valvula interior calyeis saepius a semi« ne pro ratione plantulae majori, inter nervos ad basim usque rumpitur. Aniherae ante pol- linis emissionem a gramineis plurimis forma vecedunt, polline emisso elongantur. Semen per exsiccationem contrahitur, et sub lente sub- verrucosum apparet.

'Obs. IL. Tempus inflorescentiae a defluxu aqua- rum dependet, ab anno ı8ı3 usque ad annıum 1817 semina submersa non germinarunt, neo ideo facultatem germinandi amiscrunt.

Explicatio TäAbulae.

a. Exemplar exquisitum, magnitudine naturali. B. Umbellula Horum, pedicellis post anthesin elongatis, (sexies aucta.) .

C, .Germen cum antheris ealyce destitutum. (auctum.) .

D. E. Valvulae calyeinae. (3oes auct,)

F. Flos integer germine praegnante. (8oes auct.)

- G. Apex antherae quadrivalvis, (3oes auch.)

1I. Antlierae ante et post emissionen pollinis. 3oes auct,

4, I. Semina natura naturali magnitudine, et sub mwier. comp. aueh.

N. Correspondenz..

Bonn. December ı8)8. * Seit dem 5ten bin ‘ich hier und fühle mich schon beynahe einhei- misch. . Die Gnade Sr. Excellenz des Herrn Mi- nisters von Ältenstein hat für das Fach der Naturgeschichte trefflich gesorgt, und, wie Sie "denken können, der”Botanik dabey nicht die letzte Stelle angewiesen. Das Schlofs zu Pop- pelsdorf, eine halbe Viertelstunde von der. Stadt entlegen, und durch eine schöne Allee damit ver- bunden, wird künftig der Wohnsitz fast aller Lehrer im Gebiete. der Naturwissenschaften seyn, | Denken Sie sich einen runden Hof von einem | Säulengang umgeben, und von den 4 Flügeln des Gebäudes umschlossen, das nach einer arligen Idee ein Ganzes bildet, Im Erdgeschofs hohe Säle, alle einander führend, so dafs man im Kreise im Schlofse heram gehen kann, . Diese Säle werden die Sammlungen .aus allen 3 Natur. reichen in methodischer Folge, wahrscheinlich auch den physikalischen und. chemischen Apparat enthalten. Kinige sind zu Hörsälen bestimmt, und die Bibliothek der Akademie der Naturfor- scher, so wie die ihr zugedachten Sammlungen - werden hier, wenn nicht die Mächtigen anders entscheiden , durch die Gnade der Königl. Preufs. Begierung auch: einen anständigen unentgeldli- chen Wohnort finden.

Veber den ‚Sälen wohnen die Aufseher und

Pr

=.

on 9 Lehrer im naturhistorischen Fache. Das Schlofs umgibt, den Garten yon. einem Graben einge- schlossen. Er ist bequem, in jeder Einsicht, für die Zwecke des Botanikers, und'ein ge- schickter Gärtner, der bereits an den Rissen ar- beitet, wird bald Hand ans Werk legen. Einige Gebäude und ein Stück Land von sehr vorzüg- licher Beschaffenheit, auf der andern Seite des Schlosses, dürften vielleicht in der Folge mit die- ser Anstalt zu dem schönsten organischen Gan- zen verbunden werden, und eine Anlage für die Naturkunde darbieten, dergleichen es wenige gibt, Sobald übers Lokale entschieden ist, wer- de ich Gescherke annehmen, kaufen, tauschen, dafs bald im Sommer Einiges im Umfang des Schlosses blühen soll. Artige Lustgebüsche, die. sich dert’ befinden, die Herbergen eines Nachti- gallenchors, werde ich mit ehrfurchtsvollen Rück- sichten schonen, Da die hotanischen Vorlesun- gen Bücher und Herbarien* zum Vorzeigen Tor- dern, meine Effecten aber noch unterwegs sind: so werde ich wohl in diesem Winter schwerlich mehr zu botanischen Vorlesungen kommen. Ich denke aber, wo möglich, vom neuen Jahre an, irgend einen allgemeinen Zweig der Naturkunde öffentlich vorzutragen, bis dahin aber, werde ich öftere Wanderungen in die Umgegend anstellen, und unsere Studierende dazu einladen,

Ich bin überzeugt, dass ich manches neue

W200 . finden werde. Das Klima ist hier auffallend mild, der Schnee bleibt selten liegen, und Anfangs Merz blühen gewöhnlich Pflirschen und Apricosen. Seit 3 Tagen haben wir die ınildesten Fiegentage, und . ich denke mir manchmal, dafs die geringere Er- hebung über die Meeresfläche (eirca: 145 Fuls) dem Hlima diesen Characier aufdrückt, Wie anderwärts Parietaria offieinalis, wächst bier Parietaria judaica. an den Mauern, die gegen den. Eihein gerichtet sind. So viel als’ Vor- läufer” gründlicherer und interessanterer Nach- richten.

Ich. hole einen Theil meiner Studienzeit nach, und besuche die Vorlesungen A. W. v. Schle- gel. Gott erhalte unserer Universität diesen Mann), und durch ihn und mit ihm uns- allen das. frische Leben der universellen Bildung!

Dr. Nee. v. Esenbeck.

I, Preifsaufg abe,

* Bekanntlich finden sich unter den Schüpp- . chen, die auf der Oberhaut mehrerer Farren- kränter zerstreut liegen, Conglomerate kleiner, “niorenförmiger Körper, die man für zerfallne En- Aungen von Spiralgefäfsen halten möchte, Man’ sehe hierüber Sprengels Anleitung zur Kennt- nils der Gewächse, ı. Th, S. 117.-— Nun schreibt mir mein Bruder unterm 6ien Nov. ı8ı8, aus Leyden:

11

„Ich habe eben mein Polypodinm aureum

„ganz mit den bekannten weilsen ‚Schuppen

„bedeckt gefunden, und eine. genaue Unter-

„suchung vorgenommen. Diese weißsen,

„Schuppen, die sich leicht lösen, und bey

„starker Vergröfserung nichts, als eine sehr

„dünne Membran, ohne alle Gefälse, oder

„Zellenbildung, darstellen, finden sich nicht

'„blofs da, wo: sich die Spiralgefälse am „Rande in einen verdichten, käulenförmigen

„Büschel endigen, sondern auch überall,

'„wo unten ein Fruchtihäufchen sizt. Sol- „che keulenförmige Enden der Geläfse finde

„ich eben so in dem Puncte, wo die Hup« „seln angeheftet sind. Ich hrichte diesen

»Punet unter starke Vergrößerung, und Fr sah ein Aggregat von dicht anainander lie- „genden zarten Röhren, an denen ich kei.

„ne Spur von Spiralwindungen be-

„merken konnte, So scheinen die „Früchte sich unmittelbar aus den

„Spiralgefälsen zu bilden, und die-

„se bey ihrem ersten Erscheinen in

„der Pflanzenwelt, wunderbar, zu= „gleich die unmittelbaren Organe

„der Fortpflanzung zu seyn."

Wer diese Folgerung meines Bruders durch $ enaue mikroskopische Untersuchungen

Bar; F

VA | bestätigt, oder widerlegt, indem er nach- weifst, und in einer Zeichnung darstellt, wie die Kapseln in den Farrenkräutern mit den Spiralgefäfsen, und deren kolbigen Enden zusammen hängen, oder wie sich diese, wenn die Kapseln einen andern

Ursprung g haben, zu denselben (etwa als Paraplıysen ) verhalten, empfängt von mir, aus

- eignen Mitteln, zwar nur 5 Ducaten in Gold,

ich ‘werde aber zugleich ein Vergnügen darin finden, seing Abhandlung der Kayserl. Leopold, Carol, Akad. der Naturfor- scher vorzulegen.

Der lezie Termin für die einzusenlenden Mittkeilungen ist der bie Nov. ı819. Man kann sich der üblichen Weise mit verschlossenen Zet- teln und Sinnsprüchen bedienen, aber auch offen Namen und Wohnort beyschreiben , denn mein

‚Sinnspruch heifst: Amicus Plato ; sed magis anıi-

ca Veritas.

Ich erbitte mir die gewünschten Zusendun-

‚gen hieher nach, Bonn‘, frankirt, oder 'unfrankirt,

denn ieh sende die mir nicht genügenden, d. 4

‘die welche nicht von ‚genauer Anschauung ausgehen, und in der sorgfältigen Wieder- holung wieder zu finden sind, zurück, wie ich sie erhielt.

Den Preils übersende ich zugleich mit der

15

Nachricht von der Zuerkennung }desselben post- frey. Bonn, am ıoten Dec. 1818.

Dr. Nees v. Esenbeck,

‚, UI. Botanische Notizen.

ı. Das französische Ministerium des Innern

hat verfügt, dafs den aus französischen Hüfen ab-

segelnden Schiffen, so ut es tkunlich, Naturfor-

scher auf Kosten des Staats mitgegeben werden

sollen, um ‚freinde Sämereien oder Pilanzen

ui

t

nach Frankreich zu bringen. "2, Redoute ist mit ‘seinem, den Botaniker 'oft'so unbefriedigt lafsenden Rosenwerke bis zur achten Lieferung gel’ommen, Alles übrigeneue mufs man in periodischen Schriften: suche}. so "arbeitet.z..B. Desfontaines: für die Mömoires du Museum; Bosc für das Dietionnaire d’histeire naturelle;.; Jussieu, Gassini, Poitcan, Por ret und Turpin für: das; Dietionn. ‚des ‚seitnc.

New sind: R Rue Nomenclature raisonnde des especes, varie- 1ös et bousvarietds'du genre Resier, cb- serves au jardia Hioyal des plantesy dans ceux de Trianon,. de;Malmaison, et dans lgs pepinieres des environs de Paris, par Mir. Aug. de Bronville ä Varis,;,a8:8.

p. 229. in vo. nn

Programme du .cours de Botanique profes- se au jardin des. plantes. d’Angarg en 1817. . par Desvaux, Augeis, 1818. Bvo, Eine

Philosophia hotaniea, skizzirtnach des Verfas- sers olt ein wenig sonderbaren Ansichten. -

Lagasca gab kürzlich eine treflliche Ab- handlung über ‘die in Spanien einheimischen Pflan- zen, aus weichen man die Soda g gewinnt, heraus. Vom Könige ist er beauftragt, die uachgelafsenen

Werke des grofsen Botanikers Mutis herauszu- ‚geben, nämlich eine Flora von Sta. F& de Bogotä,

und eine Quinologia mit 63 herrl. Kupfortafein.

‚Aus Brasilien. sind von Hın. v.-St,; Hilaire

viele Histen mit Naturalien in Paris ‚angekommen, ‚dexen.. Inhalt, aber eyst, nach seinen Zu ügkkunft

bekannt. werden wird.,.

Die nordamerikanischen Botaniker, Big gel ow, Collins, Mutall, Barlou, Elliott, sind der- ‚nulen. sehr ihätig. ' Veber ihre neuesten’ VYerke ‘erhalten ‚Sie künftig, von mir Nachricht ...: :. Zürich. EEE 79

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ar Fa Ir Pre nee m.

A. An die Leser. der ‚Florz

Der, von ung und einigen Freüinden mehr«

mals ‘gemachten Aufforderung, der Flora mit Rath

und That: zu begegnei;' ist bisher. so’ schr ent« sprochen ‘worden, ' dafs wir nicht nur: Gelegen- heit gehabt haben‘, den höchst aufgeregten Eifer für Botanik überhaupt, und für vaterländische

‚Ansbesoudere, auf eine. erfreuliche Weise ken-

ner zu lernen, sondern auch dadurch in den

| "35 Stand gesetzt worden sind, unser Blatt mit den besten Hoffnungen, und nach einen längst ge- wünschten erweiterten Plane fortdauern zu Jas- sen. Dem zu Folge wird mit dem gegenwärti- gen Jahre alle VVoche eiic "Ne. sohin alle halbe Jahre ein Band von 34 Bogen, mit den nöthigen Titeln Kupfern und Registern erscheinen. Der Preifs wird, vorläufig, und bis wir mit "unserm Comiissionär abgeree! inet, ‚und dadurch’ die Bi- Yanz hergestellt haben, auf’ fl. 30 kr. für jeden Band festgesext, werden. ihn aber mit Y ergnüg ren verringern, wenn unsre Hoffnungen‘ nur einiger- massen in Erfüllung schen. a ' Die Versendung kaniı künftig’ w öchentlich, monatlich ‘oder Viexteljähtig, im ersten Falle .durch die hiesige Oberpösthnits‘- Zeitungs - - Expe- dition; im zueye durch: ‚die hiesige ‚Expsdition der Flora; i in “hätten durch die "Riegel “und Wiesnerische Buehhandling‘ im Nürnberg, gesche- hen, worüber sonach die Leser selbst "zu eni- scheiden und zu bestimmen’ haben. E Beyträge werden ferner unter der Adresse der Redaction der "Flora in Regensburg un- frankirt angenommen, und der Empfang der- selben, wie bisher, vorläufig angezeigt. Da- durch ergiebt sich dann von selbst eine eigeit- thümliche Folgenreihe der eingegangenen Bey- träge und ein Maafstab der Xinrückung der- selhen in die Flora. Doch ist dabey aller-

16

dings zu bemerken, dafs vor andern die Neuiz- „keiten des. Tages, sonach die Korrespondenz und Notizen vorzugsweise, berücksichtigt werden müfsen, und dafs selbst durch die schickliche Ausfül- lung der einzelnen Nummern j jene Folgenreilie et- was gestört werden könne, keinesweges aber da- ‚durch auf absichtliche Zurücksetzung geschlossen ‚werden . dürfe,

. Höchst beruhigt schen wir nun auf den vol. Iendeten. ersten Jahrgang dieser Zeitschrift ZU- ‘rück, und bemerken mit Vergnügen manche iNn- teressante Beyträge, ‚Darstellungen und Ideen, die, wenn sie such vorzugsweise den Namen der Ver- fasser‘ ehren, doch zum Theil erst durch den Plan unsrer Zeitschrift entstanden sind... Hof nungsvoll beginnt der zweyte; ; er berechtigt zu „enfeenlichen, Erwartungen , ‚und wir können dem ‚Leser in Folge der höchst interessanten. Vorla- „gen, zu einer, eben so unterhaltenden, als lehrrei- ‚chen, Lestüre "Hoffnung, machen.

Fremälich. wollen. wir uns demnach überall die Hände: bieten, , : uns, überall. freundschaft- lich belehren und, gutmäthig zuxechte weisen. Dadurch wird manches Saamenkorn ausgestreuet \ werden, viele werden. keimen , und vielleicht doch für uns noch blühen, wenn auch, erst für ‚die Nachwelt Früchte tragen.

Regenshurg den ı. Tan. 1819.

Die Redaction der Flora.

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\

Flora

oder

Botanische Zeitung.

Nro, 2, Regensburg, am 14, Jan. 1819. 00.

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L, Aufsätze

! 3 Rubus Sprenge elii; ein noch unbeschriebener | Strauch dos Fürstenthums Minden,

I : Von Herrn Dr. Weihe

Ans den vielen, von mir neu entdeckten Ru- bus. Arten des, Fürstenthums Minden, die uns der, um die Rosen so verdiente Herr Profes- sor Rau in Würzburg vielleicht beschreiben ‚wird, wähle ich eine’aus, um sie bier genauer | zu bezeichnen, da sie wegen ihrer Schönheit. E und Zierlichkeit in die Lustgebüsche aufgenom- ‚, men zu werden verdient. Ich nenne sie Rubus | Sprengelii! zum Andenken des Herem Profes- | sors Kurt Sprengel in Halle, meines unvergels- | lichen Lehrers, vieljährigen Freundes, des größ-. ten und gemeinnützigsten Gelehrten unsers Zeit- alters. Meinen Freunden habe ich sie längst schon unter diesem Namen mitgetheilt , und sie

folgenderweise chaxactexisirt:

B

18 . nr Rubus Sprengeliüz eaule (sterili) aculesto, tere- ti, piloso,, humifuso ;, foliis ternatis, ovatis, acuminatis, subtus pubescentibus ; ; panicula

'Inza, decomposita, fructifera ‚nutante ; caly-

eibus patentissimis, - acuminatis.

Der sterile Stengel ist rund, an der Spitze mehrentbeils ein wenig eckig, niedergeworfen, da er selien an Hecken aufsteigt, mit rückwärts gebogenen Stacheln. etwas dicht. "besetzt ; der Veberzug besteht aus Haaren, die gedrängt hey- "sammenstehen. Er erreicht * eine Länge ‚von 310 Fufs und darüber, und wurzelt, wie alle einhei- mischen Hubus - ‚Arten , mit .der:Spitze wieder | in die Erde, aus der im folgenden Jahre eine neue Pflanze hervorgeht. Kein‘ Theil des gan- zen Strauchs zeigt eine Spur von Drüsen.

Die Blätter stehen zu drey, selten, oder als Varietät zu fünf, sie sind an der Basis eyförmig, und laufen in eine lauge Spitze aus; die Serra- tür ist ungleich und geht in einen mucro über. 5 Die Seitenblätter sind meistens kweylappig; ihre Oberfläche ist sparsam behaart, dunkelgrim, die Ünterfläche grün und dichter behaart. Die Blatt- stiele und Mittelrippen der Blätter" sind‘ ‚haaxig und stachlig, wie der Stengel. |

Der fruchttragende Stengel hat durch das Alter einen Theil seines Ueherzuges verloren, ein Theil der Spitze ist zu einer neuen Fort- pflanzung eingewurzelt, ein anderer Theil durch

nn | 19 die Kälte abgestorben., Der Rest treibt Blätter,

und Zweige zu Blüthen und Früchten. Die Blät- ter haben aber nicht mehr die lange Spitze, und

das Seitenblatt ist nicht so deutlich zweylappig..

Die Blüthen kommen in einer, meist sehr zu- sammengesetzien Rispe, auf sehr. schwachen,

schlaffen und langen Stielen hervor, die über

all, wie die Kelche, mit Haaren dicht besetzt sind. Die einzelnen Blüthenstiele stehen an dem Haupt- stiele in geraden Winkeln, die zusammengesetz-

ten Blüthenstiele divergiren nach allen Richtun-

gen. Jemehr die Früchte zu reifen beginnen,

desto mehr senkt sich die gauze Rispe herun-

ter, und verliert sich in Wäldern unter langem Grase und Laubwerk. Die Blüthenstiele haben

kurze, gerade Stacheln, der Kelch seltener. Die

Blumenblätter sind klein, wellenförmig und ro- senroth. Die Früchte sind kugelförmig, nicht

sehr grofs, und bestehen aus kleineren, 'glän- zendschwarzen Körnern, Sie hängen bis zu ih- rer Ucberreife sehr fest am Kelche, welches kei-

ne mir bekannte Art thutz; ihr Geschmack ist

angenehm sauer, doch nicht so gewürzhaft, als der der Beeren des Rubus glandulosus.

Das Vaterland ist. das Fürstenthum Minden, wo er in schattigen Gehölzen unter Laub und hohem Grase wohnt, im Juli blübet und im Sep- tember reife Früchte trägt.

‚XS Diese neue Art, die sich durch die’ ro-

Ba

20

senfarbnen Blumen sehr auszeichnet, ist auch an Däramen des Desenlorfer Weihers bey Erlangen, von Herın Apotheker Raab gefunden worden, und kommen die mitgetheilten Exemplore ganz mit den von Herr Dr, Weihe eingesendeten überein.

I. Coxrespondenz.

ı. Admont. Schon beynahe über ein Jahr von immerwährenden Zweifeln hin und hergetrie- ben,. sehe ich keinen andern Ausweg, der Ge- wifsheit näher zu kommen, als mich gerade zu ‚vor Ihren gelehrten Richterstuhl zu begeben, um ‘da, wenn es anders möglich ist, ein entscheiden- des Endurtheil aus Ihrem Munde zu erfahren. Es betrifft eine Alpenpflanze, wovon ich vorläufig = Exemplare zu überschicken die Ehre habe. Herr Prof. Hueber und ich fanden sie auf der Spi- ize des südöstlich. von Admont liegenden Kalb- _ ding, wo sie zwischen den Felsenritzen sich müh- sam in kleinen Fasenstöcken hervordrängte. Zu wenig auf unsere Kenntnifse vertrauend, fürchte- ten wir uns, etwas Emtscheidendes zu sagen, und erwarteten lieber geduldig das Urtheil gelehrte- xex Botaniker aus Wien und Grätz. Man hielt sie daselhst für eine neue Art Arenaria, und schlug vor, selbe Arenaria aretioides, oder sty- Yiaca etc, zu nennen. Jedoch wurden später meh- rere Zweifel darüber erregt, dafs sie eine neue Art seyn soll, und man glaubte; vielleicht mit

D

j 21.

Recht eine Varietät der Aren. striata in ihr zu

erblicken. Entscheiden nun Sie gütigst, in wie

"fern diese Meinung richtig ist, oder nicht. Nach-

stehend folgt eine kurze Beschreibung.

Arenaria? Halix perennis, fibrosa. Folüs li- nearibus, obtusiusculis, dense A-fariam im- bricatis.

»Caulis multifidus, foliis emareidis ad radicem us«

| que obsitus. \

‚„Flos sessilis, constanter unieus erectus.

Calyx tetrapbylius: foliolis caulinis foliis similli- mis: florsscens apertus, defloratus capsulae glpressus,

'- Petala 4. nivea, Hanceolata inter calicem promi- nentia revaluta. . Stamina 6 8. Filamentis capillaribus. Anıhe-

ris pallide flavis.

Pistilla 3 4 staminibus prominentihus minora.

Capsula bi et trivalvis, semina ı 2 includens,

Ich bin sehr zufrieden, wenn Sie die Ent- scheidung darüber auch nur durch die Flora mir bekannt zu machen, die Güte. haben. Soll- ten Sie vielleicht, Herr Professor, mehrere Ex-

emplare zu besitzen wünschen, so werde ich, .

wenn nicht in diesem Jahre, dach gewils im

künftig gen, Ihrem WVunsche mit Vorgnügen entspre-.

chen; so wie ich mich auch immer bereit: finden .

lasse, Ihnen, oder der gelehrten botanischen Ge-

sellschaft auch ohne Tausch, Sämereyen von

22

ungern nahen und interessanten Alpen, oder Moorgründen, nebst den verlangten Pflanzen, die ‚Ihnen wenigstens zum Theil durch Gebhards Verzeichnils bekannt seyn werden, zu übersen- den. - Ich wünschte, dafs Sie in diesem Antrage

und Schreiben die Hochachtung erkennen möch- .

ten, in welcher ü, s. w. Admont,. den ıaten Dec. 1818. \ Ign. Somerauer, Director der deutsch. Schulen. e. Antwortschreiben * Ihre sehr geehrte Zuschrift habe ich mit vielem Vergnügen erhalten; das Vertrauen, wel- ches Sie in demselben gütigst. zu erkenneh ge- ben, ist mir nicht minder erfreulich, als das bey- gelegte höchst interessante Alpenpflänzchen, wo- für ich den verbindlichsten Dank abstatte.

Da keines der beiden überschickten Exem-

. plare noch im Fruchtstande begriffen ist, so wür- ı de es schwer seyn, darüber etwas Entscheidendes

_ auszusprechen, wenn nicht Ihre beygefügte muster-

hafte Charakteristik dazu in den Stand setzte. "Allerdings ist der Habitus dieser Pflanze mit Arenaria striata sehr übereinstimmend ; noch mehr nähert sich dieselbe in gewisser Rücksicht, und wenn man blos bei der Linneischen Diag-

nose stehen bleibt, der Arenaria teiraquetra;.

ja zieht: man weiters den, den Arenarien fast eigenthümlichen gestreiften weilsgerandeten, den n hr \

23 Blättern ähnlichen Kelch in Betracht, der auch dex ' vorliegenden Pflanze nicht abgeht, so wird da- durch eine Vebereinstimmung mit den meisten Arten herbeigeführt. Bechnet man endlich zu al« lem diesem noch die, grofse Variation der Ca- vyophylleen überbaupt und der Arenarien insbesondere, wie sie mit 6 —8 Stauhgef: äfsens mit a5 Staubwegen, mit 5 6 klappigen Hap- ‚seln abändern, so wird sich der Gedanke, Ihre "Pflanze den Arenarien zuzuzählen, sehr leicht rechtfertigen lafsen. Allein so etwas darf den prüfenden Botaniker,, der überall die Bigen-. thümlichkeit der Variation ins Auge falsen muls, nicht irre machen, und wenn demnach zwar eine, Arenaria mit veränderter Zahl der Ge- schlechtstheile,, und der damit verbundenen Kap selklappen, cine gewöhnliche Erscheinung ist, so wird nichts destoweniger eine. Arenaria wit kblättrigem Kelche und 4blättriger. Blume, im- ‚mer mit der Natur der Sache‘ im Widerspru- che stehen. En - Setzen wir demnach den Character Arena- riae essentialis folgendermaafsen fest ; Calyx 5phylius. Corolla Spetala. Stamina 10, Styli: tres. Capsula 3 6 valvis, polysperma, und briugen ihn mit dem von Ihrer Pflanze ab- gezogenen: Calyx 4 phylius. Corolla 4 petala, Stamina 8. Sıyli iwes, Capsula 2 3 valvis, ı & sperma, in Vergleichung, so’ erhellet dals

x

2 24

bey völliger Unübereinstimmung gar nicht die Rede mehr von einerley Gattung seyn könne. Ihre Pflanze würde vielmehr eine Moehrin-. gia, als Arenaria seyn, wenn nicht die Staudhaftigkeit der Digynie und die sehr be- stimmte Capsulä A valvis polysperma, auch hier widerspräche.

Höchst sonderbar und ganz eigenthümlich

“weitt nun aber noch ein anderer Umstand ein, der

wir sehr merkwürdig geworden ist, und auf des- sen weitere Entwiekelung ich sehr begierig bin. "So wie nämlich das von Ihnen entdeckte Pflänzchen „in den Steyermärkischen Alpen zwi. schen den Fe! senvitzen sich mühsam in kleinen m Raasenstöcken hervordrängt, so findet sich ein neu entdecktes Pflänzchen in den Tyroleralpen, welches zwischen den Kelsenritzen sich mühsam

‘in kleinen Rasenstöcken hervordrängt, und wel-

ches mit Ihrer Pflanze, wundersam, fast in allen einzelnen Theilen, so wie im Habitus gänzlich über- einstimmt, und gleichwohl ein ganz anderes Ge- nus ist, das der Cherleria nahe kommt.

Die Pflänze, von welcher ich hier rede, und wovon ich ein Exemplar beyzulegen die Ehre habe, ist die Siebera cherlerioides mihi, die sich zwar von der Ihrigen, durch Corolla nulla, und nectaria squamaeformia, viridula, minuta, un- terscheidet, aber doch mit ihr in derselben Klasse und Ordnung (Octandria twigynia) stehen mufs. Der

| 25 Prager Botmiker, Hr. Dr. Sieber, der nämliche, welcher die Leser der Flora mit seinem Briefe aus Kreta erfrenete, hat sie vor 4 Jahren, Ende Juli, auf der Kirschbaumeralpe bey Lienz in Ty- vol zuerst entdeckt ; vor zwey Jahren wurde sie von meinen. beyden Reisegefährten, Dr. Horn- schuch und Apotheker Hauser, nicht nur. auf derselben Stelle, sondern auch in der Plecken, im Kärntner Alpengebirge, wieder ‘gefunden, wodurch ‚wir im Stande waren, dieselbe den ‘Decaden einzuverleiben und verläußg die Bota- niker damit bekannt zn machen. Tetzt gehe ich “damit um, eine vollständig zergliederte Abbildung derselben, in der Ylova mitzutheilen, und wahr ' lich, es würde höchst interessant, seyn, wenn eben so Ihre Pflanze bier zugleich mit beygefügt wer« den könnte. Dazu wollte ich mir nun, verch- rungswürdiger Herr Director, nochmals Ihre gü- ige Beyhülfe erbitten, und Sie ersuchen, nicht

nur ein ausgewähltes blühendes Exemplar, das den Repräsentanten macht, einzulegen, sondern auch einige ‚andere in Bläthe und Frucht, un- geprelst, etwa in einer kleinen Schachtel auf- bewahrt, zu besorgen, und selbst einige einzelne Zergliederungen von Kelch und Blumenblättern in einem Buche geprefst, se wie einige reife

' Sanmenkapseln beyzulegen. Wollten Sie zugleich im nächsten Sommer die mikroskopische Zerglie- derung der Pflanze wiederholen, und besonders

26

auf die Einfügung der Staubfäden, das etwanige Daseyn von Nectarieu, und die Figur der Saamen Rücksicht nehmen, so würde ich dadurch in den Stand gesetzt werden, durch unsern berühmten Sturm, eine musterhafte Abbildung von Ihrer Pflanze, die ich einstweilen unter dem Namen Somerauera quadrifaria, in mein Harbarium eingetragen habe, verfertigen zu lafsen..

Wenn Sie üns künftig mit einigen frischen Sämereien von Pflanzen aus Ihrer Gegend er-' freuen wollen, so werden Sie sich dadurch ZU- gleich vielen Betariikern verbindlich machen, in- dem der Zweck der botan. Gesellschaft immerfort dahin geht, die vermehrten Sämereien auf alle.

Weise zu verbreiten. i Mit dem Wunsche, dafs Ihnen dieses Schrei- ben wicht minder erfreulich seyn möge, als mir das Ihrige, habe ich zugleich die Ehre, hochach- tungsvoll zu seyn, u. 8. w.

Regensburg den 'ı. Jan. 1819.

Pr, ‚Dr. Hoppe. IL. Preifsaufgabe,

* Die neuerlich durch die Botaniker, Herm Director Somerauer, und Herrn Prof. Hue- ber zu Admont, in den’ Alpen von. Steiermark, gemachte Entdeckung einer neuen Pilanzengat- tung; die Hoffnung, sie in 'einem, von den be: rühmten Sturm verferligten Kupfersbdruck der Flora beygefügt zu sehen; und der Wunsch, die vaterländischen Botaniker damit eben so sehr, als mit der Schmidtia uiriculosa erfreuen zu

27

-könner,, hat natürlicher Weise den Gedanken er- regt, dals noch mehrere solche Entdeckungen ge- schehen, und durch die Flora bekannt werden

möchten.

Um diesen Zweck, wo möglich, zu beför- dern, wird hienit für die Entdeckung einer neuen phanerogamischen Pflanzengattung (Genus), die in dem Verlaufe des gegenwärtigen Jahres, und in dem Gebiete von Deutschlands Flora, nach der Schraderischen Ausdehnung, ge- macht werden wird, ein Preifs von fünf Duca-

ten fesigesezt, wobey folgende Bedingungen er- forderlich sind. 1. Es versteht sich von selbst, dafs hier die Rede gar nickt anders, als. von einer völlig neuen Entdeckung, und ausgezeichneten Gattung, nicht aber von einer solchen seyn könne, die „vielleicht mit Unrecht schon unter ältern Gattun- gen steht, oder die sich auch als neue Art den- selben anreihen läfst, was vorzüglich bey Grä- sern möglich seyn möchte. .. % Um der Entscheidung hierüber desto sründlicher begegnen zu können, wird erfordert, dafs nicht nur 8 10 gut getrocknete Exemplare der neuen Gattung, im verschiedenen Alter, son- dern auch eine- vollständige, mit den »öthigen Zergliederungen versehene Abbildung , so wie die von der frischen Pflanze abgezogene Diag- nose und Beschreibung, wobey die von Herrn Grafen v. Sternberg, in der vorigen Nr, der Flora enthaltene Schmidtia als Vorbild die- ;

28

nen kann, nebst genauer Angabe des sp£ciellen Standortes, eingeschickt werde.

3. Es versteht sich von selbst, dafs es dem Entdecker der neuen Gattung völlig überlassen bleibt, "seine Pflanze auch selbst zu benenaen, und zu bestimmen, und dafs er sowohl Beschrei- bung als Abbildung zum. beliebigen anderweiti- gen Gebrauche zurück erhält, sobald solche in der Flora benuzt worden sind, welches auch der Maasstab der Preifsbezahlung seyn wird, ı

4 Nur in dem Falle, dafs noch keine Pflan- zengattung nach des Entdeckers Namen genenuet sey, wäre es billig, diesen allen andern vorzuziehn,

5. Sollten mehrere Einsendungen erfolgen, so wird nur der merkwürdigsten Gaitung der Preifs zuerkannt werden.

In Erwägung, dafs durch den ausgesetzten. Preils, wobey mehr die Ehra des Gewinnstes, als der Werth desselben in Betracht kommt, dem Enthusiasmus für vaterländische Pflanzenkunde auf eine feyerliche Weis gehuldigt, und damit die wünschenswerthe Veryollständigung der Flora Deutschlands bezweckt werde:

In Erwägung , dafs eime neue Pflanzengat- tung für den ganzen Character der Flora einer Gegend wichtig seyn könne, und dafs die Ehre der ersten Entdeckung derselben, durch len gewon- nenien öffentlich bekanut gemachten Preifs, auf eine documentarische Weise für alle Zeiten be- gründet werde:

In Erwägung endlich, dafs, wenn auch in

29

unsern Tagen eine höhere, wissenschaftliche An- sicht: der Pflanzenwelt 'erforderlich, und mehrere Berücksichtigung auf Pflanzen - Anatomie, Pflan- zen-Physiologie, auch natürliches System ete. etc. vorzügliches Bedürfnifs geworden ist, dennoch die summarische Anordnung und Aufzählung der ‚Pflanzen einzelner Gegeuden sowohl, als des gan- zen Erdbodens, eine rühmliche Beschäftigung der Pflanzenforscher aller Zeiten seyn und bleiben werde, und dafs Zwecke, die dieses zu befördern. streben, wünschenswerth sind, wird dieser ersie Versuch, wenn er der Erwartung entsprechen soll. te, in der Folge noch weiter ausgeführt werden,

Regensburg den ı. Jan. ıBıq.

Pr. Dr. Hoppe.

IV. Botanische Notizen,

- Wien Se. kaisenl. Hoh. der Erzherzog Jo«

hann, gleich grols als Beschützer wie als Selbst.

kenner der Wissenschaften, welchem die Natur-

geschichte überhaupt, vorzüglich die Botanik, sa

vieles zu. danken hat, schenkten auch der Heraus-

gahe der Flora Beifall, und haben sich für die- selbe abonniren lassen, _

Herr J. Zahlbrukner, Oekonom des ge- dachten Exrzherzogs und beständiger Begleiter zuf "seinen Alpenreisen, hat verflossenen Sommer ein, für Deutschlands Flora neues, oder doch bisher unbeachtetes Gewächs, welches weder in Will« ‚denow Spec, noch in Suters Fl. hely. vor. komnt, aufgefunden. Es ist das seltene, von Vil- - lars in der Schweitz entdeckte Hi eracium hyo-

30 | seridifollum, welches Haquet schon kannte, und unter dem Namen Leontodon terglovense be. schrieb und abbildete. Es wächst auf den höch- sten Kalkfelsen 7 8000 Fufs über dem Meer, am Hochsehwaben, Eberstein, Höllenkamm etc. wo wahrscheinlich noch inanches andre ganz neue steht. Da Herr Z ahlbrukner auch Leser der Flora ist, so dürfte sich diese wohl in der Folge manches interessanten Aufsatzes und mancherlehr- reichen Bemerkung aus seiner Feder erfreuen.*) Unter den von mir in diesem Jahre einge- sammelten Pflanzen befinden sich einige nicht un- - interessante, wie z.B. eine Iberis, welche nur ı ı/a Stunden von Wien entfernt, wächst, wo ich sie meines Wissens zuerst gefunden habe. Sie unterscheidet sich sowohl ‘von der Ib. 'pinnata, als. 'odorata, durch die Blätter, welche. gleich- 'breit,, fast pfriemenförmig, ' ganzrandig, nur an der Spitze dreygetheilt sind, und selten a paar Fiedern haben; am meisten aber durch die Schöt- chen, welchen die abstehenden Bandspitzen fch- len. ‚Eben so unbestimimt ist ‘eine kleine einjäh- rige, 3 blüthige Festuca, von eisengrauer Far. be, welche sich nirgends abgebildet, oder be.

\

*) Nicht leicht konnten wir angenehmere Nachrichten, als diese, eyhalkten, Osstreich gehört in Püücksicht der cu« ropäischen Flora zu den wich iesten Ländern hier ist noch manches zu erforschen. Wohl uns, wenn wir das Organ werden, die Entdeckungen uni Iehrreichen Bemer- kungen jener Männer, die wir längst verehren und hoch- schätzen, und die über unser Lob weit erhaben sind, zu

! verbreiten, Anmerkung der Redaction der Tlory

31 schrieben findet. Sie. blühte schon im Monat Mai

zelnen Exemplaren. ' Auf einem grasigen Bergrücken "unweit Dorn-

bach fand ich zwey sehr vollkommene Exemplare:

der Saxifraga granulata, deren Existenz von den meisten Botanikern hier bezweifelt war, in-

* dem man immer nur $. bulbifera fand j-von wel-

cher ‚sie jedoch sehr verschieden ist.

Von jenen Pflanzen, welchen man kein Bür- gerrecht zugestehen will, fand ich das Antirr- hinum majus, an einem neuen Standorte, in ei- ner abgelegnen Wildnifs, unter Dianthus hun- garieus, Onosma echioides, Ornithogalum eymosum, wo es nicht wohl zu vermuthen ist,

' dals es sich aus einem kultivirten Orte sollte hin

verloren haben, ferner Hyfsopus ofücinalis,

welcher freylich in der Nachbarschaft, einer .alten Burg blühte; da.aber diese Pflanze, sa wie auch die Satureja ‚hortensis, von dem botanischen Gärtner, Herrn v. Schott, tief im Gebirge in

zahlloser Meuge entdeckt worden,. wo ihr völlig :

wilder Zustand nicht leicht zu bestreiten ist, so scheint mir, :man sollte diese Kinder Florens nicht als, Stieflinder behandeln, und ihnen glei- che Rechte, wieunsern anerkannt heimischen, zu- gestehen. Der gleiche Fall ist mit der Trigo-

nella monspeliensis, welche der eben genannte unermüdete Forscher an mehreren Standorten entdeckt hat, wo ein zufälliges Hinkommea uickt statt finden, kann.

in Felsenritzen am Schneeberg, aber nur in ein-

3?

Bey einer Excursion in die Gegend des Neu. siedlersees saminelte ich unter audern auch Me- lampyrum barbatum, Allium ampeloprasum

.W. et K., Thymus pannonicus Allion. Echi. nops Ritro und ‚sphaerocephalus, Astragalus sper , Euphorbia salieifolia , Anasiatica syriaea, Lotus acutus W, et R. Ophris api- fera, Orchis pyramidalis, Arenaria marina, Myagrum perenne und austriacum, ' Vergebens - suchte ich das Echium rubrum, welches über- “haupt eine schwer aufzufindende Pflanze ist.

Ich war nicht wenig verwundert, diesen Herbst das Hieracium staticefolium in grofser Menge im Prater zu finden,. welches man bisher aus der Gegend von Baden holen mufste, Vermutblich hat die Donau den Wienern diesen Gefallen gethan,

Unlängst sind die, von unsern Naturforschern aus Brasilien geschichten naturhistorischen Gegen- stände eingetroffen, wobey viele Sämereyen, ge- trocknete und lebende Pflanzen sich befanden, welche viel interessantes und manches ganz neue enthalten sollen, Unter den lehenden Pflanzen befindet sich eine Salicornia, die erste, welche uns aus diesen Climaten bekannt wird.

Ich hoffe im kommienden Frübjahre endlich etwas bestimmtes über die beyden problematischen Pflanzen, Senecio nemorensis und odoratus sa- gen zukönnen, über welchen immer noch ein dich- ier Schleier ruht, indem auch die geübtesien und erfahrensten hiesigen Botaniker nicht im Reinen darüber sind, "T, Mayer.

Flora

oder

Botanische Zeitung.

Nro. 5, Regensburg, am 21, Tan. 1819. 0000-5> O0.

l. Aufsätze. Ueber eine Art Ornithogalum, Von Hrm, Grafen Leo Henkel v. Donnersmarck.

Aa sylvarıım margines, in temorosis bey der nenen Bleiche, der Lauthschen Mühle und im Wiäldchen : bey Palmburg, lauter Oerter, die in der nächsten Umgebung von Königsberg in Preus« sen liegen, hab’ ich eine Pflanze gefunden, deren Beschreibung folgende ist :

„Planta glabra, debilis, $regätim ereseit. Radix bulbosa,; tarnosa, intus alba, extus tus nica brunea involuta,; rotunda, basi fihrillosa, aucta Bulbulis distinctis, ovatis, minimis, niti-

dis, albis, saepe rubellis, approximatis, quis- que Tolium üunicum tapillare emittens. Sca- pus Mexmosus; angulosus, deorsum albus, su- ‚periora versus subcompressus, canalieulatus, ‚Folium radicale Cin plantis annosiorihus) des orsum album, capillare, medium versus CrAaS« sum, superne canaliculatum, dorso anguatun:

G:

34

Folium scapi unicum, lineatum, semiamplexi- eaule, decurrens,. apice cartilagineo - filiforme. Folia pedicellorum linearia, laevissime pubes-

centia, gradatim. minora; unicum plerumque

quovis pedicello alfixum. Pedicelli uniflori, teretiuseuli, glabri. Calyeis laciniae utrinque attenuatac. Filamenta libera, adscendentia,

deorsum, dilatata, superne angulosä, canalicu-

lata', alterna paulatim latiora. Antherae ha- statae, bifidae. Ovarium trigonum, virides-

cens, Stylus staminihus longior, superne

crassus, luteus. Stigma angulosum. —— Variat flore unico. ' Sie blühete an den angezeigten Orten im

April und May. Ihre Diagnose verglichen mit den andern einheimischen Vogelmilchsarten ist:

bulbo aggregato; scapo debili filiformi, api-

ce instructo folio lanceolato concayo spatha-

ceo longe acuminato; radıcali unico filiformi- lineari ; pedunculo communi in pedicellos glabros 3 5, plurimos ‚simplices foliosos

“diviso; calyeis laciniis lineari - lanceolatis,

glabris, apice acutis reflexis; filamentis pel- Tucidis. Fücksichtlich der hier befolgien Termino-

logie beziehe ich mich auf ineinen Aufsatz über Ornithogalum sylyaticwu Persoon, der in

der

botan. Zeitung 1607. S. 148. 'sich abgedruckt

befindet. Bey der Aehnlichkeit endlich meiner

| 35 Pflanze mit der von Herrn Hoppe in der ebeit- genannten Zeitschrift 1806. $. 339. enthaltenen Beschreibung und ihrer nicht minder grofsen Achnlichkeit mit der a. a: O. gegebenen. Abhil- dung halte ich meine Pflanze für Ornitho- Salum Sternbergiis IM Cosrrespondenz Breslau, In diesem Sommer 1818. habe ich das ganze südliche Schlesien diesseits der Oder bereist, in botanischer; entomologischer, ornithologischer Hinsicht. Sonst beschäftigt mich die Ausarbeitung einsr geographischen Flora ' von Europa, womit es freylich meiner &grofsen Kränklichkeit wegen langsam vorwärts geht. Bey- träge hierzu, besoüders Nachrichten (geogr.) von ausserdeutschen Standöriern werde ich dank. bar empfangen. Nun einige wenige Beiträge zur Flora, oder neuen botanischen Zeitung, der ich von Herzen einen slücklichen Fortgang wünsche, Ornithogalum Sternbörgii Hoppe wächst auch in Schlesien, : Ich besitze es im Herba- rium. Der Fundort ist 4 Meilen von Brelslau zu Skarsine im Trebnizzischen Bergbezirke ne= ben der Brutinenallee. (vergl. Güntheir et 'Schumm, Herb; viv. exh; plant. in Siles. indig, Cent. IV. Nro. 7%.) Auch soll sie Herr Profes- sor Schramm in Leobschüz in Oberschlesien, CFürst: Jägerndorf proufsischen Antheils), an Ca

36

einer schattigen Stelle in der Vorstadt gefunden haben. Nach Pohl Ventam. fl Bohem. P.I. p. 16. wächst sie anch in Böhmen im Czaslauer Kreise; nach Schultes Fl, ausir. ed. 21. p. 558. kommt sie zu \Yien auf den Sandplätzen am Bel- vedere vor. Sind diese Standörter ächt?

(Höchst wahrscheinlich, denn diese Pflanze ist so selten wirklich nieht, und es gebt mit ihr wie mit allen andern neu entdeckten Arten, die allent- halben gefunden werden, nachdem sie nur erst "bekannt geworden sind. Ich möchte sogar noch einen neuen ‘Standort angeben: „binter Etheim (bey Bamberg. gegen Erlangen) blühete unter Gesträuchen; Fumaria solida Ehrh., Ornis thogalum minimum und Viola hirta.“ Rhode

in Schrad. Journ, 1807. 2. 'p. 7. Da das ver- meinte O. minimum, (vielmehr villosum Bieberst.) immer auf sandigen Bergückern wächst, so möch- te wohl jene Eiheimerpflanze um so mehr. O. Sternbergii seyn, als dieses aur immer unter Ge« sträuchen mit Fumaria hulbosa u. & wenig-.. stens in den Ebenen gefunden wird, - Zusatz von Hoppe.)

Satureja pygmaea Sieber ist mir nur $, montana e loco aspero calcareo petroso arido (Karst in Krain. ) "

Helianthemum origanifolium Car. will Sieber auf d. monte $t. Angelo in Italien ge-

| 57 funden haben. CS. plant. selectae. etc.) Allein diese Siebersche Pflanze, die ich getrocknet vor mir habe, erscheint mir als seyn sollendes H. ‚origanifolium ‚sehr verdächtig. Die Blätter sind nicht stumpf, ‚sondern haben eine merkliche. Spitze; alle Blätter sind oben grün, unten weils-. flzig. Kurz ich finde keinen Unterschied zwir- schen H, origanifolium Sieberi und trockenen Exemplaren des H, canum, die ich. aus Ungarn. besitze.

Manche: Botaniker gleichen den. Engländern, die aus Griechenland, Italien, Aegypten etc. viele‘ Antiken fortschleppen, wo sie Lokalwerth 'be- halten, wenn sie auch dureh Wetter und Men- schenunverstand verstümmelt werden, In Eng. land fragt Niemand darnach, dort zernagt. sie das feuchte Clima. "So reilsen und graben manche. Botaniker alle Pflanzen ein und derselben .‚Spe-. cies aus, ‚unbekümmert, ob die Nachwelt dort noch "welche findet, wenn ‚sie nur \in den Her- - barien (nur zu oft) verschimmeln und den Wür« mern zum Raub ‘werden.. Denn ‚wie viele Her- barienbesitzer benutzen. ihr Herbarium fleilsig?, Im Riesengebirge, das ohnedies sehr schmal:und _ dessen Hochgebirge nur 2 3 Meilen lang ist, verschwinden seline Pflanzen immer mehr. und, hierin verfahren die böhmischen Botaniker noch unbarmherziger, als wir Schlesier. Krok er, hat leider sehr recht, (Fl, siles. Tom. II, Nra. 326.)

38:

wenn er von dem sonst. im Riesengebirge häufigen

Sedum Hihodiola D ecand. spricht: „Hast aus- '

gestorben auf-den' ‚Sudeten, und. von den Herba-

riensammlern verwüstet. # So findet sich Viola ,

sudetica will d, En. suppl, fast gar nicht mehr,

die zu Henh’es Zeit (s, Viola calcarata) noch‘

in Rübezahls Lustgarten etc, gemein war. So auch Saxifraga hryoides, oppositifolia, Sedum zubens etc. Wenige Meilen’ von Brelslau war

bey Klein » Oels, im Fürstentum Oels, Cypri- .

pedium Calceolus in einem Laubwalde gemein;

Jezt ist es dort durch zu grofsen ‘botanischen .

TFleils ausgestorben, und leider wissen wir kei- nen andern Standort desselben im nördlichen Schlesien, Darum bitte ich meine Herren in Flo- vens Namen um gültige Schonung. ihrer Lieblinge.

Ein Pflänzchen in loco natali, wenn es auch von

Hühen und Ziegen benagt ist, giebt mehr Stoff zum Nachdenken, als ‘das zierlichst getrocknete

Prachtexemplar im -Herbarium, Diels bitte ich

wohl zu bedenken! no

Iris Pseudacgrus L, ist eine 'Zierde der Brefslauer Flora, Sie bedeckt "hier ‘nahe bey ‘der Stadr' die Chausseegräben und füllt weitläuftige Lachen "fast allein mit ihren fast wmannshohen

$tängeln aus,: Da fand ich nun auch bey Hlein- bürg at der Schweidnizzer Chaussee und: bey Rotlikrätscham - an der. Strasse nach Ohlau die Varierät:ß longifolia Decand, Fl, {rane, IH. n.

39

ı990 8 scapo wnifloro folüis breviore. ‘Fetter Thongrund und sehr nasser Standort: sind mir. zu ihrem Entstehen Ursache. Man findet sie auch i in. Ober - Ungarn am Ufer der ‚Waag,

Vereinfachung halte ich bey den jetzi- gen srolsen Umfang der Botanik als Wissenschaft überhaupt, besonders aber bey der Art und. Weise, wie sie in den neuern Zeiten cultivirt worden ist, für durchaus nothwendig.

Erfahrung hat mich belehrt: dafs viele Pflan- zenspecies der neuern Botaniker, weniger die ei- nes Haller, Linne etc. lediglich durch das Glima, vorzüglich durch den:gröfsern, oder ge« ringern Grad der auf sie unmittelbar einwirken-' den Kälte und Wärme gebildet werden. Höchst . wichtig scheint es mir' daher, dafs man ein und "dieselbe Pilanze nach ihren Abweichungen unter verschitdnen. ‚Breite - und Längegraden sorgfäl- tig beobachte. Schon ers cheinen. die sogenannten - Species intermediae immer häufiger und noch mehr würde dies künftig der Fall werden, wenn wir ihnen mehr nachspürten, Was sind diese Mittelspecies ‚anders, als Bindeglieder der 'süd- lichen und nördlichen, der östlichen und westli= chen Flor, der Flora alpina, subalpina, mon tana, Campesiris und maritima unter sieh? .

Das linneische Pflanzensystem ist nicht nur durch Verjährung achtungswerth, (eine sol-' che Achtung ist freylieh zweydeutig genug), son-

40 | der sein Stmdium verdient äuch der leichtern

Fafslichkeit für Solche den Vorzug vor dem des natürlichen, welche die {Botanik ‘nur als Mittel

zu andern Zwecken erlernen, als. angehende Aenz- te, Apotheker, Oekonomen, u. a. die sich als Geschäftsleute zu ihrer Erholung damit 'be-. schäftigen. Sonst bleibt das natürliche Pflanzen’

system das beste und einzig ächte- für Botaniker

‘von Fach. Wir Teutsche sollten daher seine Ver-

vollkommnung unsern gallischen ‘Nachbarn nicht

allein überlassen, sondern, wie schon Oken in‘

der Isis bemerkt hat, „aus. eigenen Mitteln (hät- ten: wir deren nieht?) dazuthun.‘“ Warum? Die ' Zahl‘ der natürlichen Familien mufs möglich ver-

einfacht und nicht. stets vermehrt werden, wie:

dies die Herren St. Hilaire etc. zw thun für gut

finden, wodurch fast so viele Familien, als Ges

nera entstehen. Später kann eher wieder etwas

dazu gefügt, werden, jezt nur nicht, wo das

*

ganze Gebäude noch auf keinem festen Grund

yuht.

Ich halte es für nöthig, genauer, als seither

drauf zu merken, welche Pflanzen nicht nur

einzig-innerhalb der europäischen Gärten, son-

dern-auch'in den asistischen, afrikanischen, anies rikanischen .ete;: zumal in den Gärten der Urem- wohner. gezogen werden, ohne ‘dafs man ihren

Standort im .Freyen in jenen Ländern nachzuweis-,

sen.im Stande ‚ist. Vorzüglich ist die oxientali-

@

a1 sche Gartenkunst reich an solchen Gewächsen, und das: habitat in India oriertali, China, Japo- nia, oft nur von den Gärten dieser Länder zu verstehen.

Sollte nicht bey manchen eultivirten Pflan- zen eine Ueberlieferung aus einer antidiluviani- schen Vorwelt denkbar ‘seyn, da ihre wilden Stammältern sich nirgends mehr" nachweisen las- sen, wie z. B, bey Oryza sativa, Mangilera

'indica, Zea Mays und Garica Papaja?

Die Abänderungen von Canna indica L. die Willdenow in Sp. pl. unter inıNca stellt, sind mir nichts als Gartenyarietäten; ‘dies scheint auch Boxburgh in Asiitie Rescarch. Vol, XI. pı3ae, zu meinen. Die Speeiss Canna indica seihst kommt wahrscheinlich nirgends mehr im wilden Zustande vor, wie Canna glauca et, Canna. patens und C. lutea Aiton vereinige ich zu einer Species, Canna coceinen Roscoeo (C, indica y coccinea Willd,) Hab. in India occidentaliz Wohl auch nur Gartenspeoies! Wo stammt sie her? Kam. sie aus den westinlischen Gärten in die europäischen , oder ist ihr Vorkommen in ‘Vestindien nur Vermuthung? Dergleichen Tra-

gen hat man bisher für überflässig gehalten. Ich

"bin andrer Meinung, und auch sehr dafür, dafs

Botanik und Ziergärtnerey einander die Hand bie- ton, doch weit enfornt,, beyde für synunynı zu erklären, -

0

42 © u 2 Thopezia tordata Hornem., mir nur Gar- tenvarietät von L. mexicana. -

Centranthus orbiculatus Röm. et Schult. ist mir nur Varietät von C. Galeitrapa.

Salicornia ambigua Michaux, ist mir die amerikanische Form. yon $. fruticosa, dagegen Salicornia vadicans Smitb, durch Localum- stände geschaffne Yarietät von $. fruticosa.

Mit .Corispermum hyssopifolium L. ist ; man in neuesten Zeiten unbarmherzig verfahren: Es wird bald ganz aus den Herbarien und Flo- ren verschwinden. Hitaibel hat es selbst aus Ungarn vertrieben! .Sein C. nitidum gehört wohl dahin, so wie Pallas ill, pl. imp. ross. t. 50. Corisperm, caneseens Kit. und C. interme- dium Schweigg. vereinige ich. . So halte ich auch Corisperm. sıuarrosum Röm. et Sch. (an Linn?) und Corisp.. pungens Vahl. nec Sari, für'eben diese durch Glima und Localitäten ver- änderte Pflanze. ' Eine Monographie der Sippe Corispermum ist ein hotanisches Bedürfnifs.

. Pilanzen, die so häufig und leicht abändern, als z. B, Callitriche aquintica Smith. verdie- nen, dafs man ihnen allenthalben nachspüre ; und vm hey Europa stehen zu bleiben, sich trockne Frxemplare derselben mit genauer Angabe der Beschaffenheit des Bodens, worauf sie wuchsen,

yon Cadix bis Hasan, von Tornea bis Syrakus zu verschaffen suche. Diefls gehört bey dem Eifer,

+

| Be #5

womit man allerwärts die Pflanzenjagd bhetreiht,, nicht mehr ins Gebiet der Unmöglichkeiten, und es wäre vorzüglich Sache gelehrter Institute Cder botanischen insbesondere,) durch ihre Corre- spondenten und Mitglieder, oder ‚durch reisende : Botaniker, für dergleichen in Menge .in einem Gesellschafts - Herbarium vorhandne Exemplare und Abänderu ungen ein und derselben leicht: ab- ändernden Pflanze zu sorgen,

Blitum capitatum Krok, Fl. Siles. I. p. 5. halte ich für Chenopodium rubrum. Wir wissen alle, dafs Bäume und Sträucher durch .die Hultur mehr, als andere Pflanzenformationen zum

N

Ausarten geneigt gemacht worden sind; warum soll. te Olea satira. Hofmannsegg von OÖ, Olenster" desselben der Species nach so schr verschieden seyn, dals man die Abstammung der erstern vom letztern nicht nachweisen könnte ? Ich würde | ‚Olea Oleaster als Normalspeeies festsetzen und sativa als "B. damit vereinigen, Der Grund der Trennung: „, cum alias plantae cultae pubem squar mulasve facile exuant‘* (s, Röm, et, Schult. syst, veg. I, p. 59.) ist recht artig, besticht mich aber ‚nicht, Die Lindische Benennung Olea cu- ropaea müfste natürlich die bleibende seyn. WYar- um? Antwort; Für Linne soll man überhanpt schon. als Botaniker Achtung haben; diels ge= schieht nun aher nicht, wenn man seine systema- tischen Namen aus dem System verbannt, mei-

1

44 E

" nend, sie seyen theils trivial, theils bezeichneten sie den eigenthümlichen Charakter zu wenig. Aber. der Name thut nichts zur Sache, Er ist ein lec-. - rer Schall, Der Sinn liegt tiefer! Manche Pota- niker hingegen verlieren über soleher Wortklau- berei das höhere Ziel aus den Augen, und helfen so das Fafs der Danaiden füllen, indem sie wäh- nen, sie hätten sich aufs höchste um die Wissen- schaft verdient gemacht.

Phillyrea virgata Willd. Linck. (ligu- sirifolia Tlöm. et. Schult.) ist mir der wilde Strauch von Ph, inedia Linn&, woraus durch Kultur Ph. media Ait. Kew. Willd. En., Ph. pendula Ait. Ph. racemosa Link, und Ph. oleaefolia Willd. entstanden sind. Ich ziehe zu dieser Ph, virga- ta, die ich Phillyrea media’ Linnei neme, auch Ph. latifolia et media Lap oyrouse plant. des Pyren, P- 4%

Dlea excelsa Aiton. eine Varietät von O. sativa Holmannsegg, 59 wie Jasminum humile Gartenvariet tät von J. sdoralissimum, -

Syrinz ga chinensis steht zwischen $. vulga- pis und persica mitten inne. Diese Gartenspecies von der ich g glaube, dafs sie sich nirgends wild ändet, ist wahrscheinlich aus den chinesischen Gärten nach Europa gebracht worden. An planta hybrida von $. persica, mit der sie am näch- sten verwandt, und $. vulgaris? Ich bin ge-

\ <

45 neigt, auch die Syringa vulgaris für ein Find der Kultur zu halten, So viel ich weils, ist den Lilac seit sehr langer Zeit in den Gärten derPer- ser, Syrer, und später der Osmanen einheimisch gewesen, ohne in jenen ‚Ländern im eigentlich wilden Zustand vorzukommen.

Veronica ferenulata ist mit V. australis. Schrad, verwandt. Wo wächst sie wild? Bey der teutschen Gartenspecies der ährenblühenden Abtheilung der Gattung Veronica ist mir das: habitat in Europa ausirali so gut anstölsig, als bey Bernhardi’s aus Varietäten von Solanum nigrum L. geschaffnen Species. Ich wünschte, es hätte dem trefflichen Schrader gefällen, in sei- ner Monog. Veron. spicatar. Das Nähere über die Standörter mancher seiner ährentragenden Ehrenpreisarten mitzutheilen oder gradehin ein- zugesiehen, dals sie in diesem oder jenem botan. Garten kultivist wurden.

Veronica elatior Ehrh. und V, ambigua - xigens Mart, sind mir Gartenyarietäten von longifolia.

Ich halte es für gut, die Veronica media Schrad. der Veronica longifolia L. als Unter=, species zu nähern. Ob diefs auch mit Y. foliosa "WE, vathsam wäre, wage ich jetzt noch nicht zu entscheiden, daich sie noch nicht in loco natali beobachtet habe.

40

Anders hat der ökonomische oder Gartenbo- taniker, anders der systematische Botaniker zu verfahren. jener kann und mufs da tremnen, wo letzterer möglichst vereinigen mufs;

ich habe die Veronica spicata Linnei an mehr als einer natürlichen Stelle beobachtet, und sie als Planta polymiorpha erkannt, deren Gröfse, Blattlorm; Stellung der Blätter ete. kurz deren mehr oder minder vollkoimmne Entwickelung sich nach dem Boden, der öffnen oder gegen diese und jene Winde geschüzten Lage u,s. w. richtete. Leider ist diefs derselbe Fall mit dem filzigen Ueberzug (tomentum) der Pflanze, indem er sehr dem Wechsel unterworfen Zu seyn scheint. Die

Diagnosen der Veronica spieata; Röm. et

Schult.; Clusii Schott ü. menthaefolia Schott scheinen mir noch Zu schwankend. Jenseits der ‚Alpen wird wohl unsre Veronica spicata (eben so die nordfranzösische im südlichen Frankreich)

allenthalben nm Veronica Barrelieri Röm. et

Schult. übergehu. Veronica hybrida Röm. et Schult. halte ich für Ver, spieäta von feuch- tem fruchtbarem Standort. Die Zerfällung der Veronica spicata Linnei in mehrere Species

bringt mich nochmals auf den Uebelstand zurück, .

dafs unsre meisten Botaniker aus Vorliebe zur Vermehrung der Pilanzenspecies, diejenigen, wel- che Linne wahrlich nicht ‘ohne philosophischen Scharfsinn festsetzte, nach den verschiedenen Cli-

47

maten in eigne selbsiständige Species zu zerthei- len für gut finden. Um nur ein Beyspiel anzu- führen, machte Willdenow aus den Linnei- schen Alpenpflanzen Lapplands und denen des mittlern Europa gröfstentheils verschiedene Spe-

cies. Diese Trennung entstand jedoch nur ‚durch Vergleichung der äulsern Merkmale: Willde--

now hatte die trocknen Exemplare seines Her- bariums, Linnes kurze Beschreibungen und _ wenige Abbildungen bey jener Arbeit zur Unter-

stützung. Wahlenberg, der beide genannte Ge- |

genden an Ort und Stelle untersuchte, fand. da-

gegen für nötbig, die meisten von Noxrd« und |

Mitteleuropa nur als Varietäten: zu sondern. Auf Lappländs Alpen herrscht bey einem sehr langen Tageslichte im Juny, July, August ein fäst stets wolkenfreyer Himmel; die Luft ist trocken; Re- gen sind selter. Natürlich muls dieses sorinige Sommerelima anders auf die Pflanzenbildungen einwirken, als das feuchte, nebliche der südli- ‚chen Alpen; zuinal des innern Granitstocks. Aber den Botaniker, dem es mehr um den Ruhm sei- ner Wissenschaft, als um seinen eignen. zu thun ist, können diese oft geringen. Abweichungen unmöglich bestimmen, neue Arten zu schaffen, ‚viel weniger dazu berechtigen. _ Nicht nur das Pflanzenreich bietet, solche elintische Abänder- ungen dar, soidern auch (las Thierreich, Viele Säugihiere erscheinen im Norden und auf Inseln

48

Weiner und schlanker, grade wie viele Pflan- zen, so auch anders gelärbt. Die Tagfalter (Pa- piliones L.) des südlichen Europa unterscheiden sich von denselben Species, die im nördlichen vorkommen, durch ansehnlickere Gröfse, Ichhaf- 1ere und anders vertheilte Farben, ohne duls gründliche Entomologen eigne Species daraus machen, und diefs allein den Insektenh ändlern überlassen. Der Haussperling evscheint jenseits der Alpen minder dicht ‚befiedert, kleiner und des Männchen hat seine bläulichen Kopffedern ‚ganz eingebüfst. (s Teminck Manuel d’orni- thologie d’Europe p. 211.) Hein denkender Or- nitholog wird de;halb eine besondere Art dar« aus machen. Wollen wir Botaniker uns von den übrigen Naturforschern beschämen lassen? Veronica pyallida Horn. ist mir nur Ya vietät von V, gentianoides, und eben so lasse ich Veronica nummularia Gonan nur .als Varietät von V. saxatilis gelten. In keinem botan, Haupt- werke finde ich bey V. Bellidioides das schlesisch "'böhmisehe Riesengebirge als Standort angegeben; doch kommt diese Pflanze ‚an dem Gipfel ‘der Schneekoppe daselbst, und an den Rändern des kleinen Teichs vor, Hingegen fehlt Veronica frulicosa L. auf den Sudeten gänzlich, und ist daher dieser Wohnort in RB, et Sch. Syst. vogel. - auszustreichen. Frhr. M. von Uechtritz.

Flora

oder

Botanische Zeitung

PTR

Nro.4, Regensburg, am 28. Jan, 1819. .

mann 10

L Aufsätze Achitonium (Staubkugel) eine neue Pilzgattung; vorhergelagt von Herrn Dr. Nees v. Esenbeck, und gegründet von Herrn Dt. Gustav Kunze

De obengenannte geistreiche Verfasser des Sy-

stems der Pilze und Schwämme äussert in der Anmerkung zu der Gattung Aegerita P. p.

‚Tolgendes: „Es wäre möglich,. dafs auch noch

.n runde, freye Staubpilze, gleich den Fusidien

„entdeckt werden. dürften, welche sich in diese „veredelte Bildung (Aegerita) gleichsam fort-

„setzten. Die Entophyten reihen sich nie die

„.rect, soriderä nur indireet an die freyen Pilze

‚ar.‘ Diese hier geahnete Elementargattung der

freyen Pilze habe ich in imehrern Arten aulgefun- den, Achitonium (rom « privativo und X

rwv oder Xrmon tunica,) benannt, und folgenden einfachen Character dafür entworfen.

Sporidia globosa, pellueida, incum« bentia. Kleine, kugelige, durchsichtige, (dh. oo D

50 . . innwendig leere) Körner, weils, oder doch von hellen Farben, gelb, roth, liegen ohne bestimmte Form, bisweilen in Häufchen.. oder Kugeln, bis- "weilen auf einer Fläche, verbreitet, ohne alle Be- deckung oder Umgebung, und höchstens durch pflanzlichen Schleim festgehalten, auf Erile, Moos, Kiefernadeln, oder auf der veralteten Rinde von Schweizerkäse, .Durch das Trocknen "verändext sich. die Gestalt nicht, aber die Farbe verbleicht. ‚In Achitonium stellt sich das. vegetabilische In-

-fusorium noch. reiner ‚dar, als bisher in ‚Fusi- en Ik, Die Gattung verhält sich zu Uredo

P. CCacoma Lk.NE.) wie Fusidium zu rm .to sporium mihi. Als Repräsentanten führe ich solgende Art auf:

“A aci cola: "Yarkum, subglobosum, ‚aurantiacum,

acubus ineumbens.- Auf Nadeln der Pinus syl« ves tris bey Leipzig im fenchten ‚Frühsommer.

Einige Linien grofse, orangefarbene; eine unbe-

"stimmte Kugelform ‚zeigende Convolute sehr einer Sporidien. u

Die übrigen. Arten werde ich, ‚künftig ' ge- nauer beschreiben.

U. Corrospondenz,;

ı. Leyden. Ich hatte heute eine mir so in- teressante Untersichung einer Art Scabiosa un- sers Gärtens, wohei’mich alle meine neueren Au- toren im. Stiche liefsen, und zuletzt der alte Va-

‚51 . . ier Bauhin:so: Schöne Erörterung ‚gab, dafs ich“ nicht umhin kann, sie Ihnen. mitzutheilen, Zuerst

E meine Beschreibung; : Exemplare sollen, folgen.

. Radix lignosa,'parum ramesa, pallide fusces- -cens, ' Caulis isuffruticosus, ikasi .lignescens et fa. «mosus wamnis: löngis diflusis, teres, ‚glaber, bipe-

-dalis: et:altion.s: Folia inferiorr in caule. et. ramis - junioribus .dawehto - laneeolata;: Intiso - serrata; su-

' pexiora‘lyrato -pimmatißida, -Tacinüis.. lateralibus Lan- 'gustis, lingaribus, omnia.’glabra, : subtus .vig. 'pu- bescentia.: "Pedaunculi axillares, longissimi, laeves,.

- aniflöri.i Flores Tere- megnitudine' Soabiosae

" atroperpurene. "ıCalyx Sommunis polyphyllus, fo=

“Lolis Iinearibus; basi eiliatis,: Nore- longioribus.

«-Calyx' pröpriusduplex,: exteiiör menıbranaceus,

„apice-Plitatus, interior: e setisuiguingue fuseis Ion-

Egitndinexeöröllae compositus... Cbrollulae-in disco

2 Noris: "tübolosae; quinquehdae;, laeiniis:subaequali= .

scbus; ideradio trregulares; laeinlis: exterioribus ma-

joribus,Toinmes: extus pilosae, | in 'aliis individuis

-mubellae in alits -atro-purpureae. <:Staming.albida,

- primum reflexa, demum evectä; 'corolla:longiora,

".Antheräe colore coröllae. "Stylus longus ‚uber,

:'stigmate rubro.. Fructus capitülum refert ex oVa- ‘to subyloboöstm, "Receptacülum conieum, yiripa-

rum, ubique novos emittit peduneulos 'saepissime iterum Pproliferos' paueisque foliolis- instructos«. Se

'mina tetragona, sulcata, villosa, calycea mexibra« 'nateo plicato goronata,

: Da

.

52. A

* Plants hyemem in Depidario dgl et‘ ‚per t0-

tum -fere annum floret.. . Seabtosa prolifers H ermanni Parad. Ba- MAY. Pe 233, quae a Willdenovio et ‚Autori- . bus. recentioribus ad.Scabiosam ;proliferam ci« „ratur, a planta nostra plane recedit: „‚tloribus 509- 'i „sülibüs flavis, foliis integris‘*" ete, ‚et; haec. quo- - que in catalogis- horti 'nostei ab IL. b._Herman- “nisuceessoribus,.b. Boerhario ac.b. Royeno --elaboratis, :non, reperitur. Ad Soabiosam nostram vexrp-pertinere mihi videtar: Bu : 3) Scoabiosä -prolifera L Bauhin P, IL. p.5 ..: 9 Nunguam sponte..:nascentem .conspexi -inquit : ;GClüsius Scabio.sam, quae.mihi in cul- - „tiaribus :Belgieis hortis.obseryata,. Noribus “u Her. purpureo anbeaeruleis in caput ‚kongestis, „ad cujus Jatera_ in orbem "£undebantur multi „longiusculi petioli, .e-quibus depewdebant .alii =. unknlores: flores,.'majoribus colore.similes et . »ex his interdum, etiam tertii sed imperfecti. st: 9 Primis floribus ‚succeäehant seminakS cabio- tn, nae V. (quam $, glabram foliis camnosis di- 2.0 9ylmus) simili.. Badix sublisca. et Multis,

# 1:

w D . e, » \ “3 .„ühris praelita sed non vivax“?. Haec.om- ‚aia:. eongruunt cum plantis nostris ‚praeter ‚ea

1... gquae de radice dixi. -

2) Seabiosa prolifera Wabernem: p: 549. Zu nam. Tobel, Jeun. 539. 4) m m indiea prolif, Sutherl, II. Edinb,

53.

Ich wünschte sehr; zu erfaliren; ob diese Pflan-.. ze schon irgendwo beschrieben ist, und würde, ' wenn diels nicht. der Fall wäre, den Namen .S.- vivipara*) vorschlagen, weil die Neuern unter’ Sc. prolifera die Herrmann’ sche Pflanze’ ver. E stehen. rl

(Sollte diese Art vielleicht durch die Kultur‘ ‚aus $. atro - purpurea und S. eolumbaria hervor- 2

gegangen seyn?) Dr. Friedrich Ne eos.

. 2%. Raibl im Kärnthner Gebirge. Meine An-, kunft in Wien erfolgte am 20. April, also nach: frühe genug, um der österreichischen Frühlings- tlora huldigen zu können, was mir um so leich-: ter wurde, als die freundschaftlichste Aufnahme bei mehreren Wiener Naturforschern, an die ich mich stets mit. dem innigsten Dankgefühl erin- 'nern werde, so wie .ein fast ununterbrochen schö- nes Wetter mich dabei unterstützten. Unter meh. reren kleineren und gröfseren Excursionen zeich- neten sich besonders zwei aus, von denen die eine in Gesellschaft des verdienstvollen Hrn. Gar- teninspectors Schott in die botanisch-Klassische- Gegend von Bertholdsdorf und der Briel gemacht wurde, auf welcher ich nicht nur durch die Güte ‚des Hrn, Schott .die speciellen Ständörter vieler seltenen Pflanzen kennen lernte, sondern auch. ausserdem manches Interessante über die östreis

*) Scabiosen met Kinderckens, Belg.

54.

chische Pflanzenwelt "durch seine: gefällige' Mit. theilung erfuhr, was er bei seinem. ungrmüdeten Nachforschen 'seit mehreren Jahren beobachtete Die andere Excursion. war eine kleine Tieise nach dem. Schneeberge, wo Herr Mayer die Güte hatte, mich zu hegleiten und zu führen, dureh welchen Sie zweifelsohne schon etwas Näheres dar- üher-werden erfahren haben. Der Bekanntschaft, und Freundschaft dieses eben sa liebenswürdigen, als eilrigen Botanikers verdanke ich so viel, dafs ich hauptsächlich dadurch bewogen wurde, länger in Oestreich zw bleiben, als es anfangs i in meinem Plane lag, und somit’ erstı am 29. May Wien ver- "liefs und durch Ungarn und Kroatien dem adria- schen Meere zueilte, Die botanischen Bemer- kungen, die ich auf dieser- Reise, besonders am Neusiedlersce und um Ag gram "machte, werde ich. in Zukunft Ihnen mitzutheilen, mir die Freiheit nehmen.

Es war am ı6. Jun. als ich beider letzten

Poststation vor Fiume zuerst die Vorboten der

südlicheren V egetation, Genista sylvestris Scop, Digit alis fuscescens Waldst. et Kit, Sero-

phularia canina, Satureja mentana, und mit

ihnen das Meer erblickte, welches bei Fiume ei- nen herrlichen Meerbusen, den Golfo del Quar- nera bildet, der von Istriens und Kroatiens Kür sten, so wie van den Inseln Veglia und Cherso umgeben ist, In dem freundlichen Fiume nahm

55

ich nun Standquartier, und fand ‚bei dem Herrn Giacomo Giotti, Wirth zur ungarischen HKro. ne, gutes Logis und gute Bedienung. Die ersten acht Tage meines Aufenthaltes wandte ich fast le« diglich dazu an, die Gegend kennen zu lernen, und mich im Allgemeinen mit der dortigen Flora hekannt zu machen, die unstreitig zu den inter- essantesten und reichsten in Europa gehört. Die felsige Meeresküste besitzt, ausser den fast allent- halben wachsenden Salzpflanzen, eine solche Men- ge von Seltenheiten, dafs schön ihre Aufzählung eine Seite füllen würde; nur Statice reticulata, Vitex' Agnus, Alyssum maritimum, Erige- ron glutinosum? und Smilax aspera möchte ich Ihnen nennen, die dichte bei der Stadt ai Siopi wachsen; weiterhin gegen Volosca entdeckte ich den Asphodelus liburniecus Scop., häufiger wachsen dort Teucrium Polium, Melampyrum barbatum Kir? Eryngium amethystinum, Jun- cus acutus u. a. m, Auf den zunächst am M eere liegenden felsigen Hügeln, die zum Theil mit Weingärten bedeckt sind, wachsen Salvia aflie einalis, Zizyphus Paliurus, Serophularia ca nina, Meliea- ciliata mit And vopogon Gryllus in unendlicher Menge, unter die sich Geniau- rea splendens, C. rupestris, Gnaphalium Stoe- chas, Ononis iinutissima und reclinata, so wie mehrere Medicagines mischen. \WVeiter land- einwärts giebt es viele buschige Thäler, die oft

56 - sehr fruchtbare von Insekten wimmelnde Wiesen- _ Slecke haben, wo wieder eine ganz andere, ob-. gleich mehr der teutschen ähnliche Y »getation ist, . doch hat gerade diese Region viele Eigenheiten, wohin wohl besonders Digitalis laevigata W. et K,D. fussescens W. et i., Campanula graminifolia, Illecebrum Paronichia gehören. - Die Reihe dieser Seltenheiten beschliefsen nun, 'wenn man aufwärts steigt, Genista sylvestris und - Gentiang Iutea, Es beginnen alsdann zwei bis vier Stunden vom Meere in einer ‚Höhe von 2000 bis 3500 Fuls die ungehenern Wälder von Kroa-. tien, welche die Gränze der südlichen Flora aus- machen, Diese wenigen Bemerkungen vorläufig, über das feste Land in der Gegend von Fiume, wel-

ches ich vom ı6. bis zum 26, Jun. und vom 5. bis

'a4, Jul, durchstrichen habe, Die Zwischenzeit war

den Inseln Veglia, Cherso, Öserp und mehreren andern kleinern gewidmet, deren Untersuchung für'mich um so wichtiger war, weil auf ihnen

erst die Flora, von Südeuropa beginnt, denn selbst um Fiume kommen Phillyrea media und Lau- vus nobilis nur verkrüppelt vor, und Philly- rea latifolia, Myrtus communis, Arbutus Une- do, Erica arborea, Quercus Jlex, Pistaria Lentiseus, Spartium junceum, welche besonders auf der Südspitze von Chersa die dichtesten Wäl- der. bilden, fehlen ganz. Leider war der auhal- tenden Dürre und, des frühen und heissen Som-

57 mers wegen die Zahl”der noch zu erkennenden oder noch blühenden krautartigen Pflanzen ge- vinge, Die wichtigsten, welche ich sammelte, wa- ven Genista hirsuta, Gonvolvulus althaeoi- des, Echium italicum, Buphthalmum mariti» mum, Lotus eytisoides? Hyosciamus albus,: mehrere Euphorbiae, Statice reticulata, Sti. ‚pa Aristella, Satureja rupestris, Alyssum cre= . Hcum? Carex extensa, Pelypogon monspelien- »sis und einige mir noch zweifelhafte,:

Nachdem ich von den Inseln zurükgekehrt, und in Fiume noch bis zum 25. Jul. geblieben ' war, gieng ich in einem Tage nach Triest, wo ich nach dem Beispiel meiner würdigen Vorgän- ger des Herin Prof. Hoppe und Dr. Horn. schuch auf dem Hwndsberge wohnte. Da um diese Jahrszeit weder der Harst, noch die Busch- wälder um Triest viel Interessantes lieferten, so besuchte ich hauptsächlich die Salinen und: die Sümpfe bey Duino und Monfalcone, ‚wo jetzt alles in höchster Ueppigkeit vegetirte und blühte. In Ronchi di Monfalcone hatte ich das Vergnügen, ‘den Hrn. Abbate Berini kennen zu lernen, wel. cher in botanischer Hinsicht sehr genau seine Gegend kennt, und der so gefällig war, mir die _ Standörter der seltensten Pflanzen zu zeigen, worunter besonders Apocynum venetum, Soa biosa maritima? Stachys maritima, Spartine- sivieta, Oenanihe gymnoxhyza Brig. mich er '

58

freuten, Auch ist Garpesium ahrotanoides um Monfaleone, so wie Erythraea spicata um Dui«- no nicht selten; Cyperus Monti und longus wuchsen in allen Gräben.

Am 20 August verliefs ich auch "Triest, "nachdem ich noch kurz zuvor einen Ausflug nach Pirano in Istrien und die nicht weit davon ent- legene Punta di Salvore gemacht hatte, wo vor kurzem ein schöner Leuchtethurm erbaut ist; in dessen Nähe ich wieder Statice reticulata fand, so wie um Pirano häufig Helminthia echioides vorkam, Meinen Rückweg, nahm ich über Görz uud durch ‚das Thal des Isonzo, an welchem Flusse ich bis an. den Predil hinwanderie, einen zu der mächtigen Kette von Kalkalpen gehörigen Berg, die Rärnthen von Frain und Italien iren- nen, über welchen die Strasse nach Tarvis führt, Gewifs verdient das Thal des Isonzo und seine Umgebungen (die Tolminer - und Wocheineral« pen, so wie die hohe Dergkette, welche die Graf- schaft Görz von der italienischen Terra firma ivennt} häußger besucht zu werden, als es bis jetzt geschah, und besonders dürfte es einem Bo- taniker volle Beschäftigung: und reiche Ausbeute geben. So wachsen Scabiosa ‚graminifolia, Hieracium porrifolium, Eryngium amethy-. stinum, Celtis australis, Adianthum Car pillus um Görz his Woltschach, zum Theil: auch noch | weiter aufwärts, wo Saxifvaga cuneifolia und erus

50 stata, Äsper ula longiflora Hit. bis ins Tha l her- absteigen; bei Klitsch ist Epilokium angustissi- wmum nicht selten, so wie am südlichen Abhange des Predil nech S atureja montana vorkommt,

Auf der Höhe des Predil empfieng mich das Alpenklima mit kaltem Nordwinde und Regen, da mich durch das Isonzothal die warıne: italienische

. Luft begleitet. hatte; ich. war defshalb gezwungen, nach Raibl hinabzueilen, einem Dorfe, welches -in einem nach ihm benannten, schon durch Wul- ‘fen bekannt ‘gewordenen Thale, aber doch so hoch liegt, dafs sich die Region des Krummhol- zes und der Tihododendren noeh viel weiter hin- ab erstreckt, und wo ich ‚das Vergnügen hatte, an dem schr seltenen Tuncus stygius einen neuen. Baytrag zu Teutschland Flora zu finden, Da’ ich hier einen warmen. Öfen nach teutscher Ge- birgssitte, und draufsen stürmisches Regenwetier antraf, so erhalten Sie von Raibl diese wenigen Bemerkungen über den hisherigen Verlauf mei- ner Reise. Nun mufs ich noch hinzufügen, dafs ich, wahrscheinlich schon in drey Tagen Heilig en- blut erreichen werde, wo ich, wie es im Früh- ‚jahre zu Regensburg verabredet wurde, den Era. Prof. Hoppe zu treflen hoffe, von dessen Güte ich es erwarten darf, dafs er mich mit seinem Heiligthume der höchsten Alpmflora, die er so lange imermnüdel durchforschte, hekannt machen wird. FT, Bartling.

Ä

0 M. Botanische Notizen. ı. Versammlung der K. B, Gesellschaft am 7. Januar.

Herr Director eröffnete dieselbe mit einer Hede

zum Andenken des Höchstsel. Fürsten Carl Dal- berg, Erzbischofs von Regensburg, dessen Ge-

dächtnifs durch seine vielfälligen Verdienste um die Gesellschaft in ihrer Mitte unauslöschlich ist,

- und nach einmüthigem Beschlusse jedesmal in der _ ersten Sitzung des Jahrs gefeiert werden soll. Der

Bedner verweilte mit herzlicher Dankbarkeit "bei dem verdienten Lobe des Höchstseligen, wel- cher der Gesellschaft nicht allein die festesten Grundlagen ihrer orneuerten Existenz wirklich gewährt, sondern auch forthin die thätigste Bei- hilfe bestimmt zugelichert hatte. Indem er je- doch den Verlust ‚dieses erhabenen Wohlthäters betrauerte, eröffnete er die heitere Aussicht auf den beruhigenden Ersatz, den die Gesellschaft von unserer alles Gute eifrig befördernden. Re- sierung zuversichtlich hoffen darf.

Herr Secretär übergab ein in französischer Sprache abgefasstes Schreiben des Herın Grafen von Bray, Präsidenten der Gesellschaft, d. d. Rom den 1. Dechr, 1818. welches die botanischen Bemerkungen enthält, die der Herr Graf auf der Reise nach Italien gemacht haben. Da dieses Sehreiben sehr interessant, "und in einem ange- nehmen Style abgefafst i ist, so beschlofs die Ge-

‚61.

sellschaft, dasselbe in einer eigenen Beilage zur Flora ausführlich abdrucken zu lassen. . ...

Herr Director machte weiters den Antrag, dafs, da die Gesellschaft nach ihren Statuten bis«

‚her in, der. Regel nur. zwei Classen von’ Mitglie- dern, die der ordentlichen und die derEhren - Mit-

„glieder 'geliaht habe, eine dritte nach dem Bei- spiele andrer gelehrten Gesellschaften möchte er- richtet werden, nämlich die. der correspo.n- ‚dierenden; Mitglieder. Unter diesem. Titel seyen demnach alle auswärtigen wirklichen Bota- niker, die 'die Zwecke der Gesellschaft unmittel- bar zu befördern streben. würden, aufzunehmen,

‚und der Titel, Ehrenmitglieder fortkin solchen Personen:.zu ertheilen, die mehr durch Stand,

: Ansehen und: mittelbare Unterstützungen die Zwe- cke der Gesellschaft berücksichtigen würden, so wie der Titel ordentliche Mitglieder für wirk-

«lich- in Regensburg anwesende Botaniker, oder

- auch für diejenigen auswärtigen, ‘welche bereits

hei ehemaliger Anwesenheit,. als Eleven der.Ge=

sellschaft aufgenommen. waren, ferner. heizube-

halten. sey.. . x

‚Folgende Personen wurden. zu Mitgliedern aufgenommen? a Cobxespondirende Witglieden

Herr Dt. "Fried. Gottlieb Bartling in Göttingen. „— Gustav Heinrich Bauer, Apotheker in Pirna, Di. Grebel, in Leipzig.

02 | Herr Ernst Groh, Apothekex in Dresden. Dr. Kaulfufs,'in Halle, Dr. Joh. Georg Christian Lehmann, Prof. in Hamburg. „— Georg von Martens, königl. würt, Ober- Justizsecretär in Ulm. Ernst Heinr, Fried, Meyer, Dt. in Göttingen, „— Di. Schubert, in Leipzig. „— Dr. Eimst Steudel, in Esslingen. 2 Dr. Joh. Aug. Tittmann, kön. sächs, Berg- 'rath in Dresden. -

Dr. August Weihe, in Münnighöffen.

= Heinr Ludolph Wendland; in Göttingen.

Frau Adolphine Wilhelmine Antonie Wilbran d, $eborne von der Decken, in Giessen.

‚Hexer Dr. Joh, Bernh. Wilbrand, Prof, in "Giessen.

% Ordentliche Mitglieder:

Herr Apotheker Opitz in Erlangen, bisheriger ..Eleve der Gesellschaft. i Wilhelm Raab, Apotheker in Regensburg.

- .. Vorgelegt wurde:

ı. Für die Gesells chafs-Bibliothek. "»Monographia de Potentilla, praemiss. non- nullis obser. circa Familiam Rosacearum, Aucto- re C. G. Nestler und Index plantar, quae in hor- to Acad. Argentin. anno 1817 viguerunt, als Ge-

schenke des Herın Verfassers Prof, Nestler in Strasburg,

63 Sturm Deutschl, Flora. Cryptogamie, ıbtes Heft, als Geschenk des Hın. Verf, Für die Flora. ' Grundzüge zur Diagnostik der Arten’ in der Gattung Juneus. De nova plantarum eumpositarum ordine dis- j ‚sertatio "Marina L a Gasen. "Einige Bemerkungen über die gegenseitige Nerirandtchaf der verschiedenen Pflanzenfrüchte. ‘Plantarum rariorum Siciliae minus coguita- zum pugillus primus, 2. Iu der italienischen Zeitschrift: Biblioteca italiana’ oskia giornale' &i Lilteratura) Scienze ed Arti, 'cömfilato da vari Letterati. Tom. V. Anno secöhdo; kömmt in Nro, XI, die Nachricht und Beschreibung einer neuen Campänulü- Art vor, welche die Pflänzenforscheitn Signdra Per pP enti in I Palsasina auf dent "Berge Codeno ind im "Thale Tro mpia fand. "Diese neue Rlockenblu- me’ würde zu Ehren ‘Sr, kaiserl, ‚Hok: des‘ Herm ‚Erz herz zogs Rainer, C ampanula R aineti ‚genannt, u Die Entdeckerin. dieser Pflanze ‚giebt ‚folgende Beschreibung. dävon: Radiei steiscianti, , ‚stollonifere, perenni. Fusti molli, ‚semplici,. pelo- ‚si,.unillori, di.circa due pollici. Foglie ellittiche, ‚pelose,, dentate, ‚pieeivolate, alterne, Calice a cin- que-divisioni, Corolla eerulea, il doppio maggiv- - re del calice. Dieser Beschreibung ist auch eine Abbildung beigefügt,

64

WW, Anzeige

für die Subseribenten zu meiner Mono- graphie der krautartigen Asterm,

1. Ich habe nun eine solche Anzahl von Sub- scribenten vor mir, dals meine Monographie der Asstern, nach äcm in Nro. 8. der Flora und durch eine besonders gedruckte Ankündigung be- konnt gemachten Plan, sich auf den Preifs von ungefähr 44 fl. rheinisch für ein Exemplar berech- nen läfst.. Da ich mir. aber vorgesetzt habe, Jen Preifs von höchstens 25 fl. nicht zu übersteigen: so bitie ich die etwanoch unentschiednen Kreun- de dieses: Unternehmens, ihre Theilnahme auch laut werden. zu lassen, damit ich wenigstens, in. dem

nächsten Hexbste zur Bearbeitung der Kupfertafeln

schreiten kann, Mit herzlichem Dank für so man- ,

chen sprechenden Beweis vol thätiger und wohl- wollendex 7 Theilnahme an dieser Arbeit

Dr. Nees von Esenbeck, .. Enumeratio plantarum rariorum in Gallia

ustral ‚sponte nascentium quas in usum botani«

corum legit et‘ exsiccavit "Pl. Salzmann , enthält nahe an tausend Pflanzenarten, die Herr Salz« Mann käuflich an Liebhaber,‘ die Centurie A 30 Frances überläfst,' die sich mit ihren Bestellungen an ihn selbst , (Adresse M.M. Lichtenstein et Vialars & Montpellier) oder an Hirn. Joh. Bapt. Ziz in Mainz, oder an Hrn, Jacob Sturm in

‚Nürnberg wenden, bei welchem. auch der abge-

druckte Gatalog zu haben ist.

Flora oder Botanische Zeitung.

ı

Ni. 5, Kegensbuig, am 7. Fehr. 1819. en OO 50

L. Aufsätze,

Ueber Andromeda calyculata L. Von

Herrn Grafen Henkel von Donners- marck.

Au einer Excursion, die der Herr Professor Schweigger in der so pflanzenreichen Umge- gend von Königsberg in Preussen im Jahre ı810 mit seinen Zuhörern unternahm, und der ich beywohnte , brachte ihm einer derselben den Zweig eines Strauches, den der Herr Professor gleich für Andromeda calyculata ansprach. Um die an, sich höchst interessante Entdeckung einer

für die preussische Flora neuen Pflanze zu be-

stätigen, unternahm ich gemeinschaftlich mit mei- nem Freunde, Herren Canter, ‚deren. Aufsuchung im Jahre 1811 zu der Zeit, wo wir ohngefähr darauf rechnen konnten, sie blühend zu finden. Wir wählten dazu einen jener schönen Apriltage, wo die ersten Frühlingsstrahlen der Sonne schon auf den Schnee einwirkten, und bedachten nicht,

s‘ hi [3 dafs wir eben dadurch uns die Suche erschwer-

E

t

60 | Bu u

ten. In der ''hat, wir sanken aller Augenblicke

so tief in den moorigen Boden, dafs es uns bald

ganz unmöglich wurde, weiter zu dringen. Da kebrten wir nach Spittelhoff zurück, versaken uns ein jeder mit zwei Bretieru, und betraten wie» der das sehr weitläuige Moor. Die durch die er- wähnten Bretter erweiterte Sohlenfläche kam uns freilich ungewohnt genug vor ; niehtsdestoweni.- ger wurde uns mittels dieses seltsamen Fufsge-

stells jeder Winkel des Bruches zugänglich, Bey-

nahe in der Mitte fanden wir.in grofser Anzahl die Andromeda calyculata ziemlich häufig und noch dazu in voller Blüthe. Ich entwarf davon folgende Beschreibung:

{

Radix perennis, lignosa, stolonifera, vamosa, fle- xuose repens: Fihris fasciculatis. Caulis fru- ticosus, ramosus, subdichotomus, ex rubro fus- cus; erassitie digit, Mami alterni, divarica- to-patuli, testaceo - fuscescentes,i in parte supe- riore tantum foliosi et Horiferi; apice flexuo- si, corlice cicatrisato, :calloso - papilloso ob-

- dueti. Folia alterna, petiolata, oblong ga, utrim-

que attenuata, apice obtusa,. margine erenula- 'to-reflexa, coriacea, perennantia, ufrinque cal- loso-papillosa; subtus pallidiora, costa, longi-

tadinali fusceseente notata. Juniora sursum £ 5

erecta, rotundiora, ininora. TPetioli breves, calloso - papillosi, iu costam fuliorum - eleya-

tam exerentes. Pedunculi axillares, secundi, uniflori, anthesi, durante penduli,. fructiferi nutantes, Flores decandri, monogyni, secun- di, vacemosi, solitarii, nutantes, albi. Calyx duplex, coloratus, persistens, .extus calloso- payillosus: exterior minimus ex foliolis binis uppositis obtusis inflatis basi connatis bractea- rum instar constat! interior ‚profunde quin- quetidus, laciniis lanceolatis, acutis, copcavis, margine membranaceo albo.ciliatis, apice eras- siore plerumque obscuvioribus, intus- albidis laeviter striatis. Corolla monopetala, urceola- - ta, alba, marcescens; oris quingquefidis, lacinu- lis acutis reflexis. Stamina decem receptacu- lo proprio‘ carnoso ad basin ovarii adfıxa, corolla breviora. Filamenta incurya, alba, basi dilatata, crassiora, ‚apiceem versus: acumi- nata, exarata. Äntherae muticae nutantes, bifi- dae, apice dehiscentes, purpurascentes. apice luteae. Ovarium superum, . quinquangulare, carnosum, subrotundum, e rubro - violaceum, striis quinque viridescentibus exaratum, basi receptaculo proprio carnoso Cinetum, Stylus eylindraceus, suberectus, persistens, stamini- bus longıor, viridescens. Stigma simplex, ob- tusum, erubescens. Capsula quinquevalvis; :(valvis inflexis) quinquelocularis; dissepimen- tis contrariis. Semina plurima, angulata, . ni- tida, fusca, Ea

68

Die Persoonsche Diag gnose, Synopsie IL. p. “4Bı. Nro.2 28. kann nicht beybehalten werden, Ich „schlage daher folgende vor: er e pedunculis' solitariis axillaribus se-

cundis; ealyce duplice; foliis ova-

libüs, obtusis, calloso - papillosis, margine ‘erenulatis,

DE EEE | Pay ‘Cörzespondenz.

'ı, Aus Sachsen. Nachdem zwei der im "Botan. 1 Täschehbuich. auf 1802 beschriebenen Pflan- "gen "bestimmt sind, habe ich 'noch von den beiden andern Rechenschaft zu geben. Das eine, Phy- 'teuma (atropurpuretim) ist nicht das ovatım,- "sondern das wahre nigrum, wie Carlsbader Exgm- plare bewiesen haben. Es ist im Wuchse weit niedriger als Ph. ovatum, und nicht schwarzblau, sendern schwarzroth. Ist es nur eine Varietät,

so gehört sie zu Ph. spicatum. “Das letzte ist nun die Potentilla Cdubia). i Kigentlich ist sie das noch ungeachtet der Nestle- zischeh Monographie. Sie ähnelt am meisten der P. inclinata, wie ich’ sie aus der Schweiz erhalten habe, und der canescens B esser. Nestler ver einizt beide, und dann gehört die Schwarzenber- ger Pflanze ohne Frage auch dazu. Müssen sie "aber getronht bleiben, so lüfst sich nicht gerade 'zu behaupten, dafs sie zn einer oder der andern gehöre. Die P. canescens habe ich. zwar im Gar- ten; aber der Garten ändert schr, wie ich an P.

b

4

09

hirta-sehe, die ich von den.“Sandfelsen des Elb- ufers auf ein nicht gedüngtes Beet versetzte, und. die so grofse und fast ‚50 blasse Blumen bekam, wie P. recta, da sie am natürlichen Standorte‘ Kein und geldgelb. sind. N.,N. 2 Prag. Als ich dieser Tagen über Plan- tago arbeitete, überzeugte ich mich, dafs die Ab. bildung von’ Pl. alpina Tao. hort. vindob. t.. 12ö, und das Synouymum : Holo steum hirsutum, ni- gricans, ‚Bauh. pin. 190, zu PL nigricang- Br. nicht aber au ;Pl. alpina Linn. ‚gehöre, » ZU, dem Appendix meiner Tevisio Saxifragarum sind bereits. ı0' ‚neue. Platen der Vollendung

nahe. Ich} habe. mich--an die Auseinander-. h .

setzung einiger Seorzoneren gemacht; ein La-- byrinth, aus dem, gar nicht, "herauszukommen ist, Herr Dr, Presl brachte mir, die Sc. hirsura des. 'Columna aus. Apnlien,,.. ‚die am. Ende auch nicht, viel anders, .als die villosa des Seop oli und an, gustifolia Waldst. seyn wird, Ist Ihnen, die Monographig, der Potentillen von Horn, Prof, Nestler.in Strasburg, bekannt?, Der Verf, bringt die P., snlisburgensis auch zu P. vexna, was mir schlechterdings nicht einleuchten will.. | ea . Graf von: Sternberg. 3, Strashurg. Die Wiedererscheinung. der hatan, Zeitung, wovon ich, vor wenigen. Tagen 8 Hefte erhalten habe, hat. ‚air unendlich. Freude, gemacht, Durch dieselbe habe ich mit nicht we-

\

10 | u

igem Yerg eintigen, nicht nur die erneuerte Thätig- keit der botan. Gesellschaft, sondern auch die‘ günstige Lage, in die sich dieselbe versetzt fin- det, vernommen. Seit mehreren Jahren ist auch unser literari- scher Verkehr unterbrochen worden, jetzt num wo unser Vatorland von fremdem Joche befreit

ist, können wir, wie vorher, der friedlichen Wis-

senschaft uns widmen, und mit Vergnügen ergrei- fe ich diese Gelegenheit, Ihnen durch diese Zei- len unsre ehemalige Verbindung wieder erinner- lich zu machen. Ich habe schon vor zwei Jahren eine Mono- graphie der Gattung Poten tilla, Cals Dissert. inaugural,) herausgegeben, und habe die Ehre, Ihnen und der hola. Gesellschaft anbei ein Exem- plar zu überschicken, mit der Bitte, solche als ein kleines Zeichen meiner Ergebenheit und Ach- tung für Sie anzunehmen. Sollten Sie bei Durch- lesung derselben einige Anmerkungen machen, so: bitte ich mir ‚suiche "gefälligst mitzutheilen ; ich bin nemlich ® gesönmen, auf nächstes Jahr ein Sup- _ plement‘ ZU. dieser Arbeit zu fördern, worin nicht ‚nur die Seit dem Drucke meiner Arbeit bekannt gewordenen ‘Arten sollen aufgenonmien werden, sondern auch mancher Arten Synonymie berich- igt, werden wird. Zu diesem Supplement "sind bel zwei Platten ‚ebenfalls fertig.

Prof, Dr, Nestlen

E23}

Nachschrift von Hoppe. Um der gefälligen Aufforderung des Herm Prof. Dr. Nestler zu entsprechen, füg e ich ei-, nige Bemerkungen bei. , Gleich Anfangs mufs ich erwähnen, dafs in der hotan, Zeitung, Jahrgang 1805 und dem bot. Taschenbuche 1809, welche beiden Bücher Herr Prof. N. von mir unter mehrern andern ala Er. gänzungen verlangt, einige Beiträge zu Poten-, -tillen vorkonmen, In der ersten findet sich nämlich pag 97 eine Anzeige von dem. ı7. Hefte. ‚der Sturmischen Deutschlands Flora, worin- zen unter mehrern Potentillen auch die P.. salisburgensis, verna und Brauniana, welche lea=' ‚tere Hr. N, als wnabgebildet erklärt, und daher seinem Werke eine zıe Abbildung beigefügt hat, abgebildet und beschrieben sind, und wohei der Rieo. bemerkte, dafs daraus die völlige Ucberzen.. gung der selbstständigen Art der P. salishurgen- sis hervorgehe, was gewifs nicht zu bozweifeln ist. Hr N, nahm Hm, Willdenow zum Vorbilde, anstatt dafs er lieber den Botanikern, die die Pflan- ze am natürlichen Standorte sahen (was nach Hrn. NY. Uechteritz Bemerkung sehr viel wert ist, vergl, Flox' 1819 Nro. 3 8.38) einem Tlacnke, ' Wulfen, Jacquin, Villars, Lapeyruse, Deeandelle hätte folgen sollen, die sie alle für eine eigene Art erklärt haben. Schon der einzi-" ge Umstand, dafs die P, salisburgensis immer nur

12

in einer Höhe von 4 5000 Schuh gefunden

wird, während die P. verna an allen "Hügeln in

der Nachbarschaft der Meere wächst, verdient "Berücksichtigung. Wir müssen uns von der Trug- "zegel, dafs es Uebergänge und Zwischenglieder gebe, die dem Botaniker, der nach trocknen Tixem- plaren arbeitet, nur zu oft vorkommen, nicht irre führen: lassen, denn auf diese Weise hängt, das ' ganze Pflanzenreich durch Bindungsglieder zu- sammen, ohne dafs wir dabei an eine absicht- lich erschafiene Kette der Wesen denken dürfen. In dem botan. Taschenbuch 1809 habe ich ei- ner Potentilla’erwähnt, zu deren vollständiger HKenntnifs ich. nicht gelangt bin, und wovon ich ein Exemplar an Hrn. Prof. Nestler zur wei- tern Bestimmung befördern werde.

In Wibel’s Primitiae Flor. Wertheimensis'

-Aindet sich p. 367 folgende angeblich nene Artı „Potentilla collina miki; caules adscendentes, puhescentes, vamosi. Folia inferiora quinata, superiora ternata, suprema simplicia; foliola cuneiformia, supra viridia, subtus albo -t0- mentosa, margine plana; versus apicem inci- ; sa: incisuris obtusis latiusculis. Flores .co- rymboso-panieulati, calycibus subtomentosis. Hab, ad colles Majo Jun,“

Zu P. nitida ist dem Wohnorte "beizufügen :.

Tyrolis in alpe' Kirschbaum copiose, :so wie in Sturm’s Deutschl, Flor. Heft 2a. eine schöne Ab-

'

73

bildung vorbanden ist; bey P. subacanlis ist Ger- mania beizuscizen, da diese Art bei Triest an allen steinigien Grasplätzen wächst, wie denn da- selbst auch. häufig die P. canescens vorkommt, die auch in Böhmen anf der Ruine bei Brzezina steht. Zu P. cinerea Chaix gehört auch noch dus Synonymum: Potentila ineana, Tor, d. Wet.

terau.— Da es übrigens in unsern ‚Tagen mehr als.

einmal laut ausgesprochen worden, dafs man nur durch Monographien zur gründlichen Bearbeitung der Spevies plantar. gelangen köune, so ist auch insbesondere der.Sternbergische und Nest- lerische Gedanke: diese Monographien durch Supplemente zu ergänzen, sehr schätzbar und nach- ahmungswürdig. ' Ja cs ist zu wünschen, dafs end. lich, wenn die Nachträge zu einem eigenen Sup- plemente nicht mehr ausreichen, solche in einer bötanischen Zeitschrift mitgetheilt werden möch- ten; wozu auch, wenn Kupfertafeln nothwendig

sind, die Sturmische Flora, bei deutschen Ar-

ten geeignet seyn würde. VVenn auf diese Weise Graf Sternberg die Saxifragen, Nestler die Potentillen, Reichenbach die Aconi- ten, Nees v. Eseubeck die Astern, Leh- mann die Asperifolien, Sprengel die Um- hellaten, Panzer die Gräser, ein Ungenann- ter die .Junei, Fröhlich die Hieracien, Haulfufs die Farnkräuter, dam Bricedel, Schwägrichen, Fanck und Hornschuch die

74

Moose, Ach avius und Flörke dieFlechten, Roth und Mertens die cryptogamischen Was-- sergewächse, Linck endlich, Nees v. Esen- beck und Kunze die Schwämme Zeitlebens vor-

züglich i im "Auge behalten, und nach ihren Ansich-

ten die neuen Arten definiren, und Abarten bemer- ken, so ist einleuchtend, dafs unserm 'Zeitalter der Bruhn, für die geläuterte Pflanzenbestimmung am besten gewirkt zu haben, nicht entgehen wird. I, Botanische Notizen oo: * Eridericiana.

Leyden. Ich finde an Equisetum hye- male unter der ganz eizenen harten Epidermis (wie bei Chara?) eine pulpöse, grüne Masse, die. nieli wie Zellgewebe erscheint, und dann folgen starke Gefäfsbündel, die ich aber, aller Mühe ungeachtet, nicht für Schraubengänge er- "kennen kann. Unter unsern Arten Aloe (in wild, spe, stehen nur. 17.) ist.auch die schöne Aloe nitida. Das woifsliche Mark derselben besteht ganz ans zubaimmengesciztem Zellgewebe, aber nicht yon dem. gewöhnlichen Bau, sondern die Rändor der Zellen bes sichen ganz aus nahe, aher duch nicht dieht ancinanıer Hegenden Fälen, dafs mau die Zwischenräume gut sieht.

In Blechnum oceittentale sah ich ganz jun- ge Früchte sich ausscheiden; -—— aber, vor allem wie wäre auszumachen, ob’ die Schraubengänge

irgend ein Fluidum oder. eine. Aura (?) in das

t

. oo (We

Zellgewebe abgeben, welche das Anschiefsen be« fördern; oder ob sie sich gleichsam auflösen und einzelne 'Theilchen des Zellgewebes wie durch mechanisches Umschlingen zu Kapseln los- reilsen? das klingt seltsam, allein man kommt darauf, wenn man ganz unreife Kapseln von Blech. num beschaut,

W. Ankündigungen

ı Subscriptions - Eröffnung auf.ein botan. Pracht- werk, welches Unterzeichnete unter dem Titel;

Ewropa’s medicinische Flora

im Foliöformate mit nach der Natur "gezeichne« ten und lithographirten Abbildungen in colorirs ‚ten und schwarzen Abdrücken herausgehen wer- den. Um aber den Ankauf dieses für Aerzte, Ve- terinärärzte, Apotheker und Materialisten äusserst interessanten. Werkes. möglichst zu erleichtern, erscheinet dasselbe i in monatlichen Heften zu 4 co-

lorirten, oder schwarzen Steinabdrücken und ein

nem 'Bogei. in lateinisch. und deutscher Sprache abgefäfsten Textes welcher .die Merkmale der Aechtheit und Güte der gebräuchlichen Pflanzen ‚und 'ihrer Theile; die Verwechslung oder Ver- fälschung mit anderen Pflanzen, den Standort, die Dauer, die Zeit der Blüthe, der Fruchtveife und der Einsammlung, die Art der Aufbewah- rung, die pharmacentischen Bereitungen und die chemischen Bestandtheile genau angiebt, und je

756

n : dem verehrlichem Herrn Subseribenten ein will» kommener Commeniar seyn wird.

-Die auf vaterländischem Boden entsprossre und herrlich gedichene Kunst der Lithographie. inacht es ‘uns möglich, der gelehrten Welt ein ‘solches, jeder medieinischen Bildungsansti.t, je- -dem Arzte, Apoiheker und auch Materialisten.un« entbehrliches Werk zu. einem aufserordentlich ge- ringen. Preise zu übergeben; denn wir liefern das Heft mit colorirten Abbildungeu zu ı fl, 36 kr. das Heft wit schwarzen Abdrücken aber zu 48 kr.

Da alle: Pflauzen nach lebendigen Exempla- ren gezeishnei.nnd. beschrieben und durchaus keine Cöpien schon vorliegender frem- den Abbildungen verfertiget werden, so, bindet man. sich bei Erscheinung des Werkes an * keine systematische Ordnung, sondern liefert die Pflanzen in derjenigen Folgereihe, in welcher sie uns die Natur freundlich darbeut. .

: Wer. sich von Ider Schönheit und Wahrheit der Abbildungen im voraus zu überzeugen wünscht, dem empfehlen wir, des Herrn Ritters v. Sch rank Flora Monacensis, mit IN. Mayerhof- fer'schen Abbildungen nachzuschen, und. unser neues Unternehmen in arüstischer Hinsicht dar- _ nach zu beurtheilen. .

Dem ersten-Hefte wird ein schönes ollego- sisches Titelblatt, eine Vorrede und die Dedica- - Yon beygegeben,. |

77

Man darf hoffen, dafs alle Freunde des Schö. nen und Nützlichen im Gebiete "der Medicin, Bo- 'tanik und Pharmacie unser Unternehmen durch Theilnahme an der Subseription unterstützen und uns in den Stand setzen werden, das :angekün- dote. Werk in Bälde erscheinen zu lafsen.

München, den ı8, Januar 181g.

A. Sterler, Lehrer der Botanik und Mit? glied mehrerer gelehrten Gesellschaften.

L N. Mayerhofer, Mahler und Herausge-

ber der Flora monacensis.

Letzterer zeigt zugleich an, dafs von dieser mit allgemeinem Beifalle aufgenommenen Flora Ui Bände erschienen sind, und der IV. bereits begonnen ist, Man wendet sich mit Bestellun- gen sowohl auf das ’neuangekündigte Werk, als auch auf die Flora monacensis in frankirten Brie- fen an ihn selbst. \

x Wir erhalten so ehen aus der hithogra-' phischen Anstalt in München. den auf Stein ab- gedruckten. J uncus ustulatus, zum Dehufe der

: Hoppeischen Anleitung zum Einlegen der Gräs ser; wir mülsen bekennen, dafs derselbe unsere grofse Erwartung noch übertrofien hat, und hün- ‚nen daher das vorstehende Werk in Folge dieser Erfahrung, als ein lüchst zweckmälsiges, kunst- reiches und nützliches Buch aus voller Ucherzeu. gung empfehlen.

Bo. 2 Verkauf. von kostbaren, zum Theil ‚seltenen botanischen Werken... Seit ungeführ 30 Jahren habe ich an einer möglichst vollständigen Bibliothek botanischer .

auch den Gartenbau, die Obstbaumzucht u. Forst- -

wissenschaft betreffender Werke, gesammelt, und bereits über ı300 zusammengebracht, worunter sich der gröfste Theil der neuern Prachtwerke z. B. von Humboldt, Jacquin, Pallas,

THeritier, Ventenat, St. Hilaire, Bül-

liard, Redoutg,; Plenck etc. befinden.

Meine Absicht war anfangs, diese Sammlung, wel- che wohl selten so reichhaltig gefunden wird, nur im.« Ganzen zu verkaufen, weil ich das so

mühsam Zusammengebrachte nicht gerne wieder

zerstreut sehen wollte; und zu diesem Verkauf ‚im, Ganzen habe ich bereits mein Anerbieten be- kannt gemacht. . Da sich aber big jetzt nur we-

nige Käufer dazu gefunden haben, und das höch-

ste Gebot 7003 Rthlr gewesen ist, obgleich der Laden- und Auctionspreis über 11006 Rıihlr. be- trägt, so habe ich mich endlich entschlossen, die Bibliothek zu vereinzeln. Ich mache daher Freun- de dieser Wissenschaften auf diese schöne Samım- lung aufmerksam. Das Verzeichnils derselben (Verzeichnifs einer auserlesenen Sammlung bota- nischer Werke, auch solcher, welche den«Garten- bau, die Obstbaumzucht und die Forsiwissen-

schaft betreffen, im Besitze des Dr. Vogler zu

!

\ nn . 79 Halberstadt) ist durch alle Buchhandlungen, wel- che auch gern Aufträge an mich, unter der Fir. ina meiner Handlung (H. Vogler's Buch- und. Kunsthandlung $) übernehmen werden, für & Groschen zu bekommen.

‚Da in diesem Verzeichnifse die möglichst rich- tigen Laden- und Auktionspreise angezeigt sind, so behält es auch als Repertorium einen Werth.

Die Bücher sind gröfstentheils ganz neu ge- "bunden, und werde ieh Demjenigen den meisten Tıabatt bewilligen können, der bald und die sröfste Auswahl davon treffen wird.

Halberstadt, im December. 1818.

Dr. Vogler. 3. Anzeige eines Prodromi florae cechicae.

Prag. Unter diesem Titel haben wir von den Gebrüdern Hrn. Dr. Med. Prefsi nächstens eine sehr schön bearbeitete Flora Böhmens zu erwarten. Ichi sah das bereits der Vollendung nahe Mscript, ‘und gestche, dafs es ganz meinen Wünschen entspricht. Diese interessante Flora wird ein compendiöses Taschenbuch auf botani- schen Excursionen im Vaterlande abgeben und die Phäenogamie ganz umfassen, Die Anordnung der Gattungen ist nach der nenesien Ansicht der Wis- senschaft. Die Arten sind durch vergleichende Diagnosen characterisirt, nebst dem lateinischen Namen findet man hier noch den systematisch. ce-

50

chischen Namen, die Anzeige des Fundorts, bei

gemeinen Gewächsen im allgemeinen, bei seltenen,

den nächsten an Prag und bei jenen, welche von

den Gebrüdern Prefsl nicht selbst gefunden wor-

den sind, auch die Namen des Finders, Auf diese

Art erhalten wir endlich ‚einen lang erwünschten

Anhaltspunet für die Phänogamie, der uns um so

. schätzbarer wird, als mehrere neue Pflanzenarten hier zum erstenmal publieirt werden, und auch 'die

Species plantarum einen bedeutenden Gewinn aus- dem Erscheinen dieses Werks wird ziehen können,

PM Opim V. Todesfälle

Der berühmte schwedische Botaniker Olav, Swartz ist am ıg. Sept. vorigen Jahrs in Stock- holm gestoxben, beweint von allen, die ihn näher kannten, Er war einer der ersten Botaniker un- ö sers Zeitalters, und hatte Kenninifs sowohl von den ausländischen, als inn:ändischen, von phane- rogamischen; als eryptogamischen Pflanzen. Un- eigennutz und Dienstfertigkeit bezeichneten sei- nen Charakter, wovon die vielen in Journalen be- findlichen Aufsätze die Beweise abgeben, Er gehörte mit zu den Männern, die seit Rudbecks und Linnes Zeiten, .den Ruf Schwedens für Botanik unversehrt. erhalten haben, welcher sich, wenn auch Thunberg bald nicht mehr seyn wird, ruhmyoll durch Wahlenberg noch fer- ner zur Ehre dieses Landes erhalten wird.

Flora

oder.

Botanische Zeitung

Niro. 6. Regensburg, am 14, Febr. 1819. > S90a%- ern

es

1. Aufsätze * Neues Laubmoose. :Yon Herm, Dr Kriedrich.Hornschuch,

Au unseren , zweyjährigen | Reisen in dem Litto- rale und in den Alpen von Brain, Rärnthen, Ty- rol, Salzburg und Böhmen hatten wir Gelegenheit manche. ‚seltene, merkwürdige, oder ı neue Pflanze zu sammeln, die, wir zum Theil bereits in 20 De- caden*) ausgegeben, _ und dadurch. den Botanikern zur Ansicht und Beurtheilung, vorgelegt haben. Das vollständige "Verzeichnifs aber der wichtig sten, in jenen höchst interessanten Gegenden ge- fundenen Pflanzen, mit eingestreueten Bemerkun- gen, und mit vollständigen Erläuterungen und Be« schreibungen der neuen. Gattungen**) und Arten,

Ne) Plantae phanerog, gramin, et eryptogamicae selectae, quas in loeis natalibus colligefunt et exsiccaverunt D. H, Hoppe et Fr. Hornschuch. Ratisb. Cent.I. 1817. CU, 1818, fol,

*#) Zwey neue Laubmoos - Gattungen sind bereits in einer Commentatio de Veitia et Systylio, auctore C. Fi. Hom-

schuch. Exlangae 1818 ausführlich beschrieben, zerzliedert und abgebildet worden,

82 2 rerden wir in dem drinn | Theile ünsers Tage- "buchs*) liefern.

. Da unsere Ausbeute besonders an Laubmoo- sen ehr reich ausfiel, s0 haben wir diese Fami- lie etwas ausführlicher behandelt und ein Ver- zeichnils der ‚säramtlichen von uns gefundenen Arten entworfen, um dadurch einen Veberblick des Reichthums ‚der Flora an Individuen aus die- ser Familie zu‘ geben. .

Wo neugebildeie ‚Gattungen oder neue Ar- ten eine Aenderung.der. verwandten Gattungscha- ragtere. und Artkennzeichen nöthig machten, setz- ten. ‚wir diese, näch‘ ünsrer ‘Abänderung, den neuen zur Seite, um die ‚Vergleichung. zu erleichtern. Alle übrigen rften zwar, mit ausführlicher An- gabe ihres speiellen Wohnortes, was wir für sehr wichtig "halten, nur genannt werden, doch konn- ten wir auch hier nicht i immer dem VVunsch wi- dexsiehen, lehrreiche oder zweifelhafte Formen, die uns als ‚Spielarten zu bekannten "Arten zu ge- höre n schienen, an ihren Orten zu "berühren. “Da der dritte Supplementband. zu Briedels Muscologie erst nach dem trefflichen Schwägri- genischen Supplemente zu He dw. Species musc. erschien, und manche Arten, die hier. nicht be-

'#) ‘Tagebuch einer Reise nach den Küsten des adriatischen Meeres und den Gebirgen von Kıain, Kärnthen, Tyrol Salzburg und Böhmen u.» w, von Dr, Hoppe u. Dr. Hornschuch, Begensh, ar Theil 1918, 8,

u :; zücksichtigt werden konnten, enthält, so hielten wir. es für zweckmäfsig, die Anordnung der Bri- delschen Supplementbände der ganzen Aufzäh-. lung zum Grunde zu legen, wo wir für "jede Moosart schon. eine Stelle bereitet fanden.

Indessen, da der dritte Band unsers Tage-

buchs erst nach einiger Zeit erscheinen kann, so

haben wir, .in Folge häufiger freundschaftlicher Aufforderung, hier vorläufig die neuen Gattungen. und Arten der Laubmoose auszugsweise mitthei- len wollen, und selbst dieser Auszug mag 'ein nicht unzweideutiges Bild von der Ergötzlichkeit der Reise vor Augen stellen, und die Reichhaltig- keit jener Gegenden an vegetabilischen Seltenhei- ten. beurkunden. , 000, Vaitia Hornsch, =

' Stoma. nullum. „.Capsula cum pedunculo deci. dua (Calyptra.magna persistens, YVaginula, bival- vis) Hornschuch, Commentatio de Yoitia et Sy stylio. px 9. Be nn

Y. niyalis Hornsch. 1. c. 2 10. Caypt. select. Cent. I: Dee. I.

Auf altem Kuhdünger vor der Salmshöhe am Glochner sehr :selten , auf der dielsseitigen Pa- sierze gegen die Salzburger Grwänze, wo der

"Tauernbach herabfliefst,. sparsam, Aug.

Anictangium Hedw. j

A HornschuchianumFunck, canle erer-

to subramoso, foliis e basi latiori lanceolato - su« | Fa

84 | | bulatis patentibus, setis lateralibus caule breviori- bus, cäpsulae obovatae, operculo subulato obliquo Crypt. sel. Cent. I. Dec. II.

An den vom, VYasserstaube wnaufhörlich be- netzten Felsen des Gösnitz- und Leiterbach-VYas- serfalles bei Heiligenblut,

Grimmia Schreb.;

5 G. obliqua nohbis, taule basi Tascienlato,

apice ramoso fastigiäto, foliis erecto- - patulis lan- ceolatis pilo impositö, capsula alte emersa ellipti-

Ca ‚opereuloque conico vostellato obliqais, Crypt.

Cent. HM. Dec. V.

Auf Felsenblöcken in det Kärntiner u. Salz- hurger Alpen und auf dem Heiligenbl, Tauern.

Unterscheidet sich von der Gr. -ovata- durch die mehr aufrechten, 'schlafferen und: blassern

Blätter und das kürzere Haar, womit sich die

Bläiter endigen, durch den braunen: Fruchtstiel, die höher herausragende, um die Hälfte kleinere schiefe Kapsel und das schiefgeschnäbelte De- ckelchen. . u

G. patens nobis, caule basi fascieulato di- chotomo-ramoso, foliis recurvato - patulis e hasi latiori subulatis in pilum exeurrentibus, capsula alte. emersa ovato - elliptica opereuloque convexo- :conico rectis.

“Ist von unserm Freunde, Herrn Apothchor Funck, auf dem Fichtelberge gefunden und in vielen seiner Hefte äls G. ovata aus; gegeben \ wor-

D

u”

‚85

den, von welcher sie sich aber durch die längeren, mehr abstehenden, fast zurückgekrümmten Blätter hinlänglich unterscheidet. Wir, reihen sie hier an, um die Folge unserer neuen, hier beschrie- benen Arten vollständig zu geben, GG aflinis nobis, caule basi fasciculato; famis inaequalibus elongatis , foliis patulis ob» longo- lanceolatis, pilo decurrente, capsula sub- emergente ovata, eurviseta, operculo eonico - trun«- ‘cato cum apieula, . _ ‚Crypt. © . I, DV. ‚In kleinen polsterförmigen Rasen an etwas feuchten | Felsenwänden der Messerlingwand auf dem Windischmatireyer Tauern, Von der verwandien Gr, incurva vorzüglich durch die breitern. Blätter und das kegelförmige gestutzte. Deokelehen unterschieden. .:& atrata Mielichh, ‚‚gaule, hai faseieulato -

EN

u,

fastig iato, follis patulis lanceolato- linsaribus. ‚ob, tusis epilosi is, siceitate tortilibus ,, capsula emiexsa elliptica, operoulo gonico obliguo. . . Gr. atrata Miel, Horbar. Win sammelten diese sehr ausg gezeichnute Spe-. cies ‚nach Angabe des Hrn. Commiss. Miclich- hofer in. Salzburg, an Felsen bei der Grube Schwarzwani in der Grosarl. Iul. ‚Weissiä Hedw W. Martiana nobis,. ‚caule. ranınso fasti- glato, Toliis e hasi, latiore lineari- suhulatis, sieci- tate tortilibus, c capsula obovata, ‚subapophysata co-

x

stata, humiditate recurva, opereulo incurvo, den» tibus peristomiilanceolatis. Crypt. I. Dec. II

Wir. fanden diese schöne Art an T'elsen der ; Messerlingwand auf dem Mattreyer "Tauern, in gro-

fsen, dichtgedrängten Rasen mit reifen ch und haben sie dem Andenken des scharfsichtige Verfassers der Flora erypi. Erl. des Herrn Dr. Martius gewidmet, Aug..

Sie‘ unterscheidet sich von der W. Schisti,

der sie nahe kommt, ausser dem.noch einmal so langen Stämmohen, durch die glätten, aus hreite- rer Basis schnell verschmälertön ganzrandigen (nicht am Raande feingekörnelten) gedrängt stehen-

den Blätter, die an der Spitze der Zweige nicht .

länger, als am übrigen Stengel sind, durch ent- fernte, in Reihen stehende Blattzellen, die bei W, Schisti ohne Ordnung dicht gedrängt und bla- sig aufgetrieben sind; die wichtigsten Unterschie- de aber bietet der im feuchtern Zustande bogen-

förmig zurückgekrümmte Fruchtstiel nnd die grö-.

fsere, mehr bauchige und mit purpurrothen Rip- pen bezeichnete Kapsel mit kürzerer Apophysis dar; auch sind die Zähne der Mündung verbält- zilsmälsig kürzer und am Grunde breiter. |

Ww. Mielichhoferiana Funck. caule ra- mose fastigiato, foliis dense imbricatis rhombeo- ovatis acutiusenlis dentieulatis, capsula pyriformi nutante in apopliysin attenusta, operculo” Conico acdto. Crypt. C. 1. D. IV,

87:

ß: elongata nobis, caule mägis elongato Ali« formi, foliis paulo “latioribus ; setis brevioribus, capsulis minorihus oblongo- pyrriformibus erecto« cernuis, operculo breviori obtusiusculo.

Diese,; yon Hın: G, Mielichhofer. zuerst entdeckte und.nach ihm benannte ausgezeichnete “Art, wächst an Felsen neben der Grube Schwarz-, wand in der Grosarl häufig, doch fanden wir sie auch in, der Leiter bei Heiligenblut, an der Mes- serlingwand ‚bei Mattrey, und bei Deffereggen in’ Tyrol, aber nur selten mit Früchten. Die Ver B. sahen wir aufser der Schwarzwand, wo .sie an "einem aus dcr Grube kommenden und Eisenocker absetzenden Bach wächst, den sie in dicht ge- drängten Rasen fast überzicht, noch nirgends. Da sie auch. an Felsen ganz. klein vorkommt, ihre Verschiedenheit aber in jeder Form beibehält, so könnte sie, Füglich. als ‚eigene Species betrachtet werden.“ "Das i in unsern Decaden c.LD. 18 ala w. cömpacts befindliche Moos ist diese Spielart. Die W, Miclichhoferi reift ihre Früchte im Aug. die Var. 'ß. etwas später,

' + -Bystylium "Hornsch.

Pevistomä’simplex, dentibus 16. änım "bre-

'ribus,_ basi conjunetis, Opereuln cut "&olumella connatuni': 'persistens, ' '(Gapsild | ‚gum Apoplıysi). Hornsch: Comment, p. 25.” a

$. splachnoides' Hornsch. Lo D 15

Wir fanden von ‚dieser "neuen Moosgatiung

33 | nn yur' einen einzigen grofsen Hasen .an Felsen auf

der jenseitigen ‘Pasterze bey Heiligenbhut im ‘Au- gust mit reifen. Früchten.

‚Trematodon Michaux Tr. brevi eollis nobis, subsimplex, To- Yiis ovato - tuspidatis imbricatis, perichaetialibus convolutis ‚longius aduminatis, eapsula' subeylin- drica incurya, collo longitudine aequali , Opercu- lo‘ ehbäsi ‚conica rostellato peristomio fobscuriore.

"Wir sammelten diese Species auf der Teusch- nitzalpe bey Kals in Tyrol, i im Umfange von Fel-

sen, dicht an denselhen auf der Erde, im August

mit 'reifen Früchten, Bun Die Definition von Tre-

matodon. ambiguus Mich, wäre > demnach zu än- | dern, wie folgt?

Pr. ambiguus Mich. 'simplex, foliis ‚e basi Iatiore lanceolato - acuminatis ,. perichaetialibus 'convolutis brevius aristatis, capsula oblonga cer- nua -collo longitudine aequali, ‚Sperculo e basi

conica vostellato, peristomjo Sapsulae ‚soneolore..

Das Peristom an unserer Species vechtfer- tigt die Trennung der Gattung; wir setzen die Schilderung ‚desselben aus unserer noch. künftig zu liefernden ,, ausführlicheren Beschreibung der ‚Species | hieher: Perisiomii dentes sedecim, Ian- "seolato - sabulati, erocti,. trabeculati, apice revera integri,. serie lacunarum media pertusi,., ung cum marg ine, ‚eapsulae, ‚fusco. -. -. purpärei. u

D

89. . Trichostomum Schreb,

T. incurvum nobis, 'truncd ramoso ad. scendente,, foliis ovato -lanceolatis piliferis pa- talis, capsulis curvisetis oyatis, operculo subulato«

Auf kahlen Folsenblöcken bey Heiligenblut, mit vollkommenen F rüchten im. Juni, im Nafs- | felde und am Wege von Matirey nach Deferreg- gen ohne Früchte, - =

Untexscheidet sich von Tr. Wunale,. der sie nahe ‚kommt, und unter dessen Namen wir sie: anfangs in Cent. I. Dec. IV. geliefert haben, durch die ey- lanzeitförmigen in ein Haar zus- laufenden Blätter, durch gröfsere und ‚schmälere Perichäuialblätter und durch ein pfriemenförmiges Deckelchen. Von Tr, mierocanyum unterschei- det sie das längere Haar an der Spitze der Blät. ter, der‘ gelrümmte ' ‚Fruchtstiel und die grös- ‚sern Kapseln. u '

Korthotrichum Hedw ‘0. Stur mii nobis, peristomio sinpliei den-

\ +

"tibus lacunosis, theca immersa laevi, folüs lan- ceolatis acutis, calyptra villosissima.. Cr ypt C.

nDdm Auf Felsen um Heiligenblut und Nattrey. Von dem ihm. nahe kommenden O..rupestre „unterscheidet ‚es sich durch den gänzlichen. Man« geleinces innern Peristoms; von ©. cupulatum aber „durch die sehr zottige Mütze,

0

90 | Wir widmen es’ dem um die Naturkunde

hoch verdienten gelehrten Künstler, Hermn Ja- cob Stur rm zu Nürnberg,

| Bryum Bridel.

'B. Kunzii nobis, caule infra apicem in«. novante fasciculato, foliis sexfariam imbricatis ova- tis nervo longissimo cuspidatis, apice patulis (fla- vo - viridibus); capsula pyriformi.

Äuf Felsen im Pafse Lueg.

Im Habitus stimmt diese Art mit Br. Fune- Schw. sehr überein, aber die Character sind hinlänglich verschieden.

" Diese neue "Art ist dem Andenken unsers vortrefflichen gelehrten Freundes, des Hın, Dr. Med, Gustav Kunzei in Leipzig gewidmet.

„B eirrhatum nobis, caule sub apico ra- nlificante, flag gellifero, foliis ovato - lanceolatis- acuminatis euspidalis (ramorum non ceirrbifero- rum ovato - longissime - euspidatis) integerrimis

stwietis capsula pendula‘,, operculo conyexo acu-

minato.

Früchten. h Die "wurmförmigen fafs blattlösen Auswüchse

aus der Spiize der Triebe, die aber auch zuwei-

-Jen ‘fehlen, hat es‘ mit Br. fiagellare Brid. Br.

"yarneuin Bland. gemein, unterscheidet sich aber

auf den. ersten Blick durch, längere straffe dun-

An Felsen im Paßse Lueg im Tun. mit zeifen

Er

kelgrü üne Blätter und durch ‚die Form ‘des De ckelchens. | Br eontextum nobis, caule ramoso, ramis elavatis, Toliis imbricatis ovatis cuspidalis, Apice denticulatis, neryo. excurrente, capsula horizon- tali oböyata. u

Auf dem Bockhardt i in der Gastein, und hey Heiligenblut-'

Pohlia und Weber.

Wir rücken hier 2 Hedwigische Gattun- gen ein, von denen die erstere, wenn man sie . nicht künstlich mit Leskea verbinden will, als selbstständig betrachtet werden mufs, während die letztere, vom Stande der sogenannten männ- lichen Theile abgeschen, mit den Gattungen Myium und Bryum zusammenfliefst. Dieser Ungleichartigkeit ihres Verhältnifses zum System ungeachtet, herrscht in beyden dasselbe :Gesetz der Entwickelung,, ein ähnlicher Habitus, gleiche Vextur der Blätter, und gleiche Yertheilung der Geschlechter, so dals man schwerlich ohne Zer- Jegung der Frucht, 'manche hieher gehörige Ar- . ten ihrer rechten Gattung zuzuzählen im Stande seyh .würde. Die Stämmchen sind meistens nach. unten mehr oder : weniger nackt, mit kleinen ent« ferntstehenden Blättehen besetzt? Nach oben drängen sich die Blätter, werden länger, aher verhältnifsmäfsig schmäler, und bildeni einen Schopf, den wir der Kürze des Ausdruckes wegen com

92

genannt ‚haben. Ein dichtes Zellg gewebe, Iehhaf- tes glänzendes Grün, oft Sevraturen an der Spi- tze,. ein auslaufender oder kurz unter der Spitze verschwindender Nerv zeichnen die Blätter aus. Zuweilen sind. die Stämmchen am.Grunde bi- schelförmig verbunden, auch innoviren sie. nicht selten unter der Spitze... Nimmt man die Blätter des Schopfes von unten nach oben behutsam .ab: :s0 findet map. in den meisten. Blattwinkeln ! ein- zelne ‚oder gepaarte Antheren, deren jede am Grunde 2 Safıfäden führt. „Zunächst. unter der Spitze ; mischen sich Griffel mit ein, die aber ge- wöhnlich unfruchtbar, sind; nur ein oder 2 Grif-. fel, die aus der Spitze des Stämmchens entsprin- gen, und, selten oder nie von Antheren umgeben | sind, ‚entwickeln sich zu Früchten. Diese Nei- gung Blüthentheile zu entwickeln, ist den Pohlien und Weberen von allen ihren Familenverwand- ten eigen, und manchmal schwimmt, wenn indn- ein |ganz kleines Pohlienköpfchen unter Wasser zerlegt hat, eine zahllose Menge von Paraphysen, : Antheren und Griffeln in den Tropfen unter dem Mikroscop,. und ihre Zahl scheint in demselhen Verhältnifs znzunehmen in welchen der Trieb zur Prolifieation und Wurzelung in der Pflanze herrscht, wobei, wie wir diefs deutlich hamerkt ‚zu: {haben glauben, die Paraphysen wieder in Würzelchen übergelien, so dafs die Pflanze da- durch im.strengsten Sinne, aus ‚der Blüthe wio-

der in die Erde zurückwurzelt, was die höhern Tllanzen nur mittelbar durch den abfallenden Saamen bewerkstelligen können, Uebrigens ist

- von einem hermaphroditischen Blüthenstande hier

nicht zu reden, vielmehr könnte man diese Gai- tungen monoisch, etwa in dem Sinne nennen, wie manche Riedgräser in ihren Aechren au der Spitze weibliche unterwärts männliche Blüthen bringen:

‘Wir haben von unsern Wanderungen ! in’ den Alpen, denen diese Moose vorzugsweise anzuge-

' hören scheinen, mehrere’ sehr distinete Formen

zurückgebracht, die sich an ihren Wohnorten aufs kenntlichste wiederholen, und die wir daher lie- ber. durch sorgfältig aufgesuchte Merkmale kennt- lich zu machen, als voreilig. auf wenig künstlich. umschriebene. Arten zurü ückzufü ihren suchen woll- ten. Um sicher zu gehen, mufsten wir auch die bekannten und schon beschriebenen Arten neu definiren, und geben hier die so erweiterten Gat- tungen in vollständiger Uebersicht, ‚nicht um der

Wichtigkeit solcher Entdeckungen willen, sondern

am das, was wir gesehen, unsern Lesern auf diese . Weise zur eigenen Beurtheilung näher zu rücken. nn. ‚Poblia Hedw. m eylindrica nobis. Bryum cylindricum Dicks. Smith. We bera longicollis Schleich. -P. caule simpliei, comafastigiata brevi patu- la, foliis lineari-lanceolatis apice serratis, capsu-

B4

la erectiuscala subeylindriea, opereulo conico elon-

gato cum papilla. In der Gastein und Grosarl. Ist durch äie dünne, ganz walzenförmige Hap- sel schr kenntlich. P. elong ata Hedw. Brid,, caule suhin- novante, coma elongata obconica densa, Toliis li-

neari-lanceolatis, apice servatis, capsula nuiante-

subeylindrica, opereulo conico acuminato,

_ Am Fufse des Rathhausberges in der Gastein am Tiande des Weges, auf mit Glimmer und Gra- nitsande gemischter Dammerde,

Die Kapsel gewöhnlich bleich, etwas gehogen,

-P. acuminata nobis. &

Bryum elongatum Smith, fl. britann. -

Pohlia elongata Hedw. stirp. erypt. We- ber und Mohr Taschb. Sturm fl. germ. Voit Muse. Herbipol. Funck Crypt. G. des Fichtele.

P. caule simpliei, coma fastigiata brevi patula, fo-

liis lanceolatis apice subdentieulatis, capsula nu tante elongato - clayata, operculo conico subrostrato.

In der Taauris und: auf dem Heiligenbluter Tauern an Felsen,

In den uiedern. Gegenden, wo sie sich dureh einen hoken Wuchs auszeichnet, scheint diese die einzige ihrer Verwandten zu seyn.

Die braune Capsel und das längere, spitzere, etwas gehrümmtere Deckelchen zeichnen sie aus,

P, minor Schwägr. Suppl. IL p. 10.1. 64

4r

. 95

PD, caule simpliei innovante, coma fastigiata pa- -tula, foliis oblongo -lanceolatis apice denticulatis, capsula nutante oblonga. clavata, operculo, conieo apiculato, , In der Leiter bei Heiligenblut. an Felsen. Aug. Unterscheidet sich von,P. elongata durch die- längere. käulenförmige Kapsel und den kürzeren Fruchtstiel, von P. acuminata duxch.das kürzere siumpfkegelförmige Deckelchen.

P. pulchella nebis,, caule simpliei inno- vante, coma fastigiata brevi, foliis lanceolatis api- ce serrulatis, capsula cernua subeylindrica, oper- culo conico - acuminato..

An Felsen auf der Pasterze und Gösnitzulpe bey Heiligenhlut einzeln.

Sie)unterscheidet sich von der vorbergehen- den, durch die kürzern, verhältnifsmäfsig dickern Capseln, und ein spitziges Deckelchen, und durch die hohe, blutrothe Farbe des äufseren Feristoms, welches bey Jener bleichgelblich ist.

P. tenellanobis, caule simpliei suhinno- vante, 'coma fastigiata brevi, ‚Loliis oblonge lan- ceolatis acutis integerrimis, capsula nufante ob- longo - cylindrica, operculo conrexo - eonico cum papilla.

Auf der Teuschnitzalpe und den Mättreyer- tauern, so wie anf Alpen wm Heiligenblut an Tel« senabsätzen, die mit einer dünnen Firdschicht fiherzogen sind, in. kleineren Malsen.

96 2

Der viel schlankere, zarterg Wuchs, die sehr kurze Blätterkrone und die noch heträtcht- lich kürzere Kapsel, die sich schon mehr der elliptischen Form nähert, unferscheidet sie von der Vorhergehenden: das Peristom ist bleich, ‚das Deckelchen ganz anders gebildet.

P. brachycarpa nobis, caule simpliei saepe innovante , cema fastigiata densa, 'Toliis oblongo länceolatis denticulatis, capsula nutante ovata, basi angustata, operculo conico - mam- millato. i i - In.der Leiter bey Heiligenblut, in der Nähe der Kalser Alpenhütte auf der Erde. Die Kap- , sel, .wie die sogenannte Apophysis, nimmt an Länge immer mehr ab und nähert sich der ge-' streckten Eyform, : (Der Beschlufs folgt.)

‚Nachricht.

Der naturhistorische Reisende, Hr. Dr. Sieber aus Prag, ist, nachdem er sich durch zwey Jahre in Creta, Aegypten, Syrien, Jerusalem u. s. w- aufgehalten, glücklich in Triest gelandet. Sobald ex die Gontumaz daselbst vollstreckt haben wird, gedenkt er'mit seinen Sammlungen aus allen drei Reichen, :Mumien und Alterthümern, die ı8 Kisten anfüllen, nach Prag zurückzukehren, wo er je- ‘duch nicht, länger verweilen wird, als nöthig ist, um seine Sammlungen zu ordnen, und zum Theil abzusetzen, um dann ‘wieder eine neue noch aus- . gedehntere Reise zu beginnen,

4

s Flora

oder

Botanische Zeitung. |

Nto.7, Regensburg, am 21. Febr. ‚1819.

- Yon

L. Aufsätze 003 00" * Neue Laubmoose. Von Herrn Dr Friedrich Hornschuch. @Beschlufs.) | Pohlia xanthocarpa nobis, caule simplici ' apice saepe innovante, coma fastigiata brevi den- sa, foliis lanceolatis acutis apice dentieulatis, ca- , psula nutante oblonga, operculo conico cum’apicula.

Auf dem Windischmattreyer Tauern.

Die immer bleichgelbe Kapsel verschmälert ‚sich an der Basis nur wenig.

P. affinis nobis, caule simpliei, coma im- bricata brevi, foliis lanceolatis integerrimis, cap- sula horizontali oblongo - cylindrica, operculo c0- nico cum rostello. _

Auf Alpen um Meiligenblut, und auf dem Win- dischmattreyer Tauern.

An Gestalt gleicht sie einigermaassen der P. minor Schw, von der sie sich jedoch leicht durch die dicht anliegenden Blätter des kleinen eiförmi- gen Schopfs, durch eine braune Kapsel und durch das kürze, oft gekrümimte Schnäbelchen des De- ckels unterscheidet,

G

Des

08

P, arcuata nobis; caule saepe innovante, eoma imbricata ovata densa, foliis ovato-cuspida- tis integerrimis, capsula "in pedunculo apice ar- tuato nutante ‚oblongo-pyriformi, aperonlo conico acumine decurvo.

Auf der Teuschnitzalpe bei Hals in Tyrol, dem Windischmattreyer Tauern und dem Bock- hardt in der Gastein in dichten veichfrüchtigen . Basen auf.der Erde.

Der- Fruchtstiel füngt bier an, sich an der Spitze zu krümmen, wodurch die Kapsel eine stär- kere Neigung gegen die Erde gewinnt; die Blät- ter des gedrängten Schopfs sind verhältnilsmälsig breiter, als bei den vorhergehenden Arten, die Kapseln braun. -

P. curviseta nobis, caule simpliei, coma. subimbricata globosa; foliis ovato - oblongis acntis apicem versus denticulatis, capsula pyriformi cum | pedunculo brevi decurva, operculo convexo hre- vissime apiculato. |

Wächst auf dem Windischmattreyer Tauern, der’ Teuschnitzalpe, der Leiter bei Heiligenblut, und dem Bockhardt und Rathhausberg in der Gastein auf der Erde. Unser Freund, Herr Apotheker Heinrich Lucas aus Erfurt, theilte uns auch ‚Exemplare mit, die er auf seiner Beise durch die Schweiz im verwichenen ‚Jahre gesammelt hatte.

Diese zierliche , ausgezeichnete Pohlie ist die Kleinste ihrer Gattung, und unterscheidet sich’

99

von allen übrigen durch. den bogenförmig zur Erde gekrümmten Fruchtstiel, und durch .die ver- hältnifsmälßsig sehr grofse, fast auf der Erde auf- liegende Kapsel, Mun möchte sie eine ‚P. arcuata aennen, die immermehr die Erde sucht.

P. polysetra nobis, caule brevi fasciculato infra apicem innovante, coma fastigiata, foliis lan- ceolato-oblougis subintegerrimis, capsula nutante obovata basi attenuata brevi, operculo hemisphae- rico cuspidato.

Wächst auf der Leiter bei Heiligenhlut und. dem YVindischmattreyer Tauern auf derErde. Aug.

Sie zeigt am meisten Verwandtschaft mit P, brachycarpa, aber der Blätterschopf verschmälert sich und dehnt sich in die Länge; die Blätter zeigen keine Spur. yon Zähnen und der Stengel ist ästiger.

P. imbricata Schwaegr. Suppl. I. p. zı. Tab. LÄIV. 13. canle innoyante, coma subelongata, foliis ovatis cuspidatis subintegerrimis erectis, capsula nutante pyriformui -oblonga, operculo CO- nico cum apicula.

Auf dem Bockhardt in der Gastein, dem \Vin- dischmattreyer Tauern und der Leiter bei Heili- genblut. "Aug.

Die oben angeführte Abbildung in den Sup- plementen zu Hedwigs Spec. muscor. stellt die Blätter etwas zu anliegend, und den characteristi- schen Wuchs der Pohliengattung, wo die un- Ga

100 | 0

ten Blätter immer entfemnter stehen,” nicht ganz

naturgetreu dar, aber die Blattform ist daselbst

vollkommen der Natur entsprechend ausgedrückt. ‚P. sracilis nobis, caule diehotomo prolifero, coma elongata, foliis lanceolatis apice serratis ere-. ctis, capsula oblongo.eylindracea cernua, opercu'o „eonico acuto.

Wir fanden diese ausgezeichnete Species auf der Gösnitzalpe hei Heiligenblut an feuchten Fel- sen, in Gesellschaft mit P. pulchella Anfangs Sep- tembers mit reifen Früchten.

Eine zarte schlanke Gestalt mit wiederholten Innovationen, wodurch der Stengel von 8 bis ı4 | Linien laug wird, und die laxen [chmäleren Blät- ter unterscheiden sie von den ihr verwandten Formen.

P. polymorpha nobis, caule fasciculato, saepe innovante, ‚innovationibus elongatis, coma fextili fastigiata obeonica, foliis (comae) oblongo- lanceolatis apice denticulatis, capsula ‚nutante ob- longa, opereulo convexo -conico papillato, '

Auf Mauern bei Böckstein und im Nafsfelde auf der Erde sammelten wir diese Art um die Mitte Septembers mit reifen Früchten,

Sie läfst sich mit keiner der vorhergehenden verwechseln, und zeichnet sich vorzüglich durch: die langen Innovationen aus, während der Blät- terschopf um den Fruchtstiel die gew ühnliche Form beibehält. \

\ 401

P, vegeta nobis, caule simpliei basi in- novante, coma fastigiata patula, foliis lanceolatis acutis apice serralis strictis, capsula obovata nu= tante, operculo convexo- papillato obtuso.

Auf dem Mattr eyertauern und dem Ratlıhaus- berge in der Gastein Ende Augusts mit reifen Früchten.

Diese und die folgende Aut nähern sich schon einigermaassen. dem Bau der Weberen, beson-

ders der W.-nutans, gehören aber bestimmt zu.

dieser Gattung. Die verkehrt eiförmige dicke Kapsel, und das lebhafte Grün des abstehenden Blätterschopfs unterscheiden sie von den vorher- gehenden, die straffen nicht welligen, minder ab- stehenden Blätter, von der folgenden, welche sie ausserdem noch an lebhafter Farbe übertrifit.

- . P. patens nobis, caule simpliei hasi inno- wante, :coma subfastigata patente, foliis oblonge-

lanceolatis acutis-apice serratis subundulatis; cap:

sula nutante. ‚oboyata; operculo conico - manmilla- to obtuso. Wir fanden dicse Art auf den’ Alpen bei Hei-

_ Ygenblut und dem Rathhausberge einzeln.

. Vielleicht doch nur Spielart der roxrhergehen- den, .so.sehr sie auch durch den abweichenden Ausdruck im Ganzen wegen der abstehenden Blät- ter sich von ihr zu sondern scheint.

. P. inelinata, Schw. Suppl. Ip. 73 Tab. LXHI. caule innoyante, coma brevi patula, foliis

» v

102

"laxis, ovatis“ "cuspidatis integetimis, capsulä nu.

D

Tante pyriformi, operculo planiuseulo mucronato, . Wir fanden sie bei Lend.und Heiligenblut auf der Erde'mit reifen Früchten im Jun,

u . ‚Webera Hedw.. u

w. Intermedia Schwaegr., caule . inno-

Yante, Coma. ‚elongata apice. pattla; foliis ‚ovato-

"acumimatis. ‚subintegerriihis, capsula ‚elongato-pyri- formi. autante s. opgrono depresso,- .eonico cum

acumine. Br

" Auf.den Alpen. um Heiligenblut von Em. Dr,

u Martius. gesammelt; ihr ‚Fettglanz und eine

gewisse, Rigidität' der Blätter‘ unterscheiden sie ‚aut den ‚ersten Blick,

NW, :cgaespitosa. nobis, caule fasciculato

yamosö, coma fastigiata, follis exectis. lineari -lan-. & geolatis, argute servatis,; capsula: horizontali oylin-

Arion, ‚operanlo ‚conico acuminato. Wir fanden, diese, ‚Art. auf dem’ Rathhausberge

undi in der. ‚Grosarl, und Herr Lucas sammelte

sie: auch auf: den Schweitzeralpen. : 4

Ww. bicolor nobis,’caule. innoyante subzar moso, ‚Foliis ‚strietis. Tanteolato-Acumiriatis serratis, innovantiorum ‚latioribus imbrieatis, nervo eyanes-

sente, capsula ppiformi autanter ı

Wir sammelten ‚diese nene Art auf dein Rath:

hausberge. in Gesellschaft. mir: Tenbergii und auf den Malnitzertauexn. .

Bryum W Wah:

u:

103

Eine schr ausgezeichnete Pflanze! die untern Blätter sind schwarz,. die jungen, Triebe aber hell-’ ‚grün,’der.am Grunde etwas gektümmte Fruchtstiel- ist ebenfalls “üterhalb ‚schwa, “aufwärts aber”

‚roth: ‚Die: vor der Reife aufrecht stehende, zun” Zeit der Reife nickende Kapsäl-ist immer auf den‘, einen Seite dünkelbraun, auf, der andern gelblich braun ‚gefärbte "Der Stengel‘ etreicht hööhstens die Höhe: “von. 3— 4 Linien. s“

a

. nn -.

W. ‚Saseiculata nobis, eaule a. basi. famo-

so 'subfasciculato, comia elongata. laya, folijs. lan-.

ceolatis acntis apice sera. sapgpla elongae-Py-

xiformi ‚gernus.- ‚operculo. gepico acuminatgr-. Auf der. Pasterze - ‚bey; Heiligenblut“: und i in:

der Grosarl an Felsen auf Dammerde. :. 1; .;, 2 Untexscheidet sich von.den ihr nahe;; ;kom-

menden Gattungsverwandten durch die gebügehel-,

ten Stengel, und die Form der Kapsel. :.; zen

W.nüutans Hedw., taule simpliei’ inno- vante,: comä »fastigiata ‚subelongata, folüis’ oblon- 'go - layceolatis acuminatis serratis; capsula pen-' dula oblongo - greiformi, ‚öperculo convexö ACur. mine.breri. 0 rs

Auf ‚den‘ Alpen unter manchee Abweichuni-' & gen gemein, - un

Die Mühdung der Kapsel erweitert ksta nick jabgewörfenen Deckel, und dieses sieht der Frucht

ARE

eine- eigene’ sehr’ chäracteristiäche: Form.’ 2

4 x . a .

v

„10R- u x

. Bey. Gefrees. entdeckte. unser Freund. Funek. "eine ‚Spielart mit u Zoll langem | Fruchistiel und, kurzer. 'rothbrauneg; 'birgförmiger. Capsel,- ‚deren .

Mündung sich. ‚näch, ‚dem ‚Ausschütten des Saamens nicht, eryeitente, - Sie ‚äindet. sich in. verschiede- ‚nen Exemplaren ; seiner ‚Hefte als. W. nutans

WW. macrocanpa. ‚nobis, Webexa:longi- ,! collis "Wahl, Al. serpath. ‚caule: 'subsimplici, inno- . yante, coma fastigiata ‚breyi, foliis. patulis, ohlonn g0-lanceolatis "submucronatis apiee servulatis, cap-

‚sula elgvata. ereotö- -sernun, operculo” vonido. acu- . mins en Du

j

a

. In, der Grosal. \ Soße, '

„. Vor 'der W: fasciculäta vorzüglich durdh. don

Iniezen.. -Sthopf. und’ den’ fäst einfachen Stengel “unterschieden. "Wo 0,0 0 2; W'älpina nobis, caule inhövänte; "Coma elowgain” siriete, "Foliis ‚hlöngo - ‚lanceolatis acumi« ‚natis, apice’gexratis, capsula” nutante subeylindriea, ararenlo-heien apieulato, ;Crypt. sel, CtIL.D. IE, 3. ßr.capsyla, breviore uhppitoini, opgreulo _conyexo': -apieulato. .; : ö „An, ‚Belsen- auf der: Gösnizälpe. hei Heiligen ai, blut häufig, auf dem Windischmattreyertauein und einigen andern hohen „Alpen i in Tyrol: und Gastein selten. Ihre, Früchte reifen i im Augustz' Die Re RB: kommt. an denselben. Orten vor. w;: longieollis,,

a

‚He dw Spee.. n "must, 169. Tah, XCH:: eaule, ereetb, simplieissimo, eo.

Au KaEE

oo 105

ma elongata laxa, foliis Janceolätis‘“ apicd "serrula-

' tis,..capäula’erecta e basi longissima attenuata ey. lindriea, ‘opereuld subeonico apieulato, ="

ur

. Wir: ‚fanden. diese letztere Art nicht: selbst, -

haben aber Exemplare verglichen, die Hr. Funck

durch den; verstorbenen Mohr aus Schwedeh‘i Erz.

. hielt, und ; stützen : auf. diese "Untersuchung ‚den hier gegebenen: Unterscheidungscharaeter det: W e-

bera: longicollis, von ‚der alpina. Die” Aehnlich: .

„keit der erstern: mit.M nium- orudum ist wirklich auffallentl,. auch sind, bei “ihr, le. bei diesem, die inneren: Blätter des ‚schliffen: dangen: Schopfs be

‚dentehdschinäler und-schärfertgesägt; alle: Blät- ‚ter scheinen Aber ‚schmäler-y als "bei: M. 'crudum;

und die Capspli ist! länger,. schlanker und’ fast ganz aufrecht,. dabei. vor dem „Abwerfen . des: Deckel chens unter der Mündung: .zusamimengeschnürt. Die Farbe: der Blätter ist: etwas: lebhafter, als bei

M.. erudum,. doöh.lange nicht: so: frisch ‘und glän-

zend 'grün,.wie ‚bei unserer .::VV. ‚alpina. a Nimmt man dazu, dafs Swartz:seinBryum . löngicollum :als zweyhäusig, .d..h. als ein wahres. Bryum.angiebt, so ‚darf man, sich wohl erläuben,. ' die "Webera. longicollis. als eine "problematische Pflanze,. Bötgnikern, die siein' zahlreichen Exem-

plaren vor Augen haben,. zur nähern Prüfung Zu.

empfehlen... Herr Apotheker Lucas fand. ‚ein. mit .den, ‚schwedischen. ‚Exemplaren . und nit S wars,

zens.u, Hedwigs Abbildungen: gut: känmonirerl« .:

y

„:

100° des Moog in der; ‚Schweiz, dessen Capsel aber et.

. was kürzer ind nicht ganz aufrecht ist; ‘es zeigt ‚gleichfalls ehäusige Blüthen. - ir.

ha : .Meesia Hedw. .

RS :M. deniissa nobis, .caule ramoso, Folis

\ ohlongi s ,. Capsula- pendula pyriformi,: operculo he-

‚misphaerice „umbonatö,. ..: or

© An.,der Mefserlingwand auf: dem Mattreyer- u

mern; ‚und: ‚Auf der. Teuschnitzälpe bei Kols, Em. B Aug. mit: reifen. Früchten.

. Diese niedliche. Art: ist die Weinsts Ihrer Gattung, ‘und. unterscheidet sich von ihren Gat iungsverwandten auf: den ersten Blick‘ durch den hagenförmig. gekrümmmten Fruchtstiel und die vor“ „hältnilsmäfsig sehr. grofsen; blafsgelben. Früchte, "die: fast auf, der Erde .:aufliegen.

RICH Rolytrichum He dw.

'B Hoppi ii.Hornsich., caule: sinpliei, {0

"Als © basi dilatata : membranacea lineayi «. Iingula- - is ‚piliferis intogorzimis , eapsula. eubiea,. 0 oper-

culo' 0 plno: „wöstellato.. le

“Im der Gösniz, bey Heiligenblut an ‚den grü-- pen, Plätzen ‚vor. dem ' ersten See auf der "Och!

‚Senalpe: et au ee

: Diese neue. Species, der ich deh Namen mei- nes; innig verehrten Lehrers, der 'sie am a. O- „Zuerst. gefunden „beyzulegen wage, hat zwär anf den ersten Blick Achnlichkeit mi: P, piliferum

doch bemerkt. man bald den wichtigen Unterschied .

\ '

Ä

f

u | f 107

‚der Blattform. ‚Die dicht, anliegenden, ’auch in: der’

Nähe "noch aufrechten. Blätter, das. an den Seiten:

etwas herablaufendle' ‚längere Haar, die. dickere längere kubische Kapsel, ‚und die. gesättigtere roth- gelbe, Farbe der Rruchtstiele und: dex Mütze: sind;

schnell in "die Augen fallende Unterscheidungs-

zeichen... m ih

+ EEE er

‚Das: Polytrichum piliferum. wird am ‚Auf u Klgende Art zu charaöterisiren seyn: ',

- PD, gaule sub- simpliei, folüs'e. bass) Alatata

Yincari - ‚Janceolatis piliferis integerrimis; . ‚capsula diodrangulani, apeneulo ‚conico. _ . ::Düese Artist "bekanmtlich in den. hrenen ge« nein, “und 'da sie in den. Alpen- ‚von Heiligenblut . uva, gar nicht, vorkommt, so wäre zu „untersu- öhen;. ob. die. won; Hirn; ‚Prölich: it. den..Salz« burgeralpen und von Hrm. Bridel im.den Py= renäeh ‚Sesabumnelie ‚Ant etwa’ zu. der erstern g6- hören... was a u en ne Ankündigung. BE : Pr ologia germanica, oder systematische Be- 'schreibung, ; und Abbildung‘. der‘ ‘Läuhmoose

a‘ ‚Tentschlands. Von.Dr: Nees. v Es enhank.

ai -imd Dr; Horhschüch. ;

‚Die so! eben in Meutschland bekannt gewor- |

dene. Muscologia- britannica 'von Hooker, 'hat die ‚Herauggeber von der Nützlichkeit: eines sol-

‚chen Werks für "die: ’Mooskunde in: Teutschland

aufs lebhafteste überzeugt und zu dem. Emschlufs

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:108

bewogen; ‚eine. ‚ähnliche ‚Arbeit. ‚Zu unternehneh, * Ausser. dem Ta schenbuch von Weber und Mohn, existirt keine umfassende Aufzählung der tent- schen Moose... Wie vieles. ist. aber in ‘der Zeit von., dessen Erscheinen. bis jetzt entdeckt, berich- tigt und umgestaltet worden, u - Die treffllichen Werke von Hedwig "und, e Schwägricken sind ‚auf.die ganze. Mooskunde angelegt, kostspielig, und. ‚zu ersten, Handger brauch unbequem. . 7 Nur w

"Einzelne: Floren. genügen. nicht, Fe

So möchte denn’ allerdings: eine systematische -. Uebersicht der tentschen Moose manchem Freund , der. Mooskunde erwünscht seyn, und der Verkegew darf sich Hoffnung ‚auf Absatz und Unterstützung machen; iwerin :die, Ausführung ‚den Enfodornisseh ‚emtsppiehe:, Tec. stern .

Die. Zwackmälsigheit ‚des gewählten „Mustexs Tiegt aber. am Tage, und kann. von jedem aus die-

sem. selbst angesehen werden!

Ein’ ‚Oetärband, sauber :und , covrekt,: aber . sparsam. gedruckt; vorah die. Synopsis generum xt ‚specierum, lateinisch, : dann die Genera milk ih- ven Arten... Hier der wesentliche Gattüngsclia-' 'rakter lateinisch und teuisch 5. nur da, we eine ‚neue, Gattung .cs erfordert, “ein. kurzer, vergleir ‚chender natürlicher Charakter,: darauf die Arten in guten Uhterabtheilungen,. neu. defi nur, mb. Rücksicht, auf alle. ‚bekannten, Arten. ‚der. Gate

er ö6 w

{ 4 on , -

TE 109 Aung. , ‚Diese Dehnitionen sollen ebenfalls Iatei- ‚nisch und teutsch verfalst seyn. Auf die Defini:- tion, folgt..eine kurze Synonymie, nur das Gewilse , ‚und, Berichtigte, Hierauf Vaterland, Dauer, Zeit der Fruchtreife.

„Endlich eine Beschreibung, kurz, vergleichend, ‘änd, ‘wo es Noth' hub, ein ‚paar keitische Bemer- kungen. ar '

"Die Tafeln, ehöntalls in Oktav, sollen alle u "Heschricbenen Arten därstellen. ° :Sie "werden in ' Felder. ‚getheilt, und jedes Feld erhält, mit spar- samer: Benutzung. des Baumes, die nöthigen. ‚Figu- ren, wo es-hinreicht blöl® ah Uhrißs, die! ‚übrigen ausgeführt, doch nicht lkuininirt.,

. Voran ‚gehen ein. paar Tafeln ‚mit don. Gil tüngskennzeichen, ‘dann folgen die Arten.‘ Ein ' Stämmchen, bald vergröfsert, mit heigesetztem Strich für die natürliche Gröfse, bald. in natürli- cher Gröfse;:ein Räschen, wo es Nath thut, dann ‚ein ‚oder ein paar Blätter, die Frucht im Umrils, kurz überall so viel, ‘als. zur Auffafsung des Cha- "rakteristischen nöthig ist, . daher bei einer; Art | mehr, bey. der andern weniger, Eee ..1..Die ‚Verfasser ‚glauben sich zu dem Unter: ‚nelimen. befugt, ‚denn. sie besitzen : fast! alle ‚teut- schen, Moose: ind "viele. der schwierigen in Ori- ginalexemplären. aus der" Hand der ersten Entde-. cher, oder derer, die sie zuerst beschrieben. Sie werden nichts aufnehmen , was sie nicht im: Oi-

n

, 0.04 . vi

110

"ginal' sahen. . Sie werden Höookers Werk nicht

übersetzen, ‚sondern. alles aus der Natur beschrei- 5

beny und aus der Z usammenstellung definiren, wo, nicht die Vollständigkeit der frühern n Diagnostik

gnögt ne \ Sie werden. endlich. mehr. Arten. beschreiben,

ne als sie beschrieben vorfinden , also nicht. bloß

das Verdienst der Sammler haben; denn: der“ eine nu

Herausgeber, Dr. Ho rnschuch, ‚wird ' seine ‚Sg: nen ‚Entdeckungen | auf verschiedenen Reisen in. die süddeutschen. Alpen, nebst mehrern Entde- ekungen seiner Freunde, hinzufügen , und sie dürfen der Hoffnung. Raum geben, dafs viele, ja

alle teutschen Moosfreunde mit ihren Entdeckun-

gen die. Vollständigkeit ‚dieser "Moosgeschichtg Teutschlands. fördern ‚werden. ‘Mit Dankbarkeit wird. jedem‘ Entdecker sein. ‚Recht wiederfahren, . Bi

5 "Die Abbildungen sollen theils Copien, teils

Originalzeichnungen seyn‘, "wie' es die Umstände - fordern, und wie" es dem. Zweck genügt , R ‚so wohlfeil als, möglich, ein vollständiges nicht un- gefälliges Verzeichnils der‘ teutschen Moose, das

den Benützer in den. ‚Stahd setzt, ohne weitere,

Beyhülfe eine beschriebene Art wieder. zu erken!

nen, in die Hand’ der teutschen: Botaniker zu |

bringen, und zwar mit einer solghen® Einrich- tung, dafs auch der; der lateinischen Sprache Un-. Kundige, es lesen und bequem ‚gebrauchen kann.” \

2 Ber . 4 11

. Auch ‚der' kritische: Theil dürfte, da den Her- ausgeben ‚die meisten: byologischen Schriften za „Gebot stehen, "und fleilsig von ihnen nicht: ohne . Widerspruch ‚beriutzt' worden sind, einige Aus-, heute. liefern. EEE Eee

EEE wur 0% n Zu - o. Eu;

Da von den verdienstvollen, dem: botänischeri Publikum schon rühmlichst. bekannten Herrn Ver- fassern dieser ‚hier angekündigten Bryologia ger-- manica mir die ‚Bearbeitung der ‚Kupfertafeln und

"zugleich -der „Verlag dieses. Werkes, auf ‚meine, Kosten ‚anvertraut worden, so erlaube ich mir nur noch, hierkey zu bemerken, dafs ich nichts " rersäunien werde , für ein dem. innern Werthe dieses ‚Werkes angemessenes "Aeussere zu. Sor-, gen. Das ganze Werk wird etwa 50 Bogen Test, mit schönen lateinischen Lettern gedruckt, auf schönem weifsen Druckpapier, und eben so viele Kupfertafeln. enthalten. Der Preis für ı Exem- plan. soll ‚gleichwohl nicht über 15 fl. rhein. oder - 8 Rıhlr. 8 gr, "sächs. betragen. Bis Ostern 1820. soll es erscheinen. , Inder äweyten Abtheilung, möinee » Deutsch- lands Flora sollen nach und nach die in. der Bay- ologia germanica zuehst als neu äufgeführten Ar- ten, in ausführlichen und ausgemalten. Abbildan- gen erscheinen; da solche in unserm Werke up im Umrils geliefert werden, woraus zugleich en hellt, dafs die ‚zweyte Abtheilung: der „yon mir.

r }

412

bisher in "zyranglosen Heften‘ gelieferten ' deut-'

schen ‘Flora. durch dieses Werk nicht entbehr- _

lich‘ gerpacht, sondern’ dafs sie, den Gegenstand ' "noch ausführlicher. behandeln. wird, ‚als es in un-

serm Werle geschehen kann, welches mehr als

ein Handbuch. zu, „betrachten seyn. wird. "Nürnberg | im Jafıuar. 1dı9. j

E © Jacob. Sturm.

BE DM Lesefrücht et. ı Eine Flore Louisianaise. ou. Description. »

De

An

des’ 'plantes | qui ont &td observees par Yauteur ,

ägns ‘ses voyage ala Louisiane classde selon la.

methode de Jussieu“* findet sich in C. €. Ro- bin’ Voyage dans Yinterieur de la Louisiane, ‚de

1a’ 'Floride oceidentale et dans les isles de la Mar- tinique et de'St. Domingue; pendant les anndes

1802: _ 806... Paris 1806 i in 8vo. IH. p- 313- 351. -

2, Aus "den. Früchten des’ Dolicho 5 un: giiealis bereiten’ ‚die La an Fr ais (Einwohner, der

"Landes),schr. schmackhafte Suppen; Siche Tho«,

re promenade- ‚sur les cötes du Golfe de Ia Gas- cogne in Malte - - Brun, Annales ‚ses voyages sy

3. Aus“ Fueus Palmas, L. "hat Thore ein vortreffliches ‚Hygrometer verfertiget, Siehe, des-

.. sen "Briefe: in, Millins Mag. Eneyols ‚Tanne I JR 1: Pa BE

B 1 "'n

‚F I oO r a.

oder

Botanische Zeitung

‚N 3. Regensburg am 28. Febr. 1319. Zee T\ O0 Een Te;

ee

L Aufsätze

Veher Scabiosa norica: Vest, " :(Vexgl, ‚Flora Ep ib), zu

,E

Oys Srabiöse, vlorica Vest. von 8, Cohimibar. 'ria wirklich‘ spedid vefschfedeh‘ sey; "möchte viel- "leicht doch noch einiger Uiitersüchung ' werth seyf, .

wenigstens heditifen die ühterscheidenden Merk- iiale, 'ioch einer nähern, Auseinarldersetzung. Es "ist diese Pflanze im Systema vegetab. ed. Roe-

er et Schultes T. I, p: 65. Nro. ı6. wirkt.

"lich als eigene .Species (nicht als Varietät der &, '

" Columbaria*) aufgeführt: "Sie ist nach des sel,

Rhode .in. _ Paris an gestellten Vergleichungen. "nicht nur die von Walds tein und Kitaib. el

als 8, strieta beschriebene Pflanze, sondem auch die schon früher als S& lucida von Villars bei kannte, und folglich eine weit verbreitete Alpen i

rn wie Geasehentehler, und. sollte in Flora vw p 496: an, - statt Schultes' syst, veg. heilen: Schultes flor, ‚AUstuiachs Verzle auch Botan, Zeitung 1804 S. 313% Fa x ae

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j

D

114 u

\ pflanze, Es, sind also im nieuen Syst. veg., Ned. ‚7.8. strieta W: ei K, Nro. ı6 S. norica Vest, "und: No: 17 5 jucida Yill, eine und dieselbe Pflanze. _ Es fragt ‘sich nur nöch, ob diese ‚S. Iu- "gida Vill. (es bleibe der älteste und wohl auch

._ bezeichnendste Name) eine eigene Species oder

"eine Varietät, der $,. Columbaria- ist: Einsender dieses, hat die $; norica sowohl auf ‚den Oestrei- u . ehischen als den ‘Schweizeralpen auf dem Pa neyrossaz ‘in; wallis gesammelt; er hat aber auch, Varietäten. der 5. 'Columbaria : dus einer. Ge

‚gend vor sich; wo voü keirier Alpe .die Rede ist, ‚ga die höchsten Berge 700 Fuls über das. Fluß.

bet gehen, welche er hur sehr schwer von den

‚aus der genannten. Alpehgegenden-: ‚gesammelten

Exemplaren. der $:; norica zu unterscheiden wuß-

te; wenigsteris reicht. dazu die höchst wandelbare

Form der Blätter nicht‘ kin, vielmehr scheint der

Name Tucida. das ‚Merkmal ! 'zu. seyn, wodurch a

allein! schon im Stande wäre; die ‚untereinander geworfene Exemplare des Herbariums zu trennen | Ein Hauptunterschigd scheint auf dem allgemei-

nen Kelch’zu beruhen} bei‘ S. norica sind. die fo- 3iola calicis corollam supexantia, ‚bei ‚S, Columba-

ria corallam -vix aequantia, Es wäre. der ‚Mühe -

werth, diese Ppolymorphe und polynyme Pflanze

aus Ihren. verschiedenen Standörtern i iin: ‚frischen

Zustande zu beschreiben, und die’ wesentlichen

Unterschiede von der 8, Colmmabaria aus ‚den Vor-

r

| 118 gleichungen zu absirahirefi: . Vorzüglich aber ‚möchten wohl "solche in. ‚ünserä Tagen so häufig. vorkommende Gegenstände ‚vor ‚das, Forum einer botanischen ‚Gesellschaft gehöreti;, Um zugleich ‚durch ‚Gultotrersuche iur ‚botanischen ‚Gärten die Wahrheit zu ‚erforschen, ‚und. damit alle weiteren . „Pisgussionen auf ‚ewige Zeiten: ‚zu beseiigen. en Eu

I. Goswerpondenn ler

Nürnberg, ‚Ihre ‚schätzbare Zuschrift For Be vorigen, Monats, ‚in Begleitung. ‚Zweiei, dem Anscheine sach gleichartigen Pflänzchen,, das eine aus’ "Steiermark, ‚das anders, ; Ki Tyrol; habe ich wohl erhalten, aus. Mängel : an Zeit bei den Kurs „zen Tagen sber önft jetzt. nich init der getianern u ‚Untersuchung und Abbildung derselben beschäfti« N gen können; weıin ich gleich sölches früher thuni ZU können, gewünscht habe, da der ganz .eigne Habitus dieser Pflanze äuf keins der bekannten ‚Gattungeni- schlielsen liefs; wein Sie ‚auch. nichts ‚davon erwähnt hätten; - dafs‘ solche ‚Einer ‚heuei ‚Gattung angehören sellen;, folglich schon delswes ‚gen. Yo höchsten Interesse für mich waren, wel „ches ‚Sie, such dadurch noch sehr. erhöhten; dafs ur ‚Sie ‚d Bokanntinachunig dieser, denen Gattung, mir für ein ‚üächstes Heft. meiner Flora ‚gütiget, ver Apnächen '

„Wenn. die Untersuchung. sch‘ Keiner Bin hen

ee

‚schon. Aufmerksamkeit. und die grölste "Behutsan«

D

*

"tern Behandlung. hinderlie

Keit in- der Behandlting, ‚erfordert,‘ so sind: solche bei: Untersuchwüg ‚derselben Theile an getröckne: . ten ‚und daher zusammenigeprefsten, Pilanzen dop-

pelr, nötbig; w wenn 'mahı einem’ sichern Resal. "ate' gelangen, will: Um daher inir die" Untörsu- E chung, an- dieser’ Pllänze zu exleichtein und‘ mög- ‚lich Zu machen, weichte- ich‘ mehrere der kleinen

Blüthen ‚einige Zeit i in! 'Weingeist ein, bis solche

so, viel öfweicht waren, dals. sich‘ “alie‘ Wheile; nach "dem ich sie aus. dem Weingeist. genommen und

auf Löschpapier‘ gelegt’ hatte, damit solches. die überflüssige Feuchtigkeit einsögt, welche’ der wei-

hi gewesen "wäre; ‚leicht ' äuseinänder- legen‘ Keßsen.‘ "80. vorbereitet zet- legte‘ ich die Blüthe yörmittelst einer feinen’ Pin-,

Bette "und. Nadel unter‘ dem, Gläse in ihre einzöl.

nen Theile, wo. ich. dann Aolgendes beobachtete;

A Er „=

"tele: Herbläiinig, heir as Blatt chen von däcer Größse,: länglich, eiförinig, aussen gewölbt, innwendig hohl,‘ "an "der Spitze eiwäs ginwärts‘ ge- bogeh;. "von. ‚einer‘ ‘feihen, zelligen;' Aurchstehtigen. Cönsistehz,' hellgrün,: takt; ei‘ breitet, elwag’ ei.

"habenen,. die mittlere” bis. zur Spitäe” Äusgehehden,

die "beiden: anderh. äber vor‘, ‚derselben. verschwin- denden. Längsnerren durehzogen, und einem brei-

ten; besonders an ‘der Spitze singehogenen wei- “(sen dürchsichtigen: Rande. -

op.

2

.\ nn . 117 ‚Blume: ierblättrig;. die Blumenblätter“ weils, zart, lanzettförmig, ‚zugespitzt, mit ihrem!

langen, ‚schmalen Nagel zwischen den. Staubiäden, am. Blumenboden ang geheftet,

vr Staubgefälßer aus- dem. Bhuimenboden. Fir =

den.: acht, weils, durchsichtig, breit, fadenförmig,,

von gleicher. L änge,, und länger, als die. ‚Blume,

Beutel: und, ‚doppelt, gelblichweils, Stömpel. Fruchtknoten: einfach, oylins,

.derförmig, mit einem Wulst, ‚gekrönt, \ Gri ffel:

drei, fadenförmig, kürzer. als die. Staubfäden, und bis auf den Grund gerheilt,. Narbe: klein.

Fruehts. fehlte noch, 00: Re

Die. vielen Aestehen des i in 1 mehrere Hauptäste:

zertheilten Stämmichens sind von den dachziegel-

förmig an und übereinander liegenden’ Blättern, dicht bekleidet. An jedes Aestchens Spitze, balb von den Blättern eingehüllt, steht eine einzelne Blüthe auf einem kurzen ‚Stiel. Die untersien. oder älteren Blätter sind schwärzlich , die folgenden. ochergelb und nur 'die letzten ander Spitze ste- henden hellgrün. Sie sind länglich - eiförmig, stumpf. zugespitzt,, fast von ‚gleicher Consistenz, wie ‘die ‚Kelchblätter,, hur. derher, ‘oben ein wenig.

" gewälbt, auf. der Unterseite etwas ansgehähle, "nie

drei starken, hellern,. his zur. ‚Spitze reicheuden,

4

Nerven: durchzogen, la , Nur an- dieser Art ans Steiermark + waren Blu.

menblätten vorhanden, "von ‚denen ich an, der Alk =,

4.

.

18

der. Ant aus Tyrol Keine Spur bemerken konnte. Auch fand ich an allen Blüthen der erstern Art, Sie ich untersuchte, nur zwei Griffel, während

“ich bei der.andeın Art, heständig und, deutlich

deren drei fand, Ueber die” Klappen und Fä-

“. &her. der Kapsel konnte ich zu keiner Gewilsheit

gelangen, da der noch junge äusserst kleine Fr »acht- knoten in dem Zustande, wie ich ihn yor mir hat- te, noch zu unvollkommen war,

Mit Verlangen sehe ich dem Resultäte Ihrer Beobachtungen an dieser Pflanze entgegen,. in g% spannter Erwartung, in wie weit solche mit den meinigen übereinstimmen, ader davon abweichen, yud_welehe Stelle Sie ihr im "ysiorhp anweisen werden, -

„Nernherg den 18. Janyar BG;

j Jacob Sturm, Nachschrift von Hoppe

Die. Leser der Flora: begreiffen leicht, dafs hier die Rede von den beiden Pflanzen jst, von welchen j in Nro, 2. gehandelt worden, Ich hatte | Hın, Sturm jene Pflanzen zum Zergliedern zu- geschickt, ohne, um ihn nicht irre. zu, führen, meine Ansicht über. dieselhen ‚beizufügen. Die Zergliederung ist, ‘wie gich van Hrn. Sturm em. warten läfst, vortrefflich ausgefallen, und das Re- ‚sültat, wie die Yergleichung lehrt, mit den in No.2 befindlichen Darstellungen ganz übereinstimmend, Die emöogehene Digynie von der steiermärkischen

119 ‚Pflanze, zeigt, dafs dieser Theil mit 2,8 und & variirt,, und das bei der Tyroler Pflanze night ge- ' sehene Honiggefäfs, mag darin seinen Grund ha- ben; dafs es sehr klein und grün, folglich nicht ausgezeichnet und in der trockenen Pilanze nur schwer zu finden ist.. Das endliche Resultat beru- het jetzt auf der Beschaffenheit der Frucht und ‚der Zahl der Saamen, die nun im Verlaufe die- _ 'ses Sommers, sowohl yon der steiermärkischen, _ ‚als tyrolischen Pflanze erwartet werden. Höchst wahrscheinlich sind es zwei Gattungen, doch ist - auch möglich, dafs sie im Verhältnifs wie Sagi- ' ' na apetala zu den übrigen Arten ‚dieser " euuung nur 2 .Ärten ausmachen, oe Diese Betrachtungen haben nun weliers - den Gedanken zur Reife gebracht, das künftige Heft der Deutschl. Flora von Sturm ganz mit. den Gewächsen dieser Familie anzufüllen, wohin die Arenarien, Moehringia, Cherleria, Sper- gula, Holosteum, Sagina, vorzüglich Sagi« na erecta, die bekanntlich von Ehrhart als neue Gattung (Mönchia) aufgeführt wurde, viel- "leicht auch Tillea u. s, w. gehören. Die bei. . den letzten Pflanzen hoffen wir zu diesem Zwecke - in blühenden und fruchttragenden Exemplaren von Freund: Nestler und Zeyhex zu erhalten. OL Botanische alten Du 1. *Funckiana Der Herr Apotheker Schlmo yer in. Cäln

4 .

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je > 5

hat im vobigen ‚Jahr auf alten verfaulten Baum- ‚stämmen. in dortiger Gegend.’ein Moos gefunden, . welches den Habitüseiner Encalypta, das Pe- |

vistom von Ortkotrichum und eine glatte zur Seite geschlitzte Haube, hat, Er: theilte sölches "dem, ‚Herrn Professor Nees: y, Esenb e ck ‚mit, wis dessen‘ genauer Untersuchung sich ergab. dafs “es-eine heue Gattung sey. Er ‚nannte sie Am- ‘‚ phidium, wie: in. Nro. 3 D ‘526. der botani- schen Zeitung . vom. vorigen Jahr bereits erwähnt worden, ünd sie wird i im ı7ten Sturmischen Hefte ‚unter dem Namen A. pulvinatum erscheinen. Wie "ich indessen. aus der.dieser Tagen erhaltenen -Muscologia Britannica von Hooker und Ta ylor „ersehe, ist dieses. Amphidium dasselbe- "Moos,

welches Dickson im ten Fasc.. seiner Plant. u

exypt. vi. £3 abbildete, und Bryum gonoir deum benannte, fernerSm ith. unter. Mnium conoi-

‚deum i in der F Flor. Britan: aufnahm, und. das neuer- lich von Schwägrichen (Suppl, müse. IL, p.87) und Bridel (Suppl. muse. ur pP: 2) zu Gyıiı noce phalus gezogen: wurde, .‚Däls dieses Moos aber eine eigne "Gattung 'sey, haben auch die Her-

ausgeber ‘der Musc. Britan, gefunden, und es dar

her im ‚genannten ‚Werk Seite 70 "unter dem Na- |

men „Zygo do nit beschrieben, und den Gattungs- charakter- Tab, IH, und das Moos selbst Tab, u vorgestellt, nt EEE re

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. Versammlung der önigl. ‚botan. Ge- | sellschaft am Atem“ ‚Febr:

2

_ Vorgelegte Beyiräge, - Er a). Für die Bibliothek. . er a 1 -Primitiae Florae Besequeboensia, adiectis descriptionibus centum eirciter stirplum, ‚novarum.

observationibusque eritieis, austore Friderieo Wiln ; helmo Meyer, Phil, Dr. ei liberal. art, Magist,

cetr.. ‚cum, tabul, aeneig, duabus, Götting 1808. hr

Als Geschenk. des Hın. ‚Verfassers, 2, Catalogus plantartim. quas in ditione Flörae "palatin. legerunt G. "Hoch &tJB ‚Zizs.. "Phane. rogamia, Als Geschenk. ‚von Hm, Dr! £ "Ziz, in. Maine . EEE

EM Enumeratio plantarım varlorum in Gallia . australi, sponte nascentium, quas in. usum Bötani- corum legit et exsiecavit Ph. Salzmann. Mont» pellier 1818, Als ‚Geschenk des Urn, Verfassers,

Er Seminum . in horto hotanico Bevolinensi, anno 1818 ‚eollectorum Enumeratio.. Vom Hen,

' Gartsindixeotor Otto, | x

an Ä

FE b) Für die, ‚Flora, er “, '

u Bemerkungen hi lüber einige Arten. aus ‚der. Gattung Scorzonera Von Herrn. Grafen von ‘Stier nber & |

a

e Botanische Bemerkungen anf einer. Reise

= ganch Rügen. ‚Von HH. Du Ziemsen und. °

je

Hornschuch, Bras 0,

:

&

, 3, Uebersicht der Gattung, Aco nitum und. Ne

rer: Arten. Von Hrn, Dr. und Prof, Medi, Reis "chenbach, -

Die Gesellschaft beschliefst, diesen letzten. schr reichhaltigen ‚und höchst interessanten Auf. satz, der‘ Gemeinnützigkeit halber ' in einem eis", genen "Werke: besonders. abdrucken . zu lafsen, Sie finder "sich ferner, "da diese Uebersicht ber weist, dafs: diese ‚schöne Pflanzengattung , wel- | che so lange” in der größten Verwirrung blieb, nun befser entwickelt. und deutlicher dargestellt werden wird, veranlafst, einen freundlichen Auf- . ruf an diejenigen Botaniker, ' welche hier’ noch nicht genannt sind, und welche; ‚Gelegenheit . hat- ten, ‚eigenthümliche Beobachtungen. an den Aco-' |

niten zu machen, neue Arten ‚aufzufinden, oder. Br

auch. nur.neue 'Standörter zu ‚entdecken; ergehen zu lafsen; und sie. ‚aufzufordern, ihre Bemerkun-

gen, mit Beilegung, der Exemplare; an den Hrn. '

_ Verfasser zu befördern, um, dadurch, wo möglich,

die zu bearbeitende Monographie. noch zu ver-- vellkommnen, ‘oder doch wenigstens die Stand- örter der ‚Arten :in Rücksicht der Flora. Teutsch-. lands noch mehr zu begründen, u De ' Uebrigens kann die Gesellschaft den aus dieser Vebersicht hervorleuchtenden, mit beträchtlichen Kosten yerbundenen Aufwand, von Mühe, Fleiß, wissenschaftlicher Thätigkeit und. Bebarrlichkeit gieht, genug bewundern, und dem Hın, Verlassen.

Min

7

) 4123 nur ihren ungetheiltesten Beyfall zellen, ; so wje’sie: die Bereitwilligkeit tputscker Botaniker, in Unter-. stützung durch’ Beyträge, ‚hier abermals im schöne sten Lichte dargestellt: sieht, und «darauf. ‚die Hoff zung bauet, dafs es den. Ausländern schwerlich \ gelingen dürfte, unserer Nation den Kranz, . wel- chen sie. sich, bisher im Dienste. der' Flora er- worben hat, aus den Händen zu winden,

N Todesfälle

. Mit Wehmuth zeig en wir den - ‚Todesfall. ein ‚nes den. thätigsten’ Mitarbeiter unsrer' "Zeitschrift an, ı Dr Römer. in Zürch. lebt nicht mehr; Br ' ‚starb ‚vorigen Monpt plötzlich - an einem organi. schen Fehler, nachdem ex schon: längere Zeit am: | . Brüstbeschwerden gelitten hätte, et en IUmsere’ Wis senschaft hat ihm sehr viel zu verdanken, und sehr viel hat. sie jetzt noch an. ihm verloren, denn er war einer unserer fleifsig- ‚sten Botaniker , dessen Thätigkeit schon in jüngern Jahren begann, seine ganze. Lebenszeit hindurch fortwähr te, und Auf von seinem Tode unterbrochen wurde, . : Römen ‚hatte, ausser der Armeikuide, Kennt,

nisse in allen Theilen der Naturwissenschaft, Ans. ". fängs huldigte er der Entgmolpgie, und seine Bei« B

träge, zup entomologischen. Bücherkenninifs, die schon in den ı7Boger Jahren in Füeßly neuem Magazin. für die Entomolegie, herauskamen, ZEUG« ten, ‚deutlich, von seinem unfpssonden Geiste, und

Aus

124 gaben. ‚grolse Hoffnäng von seinen ausgebrejteten Honatälsen. N

i \ \

. Späterhin huldigte er. ausschliefslich der Flo. va und: wurde einer der ersten Priester in ihrem -Peimpel. In Verbindung mit Usteri ‚gab er zu.

‚erst ein Magazin für die Botanik heraus, welches

er späterhin. allein. ‚fontsetzte, und welches zuletzt . in das. rejekhaltige Archiv für 'die Botanik über-

‚gieng. Mit seiner Flora europaea begann er ein sehr nützliches Werk, ‚und es war gewils nicht

‚seine Schuld, dafs es in den verflossenen trüben.

\ Jahren nicht fortgesetzt werden konnte; vielmehr

ist es noch im frischen Andenken "wie viel er sich: wegen erneuerter Fortsetzung ‚desselben, wiewohl vergeblich, bemühet hat... Indessen ‚konnte sein thätiger Geist nicht, Tasten, und immer it der - ‚Wissenschaft fortschreitend, erkannte 'er :zu gut. ihre Bedürfnifse. _ 50 entstand , ‚in Verbindung . mit, EL; Prof; Schultes das neue Spstomg vegeta- _ bilium,. eine ‚wichtige‘ aber auch mühselige Arbeit,

die seine- ganze, Thätigkeit in Anspruch. nahm:

Des senungeachtet vorsäumte br Keine Gelegenheit, .

. auch andern mit- seinen. - Kenntnissen,‘ au! ‚dienen,

und dadurch: vielseitig nützlich » zu‘ seyn, denn .

A eichenbach erfreute sich der Mittheilung sel. ner Aconiten, und. die botanische Zeitung, hat,

schon einige Aufsätze von seiner Hand, geliefert,

andere liegen nioch vor, und: mehrere wurden er-

wartot, Was indessen den Werth, dieses Mannes‘ 5

nn 7:

noch "zn. "eisten’ erhöhte, war 'die‘ 'Geäiegenheit aller seiner Schriften und seiner Aufsätze; "mit Beseitigung. aller denkbaren. Neberizwecke hatten sie‘ ausschliefslich die Tendenz, Wissenschäft "zu fördern und Kenntnilse zu verbreiten, wogu: "ih sein 'ausgebreiteter Briefwechsel mit dem Inn. Und

"Auslande sehr gut; zu statten ‚Ramı vu Mn ‘Auch wir erkrensien uns seiner. viefähöigen Freundschaft‘ "ind seines’ "unuhterbröchenen' Brief wechsele.” Wir glauben aus’. diesem leiztern eine "Stelle um 50’ “snehr ‚mittheilen“ A dürfen; als sie - ‚seinen. Tebhaften, noch“ in?'der lotzten Zeit: thäti-. "gen CE wir ölereste ee „Ich. kann Ihnen nicht“: gel sagen} were angenehmen‘ Genuß mir ii ih@ Horns chu chs AR "Tagebuch "verschafte, Ih kohnte des Lesens „nicht satt *ierden); sd nattäfich®krischten ‘sich®in „mir Erinnerungen der seligsten. Tage’ 'ineiner '„früßlern Lebensjahre auf, daßs’ich ordentlich das „Heimweh "bekam , ünd; der‘ Brustbesthwerden '„Vergessend; die mich schon” ‘seit: mehreren- Jah- - „ren jeden Gedanken ahı Berg.‘ 'öder: andere Fußs- E reisen ehisägen "hiefsen, leicht: yie ein; ‚Vogel „und tebensfroh. wie ein“Füngling, über Berg id » Thal, zu’ Wasser und; ‘zu Lände, mit Ihien‘ ‚da. Er von -eile utd wie "öin Kind’ über‘ ‚den heiligen | „Christ jeder seltenen und wohl gar neuen Pfla- "Ze ‚mich: freüe, welche: stets reundlich stets gie »üg. die: Katar Iuxheutit LE ELRE RE

. . x Y Ar > ”L

.- ‚120 . Sanft ruke: deine Aschet und wenn gleich die Quelle der: ‚Thränen; die die Naahricht von dei- niem Tode ‚gebahr; zu fliefsei aufhören wird, so . ‚kann. sie doch in unserer Herzen dankbarem Ge- ‚dächtiifs. nie versiegeti., =. u Von dem vierten Bande. des Systema Yogeta- billum, welches hun von Herrii. ‚Prof. .Schultes ‚allein‘ dorigesetzt wird, sind böreits' 50 Bogen ge- Ärueks; er umfalst die Pentähdria motogynia kaum en; Hälfte; nd hat auch. wieder eine Metige ad- ‚dendä et. emendanda, meistens aus Lehm ann, Auch das neueste Heft von Humbola et Bon. pland nova genera giebt eine Menge Zusätze, da es. im Fext wicht, ‚benützt ists en Bent uchtigung, ug? ie der Flora ‚adig. Nr 2 38. wird inter u "dent. aus Brasilien nach Wien gebrachten Pflan- ‚zen, ‚eine. Salicornia zit der Bemerkung, er ' ‚wähngt. 33 ‚die ‚erste. welche uns Aus. diesen Kli- ‚maten bekannt. wird, In den Meiöires du Mu „Phisiötre natur. Ton. ii. Pr 221. findet. sich eine . vergleichende Analyse, der 'Salic ofnien als. ‚den. Siümpfen, von 8. ‚Christophe nächst. Rio. Tas, E ‚neiro, mit, ‚denen aüs- ‚Indien ünd Allkantes Jene kann daher: nicht, ‚als Sanz- ünhekännt betrachtet ‚werden, wenn auch die Att hoch nicht hesiimnt wäre.. Ei $o fangen. demnach äte vegbrabilischen. Schätze Brasiliens nach. wid. tiach‘ ‚an Emiopa' an

[ar

127

wie die Flora’an mehrern Stellen Hund .geikan

hat. Namentlich kamen diese. Schätze. durch . Flemming und -Olbers nach. ‚Berlin, | ‚durch .

"Mikan und Schott: nach Wien, durch Mar tius nach München; dürckiCäunni ing h: am..und B ve “nach 'Löndon, - durek-St. Hil aife nach ‚Paris, "Wahrscheinlich -ist'auch. der Prinz von. Ne dw jed

‚nicht öhne Pflanzen zurückgekehrt, und Dr. Pohl.

"ind. noch eine ‚grolse' Anzahl mitbringen, : ‚Dar-,,

‚unter sind‘ hun sehr ‚Yield Neue. Gättungen‘ und

Arten, wie Martius’ und: Pohi bereits! lauf aus“

gesprochen haben N ‚So'höchst erfreulich diefs dem "sjstemätischest „Benmiken: ist4, abe. se. ‚sehr

mus ‘sich ihm "ach" der: Wunsch‘ äufdringen, . dafs \-

die Benennüng'und Bestimmung: ‚dieser.

‘Ge wächse einmickig geschehen möge: 5

NV, ‚Anzeige

Anzeige von. dem. Verkaufe getrockne- ter südfranzösischerPflanzen, nach An- “leitung. der: Eüümeratio pläntarum " rariorum in. gällia australi ‚sponte

. asdehriung audtöte Ph, ‚Salamann. \ u

., Herr Philipp Sal zum ann ‚hat währt send seirfes vieljältigen Aufenthalts i in Montpellier und Auf sei«

nen: Exeursionen nach“ ‚den ‚Östpyrenäen und. den,

‚Cevennen eine bedentende Anzahl wöhlgetrockue- ter Exemplare der ‚selineren Pflanzen jener Ge genden zusämmengebracht, ‚welche er aun unter

L,

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1

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folgenden. Beäinguigen den, Lieihabern der Bo-

tanik zum. ‚Verkauf anbietet: : ‘Die Auswahl, i in der’ ersten’ Sektion des Ver”

"zeichnilses: steht ganz frei; da, ‚aber von.den Pflan- u

‘zen der; ‚zweiten‘ und dıkkten. Sektion ‘gegenwärtig ‚nur wehige "Exemplare vorhanden sind, so: können

zu jeden hundert gewählter Pflanzen 'dex ersten ' Sektion nur ı Exemplar aus der: dritten, : oder 30 „Premplare aus der, zweiten. ‚Sektion abgegeben

erden... Das 100: dieser. Pllanzen. kostet 30 Fr.

et ih khreimeoder 7 Thler 20, gr ‚sächsisch). , ‚Die . "Bestellungen "geschehen :in frankixten Briefen, en

weder: :bei- Unterzeichneten in Mainz, oder hei Hr.

Salzm ann.än Montpellier :.Den Bestellungen bie " tet man: ‚zugleich: den Betrag baar, oder in Anwei- “sungen ‚beizufügen. Von Bestellungen, ‚welchg m

den evsten '6 Monaten des ‚Jährs einlaufen', kön-

nen die Pakete 'in der mine ed Oktobers dessel-..

‘hen’ Jährs; “und von: 'jenehir welche in den. 6 letk- ten, Möhaten: Binireffen,; Yin: der, "Mitte, Aprils des ' folgenden Jahrs, ‚hei mir. in’ Empfang, genommen, ‚oder "von imig ‚auf, Verlangen, der Hru. Bestel» ler weiter, ‚versendet. ‚weadden, ‚Wer‘ seine; Bestol-

‚lung früher, erfüllt zu sehen wünscht, ‚der zahlt‘.

zur. 25. Franos für ‚die Centurfe, hat aber las gan

ze Porto des Pakets yon Montpellier aus zu tragen N

Cataloge sind. hei Hrn Stürm in’ "Nümberd Hoppe, in Bogensburg. and bei Unterzeichneteit ‚zü "haben, N Dr. Zia in 1 Mainz.

er

\ oo.

F lora .- oder. -,

Botanische Zeitung

Niro. % Regensburg, am 7 Mäız 2210.

r

F . 1 Aufsitse F 2 Leber die im Garten zu Kew eultivirs‘ '. ten Arten der Gättung Dryandra. BR

en Brown. Von: Hrn Wendland jan.

Di

Uner die srolsch vögetabilischen. Schätze, die nach ‚der genayerh Untersuchung‘ von Neuholland, besonders. durch die Engländer, bekannt: ‚gewor- den sind, und 'die- gröfstentheils: durch das Unge« wöhnliche und das Schöne ihrer Form sich von “den Vegetabilien ahdrer Länder wunderbar aus- zeichnen, gehört besonders die Gattung Dryan- ‚Ira; deren näliere Bestimmung und Kenntnifs wir allein "Robert Brown zu. verdanken haben, Er nannte sie früher Josephia, und ihre 13 Arten, die er m Linn. "Trans. V. 10. p. 2iı und in Prodi, For. Noyäs Holland. V. TE. p.; 896. auf ‚geführt, . die einzige von la.Billardiöre unter

Banksia niveä beschriebene Dryandra. nivea..

ausgenommen, sind ‚sämmtlich von ihm entdeckt. Da vich. nun Gelegenheit hatte; im. Garten zu ‚Kow, dex bekanntlich an. neuholländischen. Pflan« _ si L . N .

Eee Be '

u

130.

zen. wohl dex reichste in Europa ist, eine "nicht unbedentende Anzahl lebend zu:heobachten, theils von. ‚denjenigen. trockne Exemplare ‚zu untenst- chen, die während meiner dortigen Anwesenheit nicht eultivirt wurden, doch aber lebend dort ge-. | wesen- sind; so dürfte es wohl nicht‘ überflüfsig ' seyn, meine Beobachtungen über Gattung und Ar

‚ten hier- kurz mitzutheilen.

Dryandra R. Brown. “Fomilia P Foren { 'eearum Jussieu..

. Charact. generia

Calyx quadripartitus v. quadrifidus. Stanlina „apieibus concavis. laciuidrum: immersa.. Squamulde ‚hypogynae quatuor: . - Oyarium ‚bilpeulare, loc.alis monospermis,. Follieulus bilocilanis,. ligneus: "Dis-

. sepimento likero, bifido, , Keceptacalum ı commune

planum, floribus. indeterminatim. gonfertis,, paleis . angustis, raro nullis: . Inyoluerum commune imbri- catum, R. Brown u Ansicht: ‚dei Gattung. im Allgemeinen. R. Brown in Linn. Trans. V. 190, p an Prodr. Flor. Nov. Holland. V. 1. pi. 296: Roemi .

‘et. Schult. Syst. Vegen, un Di. Aus.

"Alle Arten hilden niedrige, Sträuche, ‚welche "gewöhnlich änfrecht: sind. : Die Aeste sind zei 'streut, selteii im Quizl stehend, bald aufvecht; bald , abstehend, "sehr dicht.mit Blättern besetzt; filzig, zottig, bisweilen ; mit ginzelnen. langen, "Haaren

. Zwischen ‘dem Filze; selten glatt; ‘bei den jünge-

ven Aesten ist die Behaarung- stänken, bei den. ale

teren‘ verlißxt: sie .sich\/öft: ganzt „Die Blätter bar stehen aus. einer trockenen Jederarligen:Subltanz, ‚stehen . zerstreut, .gewölillich.iäni; einem: spitzen

‚Winkel;; der ‚sich. dem:: ‚Techn nähört,:. aim. ‚Aste, . selten. unier. einem: sechten‘ w inkel. Sie sindselk |

ten sitzend; (Dryandra.. lotihuida): am. häufigst&h gestiel;, : ‚entweder ganz) ‚oder halbgefiedert nit.

dreieckigen, oft. ‚am. der ‚Spitze, stebenden.jLapt. ‚pen,. welche:in: keinem. beitimmten‘ ‚Verhältnifsim E

‚denei; der {andern Blattseite‘ georikiet,‘ ‚uned.iehelst

'halb wader: weöhselnd noch gegenübörstehend; ‚sindk, Sind: die. Lappen: ‚genäherg, so. bilden sie: "gleiche

seitige Dregeäke: und. berühren ‚sich Sunkajtreibei

mit ihrer Basis;, sindusie - ‚entlernter Er ;50: ‚länft

die nach ‚der: Basis - ‚Ass; ‚Blatistiels zugelehrte

Seite: San. ‚der. ‚Rippe . ‚herunter.; bis ‚zum : fols - genden ..Lappen;. und: es entstehen'.sehi:schief&

Dreyecke. Die untersteß Lappen verlaufen ‚sich am Blatstieley. und .oftbis »zux:iBasis.. Gewöhhlirh sind die, Blätter -auf- der. obern. ‚Seite gläht ji und auf: dei: Rückseite: mit; Haaren..beseizt, vabzüglich der 'Blatistiel-und .die ‚Mitteleippe; (eiunstärksten

bey'dön: jüugerh). Oft. ‚sind. unten Nerventmd,

‚Adern. sichtbar; :und.'bey „den: meistem:; züberkieht > ein: 'weißslicher. Filz die Unterseite; üwolchesulbif

den jüngen‘ Blättern. Sami stärksten’ ist. . Nach dek

Blumen: "hin. sind» ‚die. Blätter Zusammengedrängs;

30: dals..5id "die -äusserste‘ Hülle:.des Blumdnkopfer bilden; isidem die Basis. des Blattstiels‘ (bayvdea u ix Bu

!

4

132 . ' } " B , : nen \mit: ‚halbgehedenten : 'Blä ittern). übch und: nach die: Roxmn; "und: ‚Substanz ‚äines- Stützblattes . ‚An

Ar und: ‚endlich: öllkömmen ein: solches. wird, u

wenn sich die: ‘Minelbippe: ‚nicht (mehı! über: die - Btactednartige ‚Erweiterung ı «des: Blattstiels‘ erhebt, _ D a. änssersten: Siützbläutbe: sind gewöhnlich“ brei Ach, kürzer und: weniger behasrt,. .als..die. nnerny . : andı ‚pflegen, wenn sie.nicht sehr’ schmal und’ dang, . weiei bey Dr. plumosa’ sand, fest. anzüliegen;. in.der Bogel: Ssind. die’ Stützbläuter kürzer, 'alsdie Blu hei, Iseltöitzeböin ' ‘so. lang, untd'noch: seltener Hänt' gie! : Der: ‚Früchtboden;tadf. welchem .die- Blimei zahlreich sitzen, ist ‘oft mie: ‚Spreüblättern Versen ‚heit, "und. bildet mit den’ Blumen’: und: den ‚das Ganze. ‚mgebeiiiten.' 'Stürzblättern \einen . Hopf am Enide ‚der. kleinen jüngern Zweige..' Das ‚wiertheit Be Pericnchinin ist'sehrroft‘ haarigg zuweilen glatty ' bien. isnkdst. es mit««ieh Endlappen des Perianthi, An Hildnen die Staubfäden:ditzen.. : Den. Griffel ist - initen sdicker,"als oben) am häufigsten glatt!‘ ‘Die | Nmber hald. pfriewienfömiig und: spitz;.: :bald, fast beulänfünnig, ind: stumpf, Fit! ebeher.. :oder geh farchter- Oberfläche! F.:meistentheils: :etWäs‘ dicken, j m ‚angränzende '[heil‘des. ‚Salitfels,.. Die Hiller (folliculus) des; Banmens. 'hat eitielinierenah: Hge Born , ubd: sitet auf. ‚dem ‚Früchtbodeh, mib ‚dem:einen. Ende: fest;»istlholiig, !braum, "und gei wähnlich.weichhäarig: ' Der Saamen.ikt heilfürmig; | 'sohwarz; geflügeli,"und- an der Spitze ahgestutzt:

u 133

1 Dry andraflor ibunda"R.B» in Linn. Trans. Vı20uP,. 212. Prodr..V. 1. p. 397: Kit. Mort. Bew. Ed. 2. Voka.p. a ma Roem.er Schult. Syst: ‚Veget.! Tip. 8. Eng

Jösephia ‚sessilis. : Knight et: ‚Batishe Brot. Penga.n. a ho sem Dscnd

Frütex vampsissimus; zamis: ek ‚amulis. ‚pubes- centibus; spärsis, axillanibus, Folia . sessilia, ‚er&x:, eto- „palentia, 1— 2 pollicaria, oblonga, suhennei- formia, teuncatä, apice dentibus tribus,. grosse, dens: . tat0 - -scrrata, serraturis: "spinulesis, pungentibus v ‚supra 'glaherrima, subtüs retienlato - -yenosa, inter- stitlis venularum praesertim in j jünfaribus albido. pulverulentis, nervo' intermedio glabro.- Capitula ' florum sessilia,- ranıulos terninantia.. Inyolucri bras " cteae exteriores läto- öratad,, acutiusculag; Jaeves,

märgine temniter ceiliatae, interiores lineari - laii- ceolatae, floribus breviores. Perianthii "laciniae villosae, laminis füseis, glabris. Stylus rectus, gla- berrimus. ‚Stignia subclavatum,,. obtusum. ' Die. "Pflanze blüht jährlich in’ Kow, und. hat eine Höhe von, 4 bis 5 Fuls., : , Br Dryandna Cuneata, R. Br, in Linn, Trans. V. 16. p. 212. Prode. Vi 3. p 398. Alt: ., Hort, ‚Kew: Ed. 2. Yo. p.219. Rocm ei Schult; ;

Syst. Voget, II. p: as an e Josephia, Foiret "En. merk. Suppl, a, P P- 176. Bu B BEE EREE Une :

% „‚Differt a prlartt ni Vier oan 3 RE Bu

no

w on S r v. .

» Raraulis tomentösie, ‚hec. Farce ‚Bübescontihus; \ follis petiölatis,; magis‘ ‚Suheiformibus , serraturs minus’ profundis, longius spinosis, 'narvo interme- dio. pubescente; ‚involueri': bracteis exteriöribus 'ovatollanceolatis,. smnibus villosis; perianthii la- minis barbaüis nee glabris, stigmate aequali, acuto,

- Blüht im Frühjahr, und hat die Höhe von a Be Du N

Dryandraarmata.h. Br; in Linn. Trans V. 10: p. 218, Prodr, Y\ pP. 397. ‚Ait. Hort. Kew, Ed. a 2 Vol. Er p- 219. Roem, | et Schult, Syst, Veget. II, ® 7X

u‘

F rutex, ramis divergentibus, ramulis ‚pilosis, Folia erecto.- patentia,; oblonga,. basi ättenuata, pin-. natifida,- Spollicaria;. lobis lanceolato - triangulari-, bus decurrentibus, acyhtissimis , mucronalis, pün« gentibus;. divaricatis, planis, supra laevibus glahris subtus nervosis, ‚exlimo ovato, lanceolato, "Costa, glahra foliorum j juniorum pubescens. Capitula ra-

. mulos terihinantia, ‚sessilia. ‚Involueri bractea® Yangeolatae,- Acuitag, pubescentes, . " Perianthii.-laci-" niae villosae, . laminis ‚glabris, Stylus 'basi pubes- . cens, superne. Slabesrimus, Srigna. suhelavatum, sulcatum,

Sie blüht in Fthjahr und Herbst und. hat die Höhe von 4 E) Fuß, on

4 Dryandra kormosay: Br Bi in SR: ‚Trans, V, 10. p 213, tab, UL’ Prods. Yu. 9.897

I

155°

Ait. Hort. Kew. Ed, e. V. 1. p. 820. Roem.'e, : ‚Schult, ‚Syste. Veget. TEp A 0000 2, Frutex, ramis subtomentosis, ramulis ‚com pacto - 'tomentosis, pilosis, sparsis, axillaribus, ere- ciö -patentibus. Folia elongato - linsaria, numero- sa, profurde pinnatifida, 3 - 5 pollicaria; lobis obx. lique tHangularibus , (sealeno -triangularibus. Br.) acutis, mutieis,. marging ‚revolutis, 'supra, glabris, subtus ' albido - tomentosis, ‚venulosis , extimo mi«! nimo. . Costa pubescens, folforum. juniorum inter- dum ferrugineo- tomentosa. ° Capitula ramulos ter« = ‚ninantia .sessilia.' . Inyolucri bracteae 'esteriores. lato - ovatae,” interiores lineari» oblongae; omnes tomentosae. Periantbinm villosum, laminis bar- batis, "Stylus Basii ingrassatus, glaberrimus. Stig- -

#

ma aequale, sulcatum,

..Von dieser Art habe ich nur trächne Fxem- plare untersucht, denn sie fand sich nicht mehr lebend im Kew Garten. .

5. Dry andra plumos R. Br i in.Linn. "Frans: V. 10. p. 214. Prodey V. 1." p, 398. Alt.“ Hort, Bew... Ed, ‘2... V; 1. p. 220. „Roem. et Schuit. 'Syst. Veg. TU. p. 4a6r B « Frutex, vamis tomentoso - villosis, densissimg foliosis. “Folia elongato - linearia, pinnatifida;, 3-5: pollicanta; ; lobis rectis aeuilateri’- triangularibus. (isoscelo -triangularibus Bı.), in junioribus ang stioribus ad costam decurrentibus, ‚subtus tomen-

: ‚tosis; nervulosis, margine subrevolutis 5; supra gla-

130 | hra, exceptis junioribis, qiae ‚oınnino villosa. "Costa - pubeseens, foliorum juniorum tomentosa. Capitula ramulos- brevissimos terminantia, sessilia.

_ Involueri hracteae filiformes, villaso - plumosae, ' Perianthium ‚villosum, . Stylus glaberrimus, Brig: mie laeve, 'aequale, . Auch :diese. Pflanze war nicht mehr Iehend " im Garten, und ich habe ann. troekne Eixompläre | untersuchen können. nt \

6 Diyandra obtusa, BR, Br. -in . Linn, " Prans.. Y. ı0. p. 214. Brodr, Vv. 4 Pp-- 398, Ait. Hort. Bew. Ed. 2. Y, ı, pP 220, ‚Roem. Schult. Syst. Veget, IH, p- 446: in

Obgleich sich. diese Pflanze lebend i im. Koew "Garten befand, und daselbst eine "Höhe von. af, Fuls hatte, so blühte sie doch bey meinem dorti- . ‚gen Aufenthalte nicht, ‘und jch hatte duch keine Gelegenheit, trockne Exemplare. zu bekommen,

' Die Blätter. stimmen ganz mit der gegebenen Diagnose überein, .‘ :

\ N Deyanärın nivea.. Bu: Br. in Linn, Trans. v 10. pr aid, Prodr, V, x. p,. 398.. Alt Hort. Hew. ‚Ed. 2. Vin p- 221, Bocm ei. Sehult, Syst. Veget. HIR D- Abe a . Banksia nivea, La Billard. Voy i u p IE a Sr u in . Eine: gute Beschreibung. un, Askildung. hat

La Billardiöre gesehen,

} , as » Die, dortige Fllanze hat die Höhe ‚von eir nem. ‚Fuls,. 6; Diyandra: Yongifolia, R. Bu in. Linn, Trans, V..10%.P- Bi ‚Prod. V. “? 2 ‚398.. Ait, Hort, Kew.. Ed. », VW: i. p. Roem, et Schuls. Syst. Vege et, IL. p. 446 Be Frutex,. ramis, divarioatis tomentosis, Folia elongato- linearia, hedem. subaequantia, Pinnati« > Aida; lobis obligque triangularibus,. acutis,' remotius, eulis,. decurrentibus, margine revolutis, supra $ olas. \ bris; subtus omentosis.. - Costa subtus- pubescens, Capitula sessilia, ‚terminalia, Involueri bractege Tanceolatae,, acuminatze ze substriatae ; H exterigres . margine barbatae ; - interlores' lingares , 'pilosae. = Perianthii, Taeiniae basi. glabiae, ‚superng pilosae, laminis pilosiusoulis; Stylus glaberzimus, ‚Sigma . aequale, laeye. Die kultivirten Pflanzen hatten eine Höhe von 4-—5 Fufs, und blüheten fast das ganze. Jahr. 9% Dryandra tenuifolia.. R, Br, in-Linn, uam, V. 10 p. ai Prodr. V, 1. 3A itı Hort, Kevr. Ed. Vi, Roem. eb‘ ‚Sch vll Bst Veget. Hip. a DE Kae ..Frutex parvalus, ramulosus, dense foliosus, onule ratnulisque 'glabris., Folia spavsa, elongato- linearia; 'pedemi subaetuantiä, ‚Pinnatifida, subtrun,

‚gata,. basi ‚Attonuata;; integerrina; lohis pleramgue Ianceolato - . triangularibus, decurrentibus,-. rarius oblique ovato -triangularihus, amribus Acytis, mar.

138 °

. .g nu. N ö PER Br gine revolutis, subtus -niveo -tomentosis, supra glaberrimis.. Costa‘ glaberrima. "Gapitula sessilia, :

vamulos terminantia. Involucri hracteae -interio- res’ lineares, obtusae,. Jöngitudine florum,. extimae“

trlangulari - ovatae, acutae. In speciminibus‘ meis

bragteäe brunneae tantum pubescentes, quod forte‘ oultura effeeit, "Perianthium stylum aequahs, laci- niis basi Janatis, supra glabris, laminis 'explanatis

glabriuseulis. Stylus basi pubescens, supza el

‚ber. Sug ma aequale suleatum,-

- .n Sie blüht im Frühjahr "und ‚bat die she von

ıfa Fuls, U. Correspondenn

Göttingen. In der zweiten Ausgabe des Hortus Hewensis, die in London von‘ 1810-1813: horausgekommmen ist, hahe. ich mehrere hier zu« erst bestimmte Pflanzen gefunden, ‚dexen Namen. schon, vor. der Erscheinung dieses Werks andern - beigelegt. wären. © Wenn. man dieses hun'ancı dem {Verfasser nicht ‚als Fehler. anrechneii. kann, weil: derselbe damäls wohl. nicht in wissenschaft- licher‘ Verbindung. mit dem- festen Lande’ stehen konnte, so ist es dach näthig, die Namen’ dos Hort. Hew, umzuändern , zumal. da schon ‘eine '

'und die andere. jener Pflanzen. in den: britischen

Gärten cultivirt wird, Ich bin. also ‚so frey,; ihnen ' die nähere Bestimmung öiniger: jener ‚Arten, wel-

che ich. zu beobachten Gelegenheit hatte,. mit- -

zutheilen" = ' u ı U un

" \ 130 1 GCin era ri ä cane&cens, peduneulis var mosis; ‘Toliis 'subcordatis; :quimguelobis;“ dentatis, loimentosisz :petiolis‘ 'appondieularis, basi. biauritiss > eorollae- vadio:tri- quinqueflöro. . Ze Ze

'C, . Gärviflora ) pedunenlis Yamosis; oliis! zdr= datis, quinguölobis, dentatis, lanuginosis; 5 peliolis‘ appendiculatis ; corollas- radio trifloro, Ait Hort.. Hew:.Ed.:Ih:xVol, V, pag.

Habitat ad Cap. bon. Spei. be: BE ee u

Cäules' 28pedales, ramosi, ramis phäesertim junioribus: foliäsque subtus tomentosis. Corolla Hava. | 2, Acacia pugioniformis.

& taoleularis), foliter‘ Ttereti! subulatis, muoro- natis;; $parsis, _vigidis;z" stipulis deeiduis, Yaniulis glabris, spieis slobosis (eapitalis) scltäris. (R. Brown. Ms

= Art. Hort: Kew. Ed, HM. Vol. V. pi 460.

Hab. in Novä Hollandia. 5.

3 :Aoacia .Brownianäa '

A. (eiliata) inermis“pilosa, .Foliis bipinnatisz, yartfälibus bijugis;. proprüis 2 - Zjugis, -stipulis subsetaceis cadueis, oapitulis solitarüis. RB. Brown.

© Ait,.Hort. "Bew, Ed, IL. Vol V. pP 468.

Hab. in Novae Holländiad‘ ora oceidentnli. be

we Rai et petiol} hirsutiy Koliola’ ovalia,. ohtuss, marginata," 2 Jineas Jongä, glabra, ‚margine .pilis "brevissimis- ciliata, Capitula numerosissimar. „Per. dünepli. folio, duplo' longiores, a "Eine. Cineraria ‚Baryillora ünden 5 Sie von

>

= \

140 'Biehb erstein "in der Flora ‚Taurico Chucasica | :. Pag. 316 ‚heschriehen,. 'sawie ‚in. "wird, Enum, Hort, Berolinens. pag::8935 ‚im "welchem letztern, - Werke ‚auch. eine. Acacia acicularis pag..4056 und: Acacia eiliata, ‚Pag. 1055 beschrieben, wel- ahe: von Humboldt und: Bonplandi in. Südame: j il enjdeckt- wurden, und durchaus, nicht mit den ‚nenholländischen unter ‚jenen ‘Namen im. Hart Kow. genannten; ‚verwandt sind, 0.8 EEE Ze En 5. Wendland jan m. B ot anische No tizem * ‚Hornschuchiana, TR, Rinige, Beobachtungen über. das. ‚Eu ‚stehen der Algen Flechten, und Daub- .00SE- Vielfältige Untersuchungen und. Beohachtun- gen ‚derjenigen‘ Bürger. der Pflanzenwelt, Awelche „auf der 'niedersten. ‚Stufe der Vegetation. ‘stehen, und in welchen ‚gleichsam ‚den erste Impuls des vegetabilischen. Lebens !erwächty: haben mir ein "Resultat geliefert, ‚das von den Ansichten, die’ man his jetzo von diesen Gewächsen hatte, bedeutend obweicht,. und ‚welches ich. hier i tm "wesentlichsten mittheile. Die ausführlichen Beobachtungen "hier über werde ich, die Ehre. ‚haben, der Haiserl. Leop Kan. Akademie der Naturforscher zu Bonn, vor gnlegen,. N oo 2 Algen, Flechten und Haubmoose,. auf. welche. drei Familien meine, Untersuchungen. ach

\ '

ah

ee 7:5 bis jetzo ‘erstrecken, erzbu ge n sich” un N er günstigenUmständen ohne Saamen, dürch die“ © Zieiseizung: des ‚Wassers. =

;, ‚Der; gemeinschaf iliche* Unyypuss 1 le ga diösch. ‚rerschiedenanüigen vegetabilisclipn Bildun. sem ist.Mön&5 Lens: et

. :Moxlas. bens: ist’ das we gerabili söhe: Inf soridm, das von: dem Lichte getödtet und! Anger zogen; jm! 'Priestley sche Mäterie ‚übergeht, aus! welcher sich : 'södann' durch fo viwähr eins - de: Einwirk ung des Löchts- und der Luft! ind. dadunch: she dingte.. ‚£ontschreiten de Erolbitivn-des: vegeiabilifuhen.: "Bilduhgsixiehes die‘ Allg eny' Wlechten und baubmgo ose: Ente, wickeln... nen an ee,

. Die: verschiedenartige Ausbildung der P Prior löfschen-grünen. Mäterie: in.Algen, Flechten und ‚Baubmoose; witd (durch die verschiedene: Einwiri "kung .des: Lichts, der, Luft, der. F ‚Feuchtigkeit und. durelt die: chemis oh &: ‚Einwirkun g' der Unterlage bedingt.’ aehemg Bes 1 3

Die. verschiedenen Gättungen 'der Süfswassenalgen_stellen eben so viele-Eyo»- lutionsstufen des’ vegetabilis chen. Bil2 dungstriäbes and HRHCHRE 2

‚La ubinoöse sind. höher: erolriite Oönletven,

TE re

iu "welhen, ‚der polare.Gegensatz zwischen

‚Wurz elund Stamm und mit. ihm. die e Bildung der Blattfo wm; zuerst, & erscheint, © Bee

5 Be uns ge

3

442 ,

Der sogenannte.Nerve'der Moosblät.

ter:ist durch. seinen: ‚Bau:von den Nerven der

höheren Pflanzen. ‚verschieden, da..er. nicht ‚wie 'bey. diesen aus‘ Spiralgefälsbündeln be-

a "steht, sondern blols. durch die Zusamme ndrä äun-

‚gung der. Zellenwände gebildet: wird.

In den Laubmodsen, wo zur das Hegitire, den: weiblichen. ‚Geschlechtstheilen ont ‚sprechende Zellensystem erscheint). (das

positive, den männlichen Geschle chtsthes le entsprechende Spiralgefälssysten aber. nioch. mangelt,: erscheinen :. auch. nur die weiblichen Geschlechtstheile, ‚vollkomi

‚men ausgebildet, ‚und.die mätihlichen wen

‚den durch die, nach. Hedwig sogenannten; „Antheren‘ nur'derForm nach Angedentet.

; Sowohl da, „wozu. starken: Artdrang.dei "zohen Säfte! statt. findet; (2. B. in: den: Blättern . Jon. Galympetes): als auch da, wo. die Bildung, dei Frucht, alle; Kräfte der Pflavze':in Am

‚spruch nimmt; in der HedwigschenMoosbii-

the, erscheint. die ‚Pilenze : "wieder ‚auf der nie.

deigsten' Stufe ihn fer. Bildung ‚als: Conferr G

(Paraplıyse.). late am! ee are ke en in den Taubmossen. nur. das We ihli che ausgebildet ,' das: Männliche aber-nur der ‚Form

. nach angedeutet. :erseheint, / ohne «seine: Yerrich“

tung ‘üben .utı könneh,: kö- kann. der. in. der Frucht.

enthaltene sogenännte- ‚Baamen,, ‚auch nicht

>

‚143 ‚wirklicher Saamen, sondern; nur . ein: dem Saamen, Zunächststehendes Keimpuly er ‚seyn; welches dei Fruchtkeim nur angedeu u-. tet enthält. re a eisen

Die ‚Elechten: verhalten « sich ihren. Entste. hung:zu Folge zu den Möosen, wie die Ulve Pe zu den Confervwen. ‚In ihnen nämlich verwac h- ‚sen- entweder. die. Confervenfäden aus „Mangsel an, Feuchtigkeit, und ‚breiten sich. dann durch fortgesetztes Sprofsen in eine blattarti,ge,

Substanz. aus (Parmelia. ete.): oder‘ sie bleiben aus gleicher Ursache auf noch niederer Stufe, der. Evolusion, stehen und, werden, durch, die Binwi xkung ihrer Unterlage mehr od er weniger ‚verändert. ‚(Lepraria etc.) _

‘. Sie. sind also, ‚eigentlich, als dur ch zufä äl- 1H } e Einwirkungen in ıh rer Evolution \ gehinderte, Laubmoose zu betrachten, un.d mehrere _ derselben dürften wohl, ‚nicht, mi Une. vecht mit den Namen vegetabilische. ‚Mons, strositäten bezeichnet werden .:r,

Die Apothecien der Flechten. höimen nicht- für :die; Früchte derselben. gehalten wer. . den; sondern; sie sind vielndchr, analog dem -Moos-. xöschen, die erste Andentung der.Gur olle,

+ Däs: sogenannte ’Keimpulver scheint bios aus einfachen los sgerissenen. Zellen zu. heste- hen, die.den Paraphys en der Moose ent ‚pre echen., und. nur in sofern diesen ‚Namen vers

no, s

1a

"enen‘” alat in ‚ästen. Formen des Ge. wächsyeiches, ‚wo Ernährung und Erzeu- ‘gung 'moch nicht ‚geschieden ,. sondern noch eins sind, jeder einzelne losgerist 'sene Theil'derselbenzeugen kann.

Vebrigens” dürfen‘ ‘wohl: jetzo,' nach der Ent- : deckung der ‚Selbsterzeugung, der‘ Flechten, die Beobachtirgen. Michelis ‘und anderer: über das Aufgeheti der 'Flethten us diesem Keimpulvor bezweifelt. werden, ohne jenen verehrten Männer / ‚Zt nahezu treten, da sie. leicht. auf, Selbsttäu: schung beruhen können: na

In meiner obenerwähntett Abhandtund: über "diese Gegenstände werde: ich: die Gründe, . die mich zu den hier ausgesproöhenen Schlüfsen he _ stiamen, ausführlich mittheilen, und. ich erwähne ‚bier nur: hoch, dafs ich das Hypnum ‚riparium von seinem Uriypus, als Monade, an, durch, alle "Evolätiondstüfen bis zu seiner vollkommenen Aus bildung; beobachtet: haha... un

31% Beauiwortungem Ze a Rönier ünd Schultes fragen in ihrem Sy: stem ‚Voßet,, Vol. Ih pP: Kin „Quid: Schosmus. effusus' Swariz mrodn p ‘19 will . Speoi u p- 266: gar ME EEE

Die Antwort‘ steht 1 in Roths neuen- Beitrde gen zur Botanik p- 81. und.i in Swartzu Flo, Tnde Occid; Tom. L p gu Es ist, Schoenus Be risous Linn © TE BE SEE

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Botanische, ‚Zeitung,

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Niro, NoeBue pänieburg, am: 1 Mäız 1830: Es

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il. TE el. . BR le: 1 Au‘ es s atzd ee RE a a ua Pa Kr ErER

‚Gran deüge 2ER D} agnastik, ‚der. Arten Ä im, den) Gaktung unge wie spe L. wenigen: Pflankerigattunglen: sugrähden wid xiel- -Teicht. das Schwainklende amsneinbotupischenn@rund-,

sätze über Arten. und‘ Varietäten, so:auffallexd, ds

„ih dieser... Zum Theil: die: neuesten! SNVenlke- ie fern: Belege hierzur Es dürfte-: ‚daher:nicht üben.

„flüfsig scheinen; die: Formen der einz ‚elnen:Tbeile,

„nach .denen man. Arten und. Varietäten: dieser ‚Gat- dung unterschieden hat, einer.Kritik: zu:unteriver- ‘fen, in: wieferh sie. ‚wesentlich ‚zun® Bau AerBilmi.? ‚zen gehören; und. inwiefern: kieinar- Prodake zufälliger -äussererr: „Verkältnifse: ‚dei« Indiykdum ‚sind. Zahlveichet Beobachtungen setzen (michin, .deh: Ständ;.diese’Kritik zu Yörsucherin: or Y.

3 Die Wurzel ist. bei den Fünpis-schrsetätöu

mig, fast, inimerübrosa simplenatDik" angebliche vadix bulbosä; des J. uligindsus Bistih, < (Alnftane, ‚stolonifer, ‚capens! Reg. etc, 'etk.), ist. eigeniich

nicht mehr‘ Wurzel). ‚sondern , un ee iz 5 x - ,

146 BT

RL E Ber

Ben"

wur zelstock (hizome). . Hierbey treten schon mehrere Formen: auf. Oft ist er so kurz,

dafs. er. sich‘ der Beobachtung, ‚fast ganz, entzie Rhizoma Kullüm “nach” Einigen, beäser ahzofi

‚abbreviatum, da. der._Wurzelstock. wenigstens "in.

der Idee nie fehlen ‚kann. :Rhizotaa®bulbosum ist „selten,« sulbst ‚beym., Js uliginosus: wicht- Immer: ‚stark ausgebildet, beym J. ‚Jampocäzpus, Ehrh. Cadscen- '‚ülens Host. etc.) fand: ich .es hoch seltner; immer nur dann, Werir diese. Wagseiplländen", zufällig adıf

‚trochinen Stelleil’ "püchsen.*" All! Mädfigsten; und

wie ich glänbey ‚durehgehends: konstant st: ‚rhizd« ‚ma. repens; squamatum, z. Ba-bei: dev! Egarizen „Ab ‚theilung '&ulme- äphyllo. Vielleicht "bietet dieser

Theil bei:öfterer. Untersuchung‘ noch mehr ‚Keui-

weichen dar; :als:man. bishök ven Ahr « gptlchment

/@UnDerH al: fast aller. Afıen ist ersetus,. weih

"es ıder- Standont 'erlaubt.r. ;: Selbst :X: lampocaiits

"Aindet-sich: nithi- Selten" culmo rexedtoy. ‚sonen '

imiGegentheil auf sehr. feuchtem Boden zuweilen «proöumibens;. imiMVasser" selbst/dhitans-wird., Eben se0,.der I. uliginesus:iin. seinenrExtreinen als I. str

gintis.M önchz "und; Anitansi i Iäniar. Dies

Verschiedenheiten ‚dürfen also Sicht "ahne Vorsicht ‚aü,Diagriosen gebjaucht werden, Br Wigktiger ist ‚noch die, Skulptum: des. Halms,' wenn: ich, «0 sagen ‚darf, : ‚die striae, ;weiche. bei einigen ‚Ärten seht ‚tierund: stark,.bei ‚andern sehr. fein und‘ :obar- flächlich sind. So harir man 2. Bi, den, J. con

, rn

1. a

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glomeratus « oder. effusus. hiernach sehr. leicht, vom

„I glaucus Sibth. unterscheiden. ; \ Doch ist die. ‚ses Kebnzeichen immer etwas. ‚verdächtig, da. z.B. ‚ein J. songlomeratus, an feuchten Stellen tiefer ge- fürcht zu seyn pflegt, als. ‘an traeknen Standorten. Der höchst, selten ‚vorkommende. culmus. sompres- „‚gus, wie bei 3 \bulbosus . und. ‚einigen exotischen Arten. scheint, schr. konstant; zu seyn; abe

„.gulmus angulatus ist nicht so konstant

‚‚pensis. Thun b.; „und ‚ephalotes T h un b.. ‚scheinen

.. blos. Varietäten einer "Art? zu ‚seyn, “obgleich. grö- .Ssere. Eixem, mplare, ‚des ersiern ‚oft. einen, deutlichen culmuny.;5 „angularem. haben, , ‚Ganz ‚wesentligh ist ‚bei vielen Arten. ein. "eulmus, ‚nodosus; , bei den übrigen ein eulmus enodis, d. ‚h. mit ‚Ausnahme „des ‚Knotens,. aus’ welchem: "die. Infloreszenz eni- „springt, ‚Jeder culmus, enodist ist in, dieser Gat-

tung auch ‚aphylius, obgleich. nicht ‚Immer udns,.

. da sich, die. vom rhizoma ‚entspringenden Blätter (dolia radicalia: feR) es fehlt. hier ein ‚besserer, ‚Aus-

druck), ‚mit ihren, ‚Scheiden. oft. ‚hoch ‚an, dem, ‚Aal- „ne, ‚hinaufziehen, B. BT J. acytus, sw KrogBn. triglumis e eig.

‚man ‚die peduneulos g gegen, "alle eine für, ra- mös. culmi ausgegeben.. '. Anders ‚verhält, es.. ‚sich,

, mit den. Aesten!des.J. repeus Be quien. uy, ‚der

I repens. Mi, ‚chadzx., Doch. Die, ‚squamae calımu

Ru 4

s

you unten“ "un,

basi Taginantes

4148 | “relche so häufig vorkommen, unterscheiden sich - kaum von ‚der wahren Blattscheide, und gehen gar, : oft darinüber, z. B. bey J. filiformis Pusillus "bries (aovit. Al, suec. I. p. 31.) bei’ J. 'setacem. -Rostk, der zwar". ‚culnium nudum, aber nicht im. "mer: aphyllum hat, so wenig wie Je - capillaceus "Lam. die untern squamae sind dann ı meistens obti- . The‘ Ahuticae; die Tolgenden mucrönhtae, so eniste- Yeh‘ Sidiinenta. foliorum und endlich folia. SB sind also hiervon ‚keine "Diagnosen zu’ "nehmen, "und | es ist gar nicht unwahrscheinlich ; dafs. auch F. ardticus und ähnliche, ‘so wie J. Aliformis. ein« Eu mal mit: Wurzelblättern. gefunden werden.

-Die "Blätter. "Davon sind zuerst zu unten "itheideh die culni steriles vieler Arten, . nach "Schraders, Vorbilde, [3 Fl 'germ. I. p- 1ai)

- "Un. dd Sie selhst äh der ‚Basis mit Schuppen he- e Setzt ind; so: könneh‘ sie nicht für Blätter. ‚gehil- , £ "ten: ‚wehden. Die‘ waliren Blätter bei den Jun "Bis öätspringen immer aus den Knoten des Halms, dert ih dein letiten " Einöten des‘ Würzeistopls a Zugleich init dem Halnıb."Die beyden’ "Häuptför- men’ sind: folia teretia und’ tolia- ‘planay "ädeh ‚sind ; 'ärstere gewöhnlich subcompressa,. leiziere "oanäli- * "Culata, (nicht .cari inte). Zwischen beydeh Haupt: " forıien stehen. üe, Blätter in. ‚der Mitte, welch? hast’ canakicnlate‘,)* Sifeine teretia. sind, zb von ’stygiud und ullginosus. "Zum Glück I * aber’ diese schwanli Ente“ "Mittelforin: selten.‘ Br -

° B

wo sie eintritt, hüte. man sich vor- Diagnosen nach den. Blättern, denn. es finden sich. alsdann » immer Auch Vehergänge.: Wahre. folia ‚opposita giebt‘ es hier nicht, ‚wie “überhaupt nicht bei den _ Monokotyledonen, ‚Auch. it, mir kein: J uncus : £ . bekannt, bey welchem zwey ‘oder ‚mehrere Blätter . aus einem Knoten entsprängen, ausser an der‘ Bar sis des: Halms, -wenn man.. nicht annehmen, wills dals bier’ mehrere Hndten,. von. denen jeder ein Blatt erzeugt, ganz. dicht zusammengedrängt‘ sind, Wir. werden von diesem Erfahrungssatze sogleich. Gehrauch’machen.. D ecan dolle sagt vom J, re-, . pensRequien, (A. franc. V. p. 308.) er sey ästig,. “und die ‚Blätter stünden. in den Winkeln der Aeste, . ‘Decandolle glaubt darin-ein ganz ausschliefss liches Merkmal dieser neuen Art zu finden, Ich

*

habe dieselbe Erscheinung unter gewissen Um- ständen bei sehr vielen Arten begbachtet, am häu« figsten bey J. uliginosus und lampocarpus, . So- bald ein. Hnote des Halms durch Zufall oder Kunst mit Wasser oder Erde bedeckt wird, sa entsteht

- aus ihm gleichsam. eine naue Pflanze, bey, wel. .' (cher ‚jener Knoten die Stelle des Yhizoma vertritt, und oft sogar. Wurzeln. treibt. Dieser neue Halm.. ‚aber bricht an der Seite des: Enotens aus, an "welgher das Blatt sitzt, ‚so dafs dieses nun in ein “ne: Art von’ Dichotomie- zu stehen kommt. Das. selbe sehen wir bey solchen Juneis, deren Spi- ‚„tze: während des Wachsthwuns verletzt. wird} .as

v

150 { | erscheint” eine neue Knospe: an, 'der Blatiseite des’ nächsten notens.’ ‚Nöch inerkwürdiger ist diese

Erscheinung bey’ PA vepens Mich: Hier bringt de? neue "Halm ‘gleich aus seiner Basis neue Blät-

ter mit hervor, ‘obgleich’ die,höbern Unoten sämt-

lich nur "Ein "Blatt haben. E$ erhellt hieraus hin-

länglich , dals diese "Produktionen nicht wahre \

Acste,, sondern gleichsam neue. Pflanzen sind, ent- standen durch generatio aequivoca.. Zu" Diagno-

re

.sen sind.’ sie völlig ünbratichbar, da sie lediglich R

_ von "ufälligen äussern Einflüssen äbhängen.

Eine währe Ligula kommt in dieser Gat- tung nicht vors doch findet sich häufig ‚eine häu-

tige" Verlängerung’ der vagirä zu "beiden Seiten. des

Blattes, “welche 'p seu Aoligula heilsen könnte, .

Aa

Die Verschiellenheiten derselben sind aber. gering,

ausser bei J wißdus, meihes Wissehs, dem ‚eingi-

. gen, Iuneus, weicher wit ' Haaten yeischen ich, .

"wie die Euzulae.

'Die. In floreszenz‘ bietet . zuvörderst wie.

der’ zwey Hauptformen dan, Hoves, solitarios: spar- u sos, und flöres‘ capitatos. "Doch giebt ı es. ‘hier ei- . ne zweyfache Avt des Ueberg Saiiges: Bey J. capie

‚atus, siygius, alpinus und ‚Sinlichen , welche ‚nur wenige Blumen in eben so wenigen: Köpfchen. zu

tragen. pflegen, Bilder. ‚sich, oft anstatt, eines ganzen

Höpfchens ‚nur Eine einzelne Blume: aus Doch \

hafter’ Ausbildung erkennen. wei gehn

' 3

re

2

' sondern. ‚es: „sind, mur.; die“ ‚beiden,

. “154

für: unsere. Diagnostik. ist. die., ‚andere, Art, den Ueherganges, „wenn : sich, die. ‚gewöhnlich überaus, ! kurzen. Stielehenrder ‚einzelnen Blumen: eines Köpf- u shens. ‚merklich, ‚verlängern... Im; streng sten. Sinne; . des, ‚Wortes, hat, ‚gar kein. I uneus. sitzende Big \ men,. und‘j jene: ‚angegebenen: Hauptformen, der, floreszenz bilden: daher..nicht" seharfe;; Gegensätze, = ‚Extreme ı ein"

ui

ner. Reihe.. Ja selbst ‚bei : .den: einzelnen . Arten, :

hat,.die ‚Länge. .der. ‚Blumenstielchen, ‚kein; festes, Maafs. . In. .der „egel ist ‚die. ‚SAMER , ‚Infloreszenz sehr. kompanixt,.., Man. hat.. wwierscheiden ' wollen: anloula..s goyyinbus,. ‚eymas, und sglbst. umbella, '-

und nicht selten. finden. wir einer-und. derselben Art

von.‚jliesem ‚Bötgniker. eine ‚panicala,: yon. ‚jenem

_ einen corymhus, von dem! „dritten, eine, cyma zu«

'

- geschrieben. , Woher dieses Schwanken ?., daher unstreitig,. dafs, bei den. meisten Junceis und ' Gyperaceis,.eine ganz eigemhümliche Inflores-. .zenz stätt Andeh,. ‚wofür. wir; keinen. .Namen:'haben, An, ‚ACH, panzeula hat‘ sie nichts ‚gemein, als. ‚dafs . . „die, Ha auptzweige.: :abwechselnd.. an .einef. gemem- schaftlichen axis, befestigt. sind;. sie unterscheidet ‚sich. von. ihr, dadurch, dafs : ‚alle. Zweige länger ‚‚sindy als: die Spitze ‚der axis,:und..dals ‚gerade. die ‚uhteisten. ‚Zweige and, weitesten, über alle ‚übrigen ° hinwegtagen; 5.89 dafs folglich di Blume, oder das _ '.Blumenkö öpfchen, „welches. an .der.: Spitze dlex axis. | sitzt, der ‚Basis, dog: ‚ganzen. Infloraszenz an näch-

Fa

In- a

Hlöröszenz. nit einem- befönderit. ‘Namen zu bele-.

159

sien. ist Ach‘ halte‘ es für iihwondig, "diese il

gen, und schlage‘ dazu vor dds""Wort' anthela, . wölches schon’ beiTheopkrästus und Dio, sko- si te s''die Infloreszenz gewisser“ Sumpfpflanzen. } bezeichnöt. . “Ich “weils ‚Zwar, \ ‚dafs 'dikse Schrift“ - ; -steller‘ gewils- nicht denselben Begriff damit "bei | zeichnen‘ wollte; welchen ich-Ihi uniterlege; doch -' desselbe’Vorwirfthiffe Tast alle unsere aus dem Gitschischen der: "Tateinisthen 'entlehnten‘ Kunst: wörter; '- "Zwey "Dinge, "bestinimen "vorzü üglich ' das Of so höchst verschiedene’ Ansehn "unserer än- thela; ız zuerst der Grad ihrer Zusammensetzung © anthela tirhplex, 2. B. bey J. Aliformis, seta- "ceus;. capillacehs; ikt sehr viel seltner,;' als anthe- la supradstöinpösita = zweytens die Rich- ' N tung. der‘ "Zweige, ‚sie ist gevade (vecta) ‚bey dl, ; "bufonius,' Wönagsja; in’einem Kuaul gekrümmt bey 9. conglomeratus: ;Es ist bey beyden Arten. die: ‚selbe. Infloreszenz, ‚50° ‚verschieden. immerhin die ;' Totalform derselben: ‚seyn. ab. Nach: dieser Aus- "einandersctäung; ‘von’ deren Vebereinstifaniuhg mit ‚der Natur! sicb:jeder Jeicht überzeugen kann;: wird . “€s nicht‘ inehr ‚auffallen, ‚weni ich ‘zu, behaupten "wage, dals-utiter’allen Kennzeichen), nach'weichen.. "man Juneirs hat unterscheiden wollen, die von der ‚Infloreszenz‘ ientlehnten .die twigdichsten. sind. Hät- te’ man nicht diese grofse "Vebereinstimniung des Baues der” onthöla bei scheinbar. rßerY. erschie-

\

"deßheit "ganz übeisehn, ' obgleich schon ‘die! 'Ein- förmigkeit der Beschreibungen ‘des ‚wefllichen I. Sch euchzer dahin‘ führen konnte: ‚so‘ wäre. .der I eflüsvs ‘Linn, {non Beers.; Pollich.',et alforum) Eewils nicht so: lange‘ für eine:von- eoniglome- vätus' verschiedene Art ‚gehalten, worden. CH. in-

frai Staubfäden.).. Der ‚Stellung: nach“ ist die In-.. - floreszenz :i in dieser- -Gättung, sey sie: ‚eine 'einzel- ne'Blüme;” ein eiizelnes eapituluirm, oder: ‚eine. an

u ihela, durchgehends terminalis. . In 2wey Fällen

‚hat fnan. das Gegentheil behauptet, Wir wollen

2 Ursachen‘ dieses Teithumis - usitersuchent.-! Bey

Fsbifonius und ähnlichen sagte‘ ıian Horos in ra, ähiö-spareh, "laterales:et terminales,“-..Bchon oben

.. is gezeigt worden, - dufs hier köln’ "sulmus: TaN.0« sub anzunehmen 'sey.' "Man mufs: also unter jenem zweydeutigen Ausdruck6 ‘die ramos anthelae ver. stehen; damit ist diese Instanz schon beseitigt.

Die zweyte wacht.J. conglomeratus, glaucus, und

"deren! Sippschaft; bey dendn die Blumenstiele an-

/ geblich" aus einer'fissura Taterali’culmi hervorbre- ‚öhen 'söllen. Ichwerde unten beweisen, dafs der

ganze yermeinte: culiius, ‚supra paniculam elonga-

‚tüs.nür. ‘eine "bractea‘ sey; (wie: die meisten Bota- niker‘; schön angendinmen haben), Brown. sagt - deshalb: sehr ‚treffend‘, panicula 'pseudolateralis, ‚statt Iatoralis. Diese Biegung der ganzen anthela "nach einer. ‚Seite ist‘ allerdings bey. viglen Juneis

harahtoristischy Se ‚hängt. aber ab von der Struke:

4 ve

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$

1 ‚tur., der: Blürhenzweige; ‚däher ‚es oft besser seyn” würde,. diese: ‚zu beschreiben. ‚Behr oft. findensich- nämlich ‚ram anthelae semioylindrici, torti, am aus | fallendsten- bey: J. eonglomeratus,, Weis y unsiche- ‚rer wird: dieses ‚Kennzeichen da, w wo es nicht: von, der, Struktur. der- Zweige y sondern’ ‚von der Stär- . ke der. untern. ‚bractea ‚abhängt, 2 2 B: hey.) hal bosus A PRRE: Doreen pin ' Die :Neb enhlätter (bractese) . ‚stehen: nik wenigen. ‚Ausnahmen gepaart, doch so,, dafs‘ ‚eines.

v

das. andere, einschliefst, Nur, ‚dicht ‚unter der, Blu« me: Fehlt :bey. einig en "Arten das zweyte) ‚Neben« ze

blatt; an-dem Ursprunge jedes Zweiges der; an- :

thela hingegen habe ich ‚ohne Ausnahmet zwey gefunden, ‚Dieser Erfahrungssatz giebt uns mit- ‚hin. ein völlig, sicheres Merkmahl. zur "Unterschei«

. düng; was: foltum,, was. byaptea 'sey, wie sich. der-

Ri

}

| ‚gleichen bey. andern Gattungen so selten . finden |.

. Sehr oft aber ist. die Duplizität, der Nebenblätter' BURr an. den höhern Verzweigungen. ‚wahrgenom- _ “nen "worden, wo. beyde ginander ähnlich, sind, . Näher nach der Basis bin werden, sie einander i im»

mer "üngleicher., ‚Sie ‚werden zwar beyde langen;

und. im. Verkältnifs. schmäler, als die obern;, al- lein,. das innere 'bleikt. hier 'so ‚weit. hinter- dem” äufsern zurück; dafs es meistens; ganz in: der WR gina des-Äussern. versteckt‘ Hogt, welshalb_es. auch . fast in allen Beschreibungen, ‚übergangen.ist,..Tn

der That gewähren. äuch die, Nebeüblätter untnit-

t

on

! . " R \

' u ‚188 °

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telbar: der Diognostik nur wenig Nutzen.” Denn

während "die, welche den "Blumen am ‚nächsten. sind, ‚lealyx nach Willdenow) oft: fast ganz ‚den

a

einzelnen laeinüis ‚perianthüi gleichen, 50: lassen. u sich. die untern, "und äulseren ‚öft der “Form ‚nach

gar nicht mehr von: den eigentlichen Blättern‘ une

i

terscheiden, und "doch ‚sind beide Formen: änpch

eine umihterbrochene Reihe verbunden. ‚Man hat

diefs gewils‘ schon früh gefühlt; aur- die auffal- u

lende Verschiedenheit der Länge . "des untersten’

Nebeniblattes hat: auch noch neuere Botaniker zur.

Aufstellung‘ falscher Arten ‚verleitet, 2. B. den scharfsfofltigen Loiseleur des Löng- champs, dessen J. Gerandi doch wohl ur unser 'hulbo- sus ist. " Besser‘ ist, "Wählenbe erg. dieser Ver. suchung. eitganfen , indem ' er vom L: Kliformis in der flova carpatorum sagt: „In’ his- alpibus „eulmüs supra paniculam interdum- valde brevis

„est, vix pollicaris. Nur hätte un nicht ulmus |

sagen. ‚sollen statt, bractea, ‘denn wenn auch nicht

das Gegenüberstehn einer 'zweyten bractea, deren.

‚Natur unverkennbar ist; diesen Irrthum bezeugte,.

"SO habeit wir doch noch ein wichtigeres. Argu-

ment, ‚gerade an. dieser Pilanze in der .Erschei- B nung, die schon: Scheuchzer und viele Andere beobachteten, dafs’ sie’ zuweilen den vermeinten " obern Theil des Halms abwirft, wodurch dann plötz- ‚Kch. eine 'panieula terminalis ‚entstehen soll. -Sol- che Verwandelungen dürfen wir ‚nicht annehrien,

zn Di " en

*

156 a "wenn: "wir statt: caknns‘ De ' Iriaotea Jeeidua setzen. de squatrosus hat; ‚ebenfalls hracteam infimam de-

eiduam.” Die Länge, dieses untersten Nebenblat- .

‚ses scheint besonders: von zwey Dingen abzuhän- ‚gen. Erstlich je ‚weiter .die. anthela sich aus» bildet, je mehr Zweige sie treibt,” und folglich auch Nebenblätter ,.. desto länger wird‘ das’ unter- ste und: ‘äusserste Nebenblatt. Zw eytens hängt. seine. Gröfse auch davon ab, ob viel rohe Säfte “in. der Pflanze. „aufsteig gen, oder nicht.” Alle Blät ter und Nebenblätter machen bekanntlich eben so viel Poläritäten mit den höhern Theilen, und die-. nen dazu, die Säfte für diese vorzubereiten. Hier-:

Ans erhellt, : warum das erste Webenblatt,, beson- _ ‚ders bey den Juneis aphyllis so grofs ist, und ‚selbst noch die xunde Form, behält. Es folgt da-

‚raus fernör, dafs es im so. gröfser, d.h. länger.

werden. aufs,“ je feuchter der Standort der Pflan-

‚zen ‘ist. Und die Erfahrung bestätigt. diesen ‚Schlufs fast "bey allen: ‚Arten von Juncis, vör- ‚züglich: bey ‚dem J; effusus Linn., welcher ge-

‚wils: nichts: andres ist, als ein auf sehr nalsem

Boden ‚and " im Schatten ‚gewachsoner N. song slo- meratus. volle: " Der Beschlufs folge. I. Bı# ‚Correspondenz E

* ‚Es ist -ein. ‚erhebendes, ‚und zu schwieki« ns

gen Unternehmungen . im" Bäche . der. Naturge-:

„schichte ermunterndgs Gefühl, Has ‚den Natur- u

. 457

fotscher Beseelt,. wenn er” einen Blick auf die rege’ "Ehätigkeit. der deutschen Naturförseker, be- "sonders. . Botaniker, wirft. 'Ueberull.:wo: sein Blick weilt, findet er gleichen Eifer,‘ "gleiche. Zu- . "vorkommenheit: in. Mittheilung. ‚gewünschter Nätur- ‚schätze und: interessanter Beobachtungen, freund- liche‘ Zisechtweisung. ‚hey: 1 zrungen; "und. ’tiberall wird 'er' "durch, brüderlich" dargebojene: "Hülfeaüf- \ geforder t; Hand in. Hand‘ dem.’grolsen Zielez: ‚das "ihm gesteckt ist, entgegen zu ‚Streben. +"Neidind Habsucht- findet er nirgends, ‚beyde:- sind dem Nä- turforscher fremd; und nie- schmücht: sich - darsäl. . be mir rihnden Reden im- Begentheil. erkennt er bescheiden und sehrheilichfnd. fremdes. ‚Ver. dienst ai, "wo' es sich findet, . en Nachfolgendes:.möge “einen, Beweis. für’ das "über die'Gefälligkeitsliebe: der: Botaniker Gesag- te gebenat Ho osi tele N een Ich::wünschte‘,zum Behüf der: ‚Herausgabe. un- serer Bryologia germanica- eihlge:; Blan dam, sche Lauhiloosarteh: zur Attstöht* u -erhälten;; ’deshälb Hin?" Professor Fl: öck e in Röstoch, "mir def Nr: gewünschten SAtiten.. zu diesein'iße- " huf ' zu "Yörschaffen.="\, Kaum'"hörten'diefs z.die rgleder der" döntigent: Hatunforschenden’ Gesell. . schaft,‘ als“sie: »ndir (nicht allein. die dieser : Gesell- schaft gehörenden Blandowi schen und, Cromei- “schen Moossanimlungen übersendeten, sondern, die. “Herren: "Mitglieder Dr Detharding, Di, Ditt-

D N - * x r

| et

158°

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‚„‚ina'r., “Magister Siemfse n..und Professor oo. .Fl örke theilten mir 'auch ihre eigenen, an Blan- ‚dom schen Moosarten besonders: reichen Moos-

= saitmlungen,, 50 wie.älle in das: Gebiet der Bryo-

"logie ‚inschlagenden. Werke. ihrer Bibliotheken

‚mit; ‚wofür. ich mich verpflichtet. fühle, ihnen hie-

mit ‚öfföntlich Dank zu sagen.. Auch. von andern Orten: ‘würde ich. durch ‚thätige. Theilnahme. auf." “gemuntert; ; so, theilte wir unter andern mein ver- ß "ehrter: Freund; ‚Herr Professor . Link in: Bar „Un, mit der äusseisten Gefälligkeit: ‚alle die eng- Hischen. ‚Mooskupferwerke mit, die‘ 'seine Biblio-

thek enthält, wofür. ich: ‚demselben . hiemit- ‚eben- - falls (herzlichst. danke,; ion

. Möge diefs die, ‚Anfänger. der: Botanik ermu "srthigen, ‚wenn ‚sich ihnen.’ ‚Zweifel, aufdrängen, die

“sie wicht zu lösen termögen; "damit sie ‚sich da-: durch. ' nicht zurückschrecken lafsen PR sonder

stämdhaft weiter. schreiten ,- und „der, Liberalitit” ..der. ‚Meister der; ;WVässenschaft, vertrauen, PR ; die. mit HVebgmügen ihien as: :Dünkel ‚grleuchten, werden. us ‚Bmuthigt duxch";so. viele "Beweise ‚von. „Ge

tMligkeitilicbe,.; bitte „ich. die. ‚deutgchen ' :,Moos- freunde‘ »wiederkölt;« mi die, etwa in. Ihren: Händen befindlichen. neuen), «oder; (zweifelhaften. ‚deutschen .: .Moosarten gütigst, wenn. änch. nur zur. Ansicht, mit: zutheilen. Diejenigen, so, meinen: 'beyden Herın

M itarbeitern; ,‚ den Herkn; ‚Präsidenten. N ees von

Esenbeck in‘ Bönn, “und Hexen Hupferstecher

2

\ EE oo. 189 Sturm’ in a Nürnberg winer' wohnen‘; biile ich,- “ihre”. "Mättheilungen diesen ‚zugehen zur ' lalsen. “Jede” Mittheilung. würd! dankend anerkannt‘ ‚web “Vorzüglich” interessant sind’ ins" auch die udeien und der ‚Schweiz‘. 'eigenen” "Moos.

den. arten. Ben ‚Wir haben hier beinshe noch bis Keinen Win-. wer" "gehiäbt, nur "einige ‚Tage, war: es "kalt. ‚Der Herbst wär vortrefflich,, “alle' Frühlingspflanzen ‚blühten, ‚zum öweilöiinält” Cornus' "sangilee und,

En

C Intea' arbbrescens "Ständen zu ‚Anfang Novem- "beis‘ so schön. if Bitter keie Sa Frehjäßr,, nid bis: jerziisn die” Wo ap 'ölgehfiäh. "goch ticht st" ‚geständen. Tai " war. "st Wäniiie N als sonst bey uns’ im May,“ ‚die 'ögel’sähge in, wie ‚im ; Frühjahr, und im Chiten blüht Hellebö‘ orus ni- ‚ger und' foetidus; Heilebörus Yiridis entfaltet eben seine Blüthen:"und ‚Spiraca Umarie' ihre Blätter. ‚Di ie der’ sine Lesen aufzi-

Her ur; E If x: brechen, % \ werd

‘ben der Königl, Preis, Regierung, Üe Natifchndi "auf alle, ‚mögliche NVeise zu fördein, "auf: den ‘Muth und die Beharrlichkeit der: Näturforsoher, "besonders berjenigen die. in "diesem. ‚Lande‘ änge- stellt "sind, nicht’ anders als wohlthälg‘ 'einwirlien und zu ı .‚eitpniefslichen Folgen. gedejlien. Die '

100

- Hoffnungen der Uniyersität Bonn,. in dieser Hin. ; ‚sicht, sind bereits bekannt, und, dafs nun auch das Herbarium und die Bibliothek Willdenows für ‚die. Universität Berlin angekanft, ‚worden, will ich ‚schliefslich® noch, als eine schr interessante. Neuig- keit; t beifügen.

on Seeifonell, den 29. Jan. 1819. ,

> . . Dr Hornschuch,, .

a - Naturhistorisches Räthsel. | Ein ‚Shan zieht singend herım ji in der Welt, Er..hat weder Acker,. ‚noch, ‚Wiesen und Feld}. 2 Er brauehet nicht Erde, ‚nicht Egge noch Plug ‚Ihm ist in den Lüften noch. Baumes genug: ‚Und wo ger nur hinschaut, da steht seine Säat,, "Die Tünstlich,. er selber ‚gesäet hat. ung

- Sie grüngt‘ beständig. und ‚blühet und veift ot

Es sieht es wohl mancher der’s nicht begreift, Ist nun. die ‚Saat, zeitig, 50 ‚srndtet eren. , Und Jäfst. sieh die Früchte willkommen seyn; u: ‚Zehrt ‚sorglos ı und lustig bis alles ist. gar, Kant . Denkt, gar nicht, ‚witünggr, an's, "kommende ‚Jahr Di Doch säet er wieder (das | mals’ schon: so sem).

«Und. zühpet ‚dabey, weder Arm uoch Bein,

Nun nennt air den Sämann und. nennt mir die Saat ‚Und. ‚nennt‘ ‚mir "das Feid,, WR gesäet er har! | Wien... ;, ._R Mayen, = @, Tax, "Auflösung, Abies Räthsels indet sich der. ‚Schlüssel in, Ehrkarts. ‚Beyträg gen zur Np- turkunde, . Urster Band. S, 122, Neo, 10,

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No; 1. Regensburg, am. 21. Mäız: 809, Ds

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Grundzüge z zur Diagnostik: der Ärten in der. Gattung Juncus, Beschlubi yY M

D. Perianrkium (so sagh, Brown "ZUR. Ver. ' . mweidung. des: nie zu entscheidenden Streites; vwäs hier calyx was’ corolla' sey)'so wie: alle von jetzt: an zu 'erwähnenden "Theile, bieten .in: ‚dieser :Gat- tung überaus: scharfe, ‚mannigfaltige und-in: 'eben. dem Maalse konstante Merkmale dar, ‘als die von den bisher betrachteten entlehnteu Merkmale in- konstant und: schwer zu begrenzen waren. ‚Ohne Ausnahme, ist: das perianthium :hier. ‚sexpartitum (nicht 'hexaphyllun), und: zwar. so, "dafs deey: Lapı pen 'aussen, 'drey: abwechselnd: nach innen stehen. Sie‘ bilden also zwey polare Gegensätze, und sind zu drey: in. den: Verhältnifsen ‚der Form und. Grö; [se zu: einander inehr: oder ' weniger "verschieden, In der- ‚Regel sind: ‚die‘ innern etwas kürzer and breiten ‘ls die äussern, seltner sind ‚sie. sich. ‚gleich \ an Länge: oder Breite, nochiseltner ist das Verhält-, nile umgekehri, ‘Nie habe ich: Bis jetzt innerhalb

\

"162 . er & £ m . . ms ‚der Grenzen einer. wahren Art diese Verh ältnisse

‚Yarliren ‚sehen, wenn: man | 'niekt dahin rechnen

wi, dafs ‚der häufige Rand. dieser Lappen end. i Yahr wenn: ie Blume ausgedient hat, zusammen-

schrum pft;.. wodurch die Lappen. selbst schmaler

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N Es ‚sey. ‚mir ‚onlaubt, hier zu erihnem, dafs bey

Ad und spibzen. ‚zu. 'seyn scheinen; als. sie wirklich _

- sind; “Doch es-ist ja eine allgemeine- Regel, daß man Pflanzen, ‚welche man unterscheiden will, in verhältnifsmäfsig ‚gleichem | Alter vergleichen muls,

dem "eulmo: ‚die Zahl Eins, bey "der" anthela” die

Zahl Zwey,. vor hier an: aber ‚die ‚Zahl. ‚Drey u u deren Duplikatur/. worherrschend, sind. :

:.Die Stäubfäden, bald drey.hald sechs. PR ‚ersten ‚Falle,.'welcher gar nicht: ‚selten. ist, wenig-

‚stens ‚bey den 'äniexikanischen.. ‚Arten, ‚stehen sie

den. äufsern, Lappen..:'des‘ periänthii . gegenüber,

niemäls- den. Innern, wie bey: NR; yrisı “und: einigen

Asphodelis..; Es’ entstehen. äus' diesem Zahlen-

werhältnifs gute - ‚Diagnosen, 2.:Bz des J. ‚polyger

phalos Mich. von. den verwandten nodosus Willd. ı (am: etiam. Lihmsei?)5: des‘ J. ‚conglomeratus ; OR: gläueus 'ete. "Es ‚ist‘ falsch, | ‚dafs: I, effusus‘ Linn \

bald! drey bald sechs. Staubfäden habe. ‚Der: wah- re J.'effusus Liün, hat immer nur 3, ‚Staubfäden. Weil-aber Linn, seine Diagnosan. won: der In-

florescenz hergenömmenchat,, und.ieers; ‚defshalb einen J. glaucus, für. 3..effusus hiek,.so, entstand dig, ganz falsche:Meinung; dafs.die Zahl dex:Staubfäden 5

163

\

'beimJ.,effäsus niththeständigse sey. CHE Ehrh. Bey.

träge II. p: 59.) - Bey Y,.,bufonius scheinen. ‚bey- de Zahlen ‚der Stäubfäden wirklich minder koni-

stant zu seyn, wenigstens’kommen bey -ikm. nicht

selten -drey filämenta sterilia- vor,“ doch habe: ich

bis jetzt noch‘ keine Blume desselben gefunden,

‚ohne deutliche Rudimente ‚der innern Staubfäden, ‚Ferner giebt die.Länge: der Stauhfäden zuweilen- ‚gute Merkmale. "Sie wird äm besten nach der

Länge des: ‚perianthä » gemessen. "Ganz unabhän-

gig ist sie von der Länge des pistilli ,” da sich die‘ stiginata bald mehr; bald weniger ‚nach. dem Bedürfäilse abwärts neigen. “- x

Die Staubb eutel geben sehr wenig. Unter. schiede, aufser bey 3. repens Mich. bey dem: sie weit länger, als die flamenta gi linienförmig sind...

Der Fruchtknoten kann seiner Natur nach keine. feste Form und Gröfse 'haben, ‘aulsen vor der Befruchtung, also in der noch nicht geöffne- . ten Blume. oo »

Der Gri ff el giebt nur durch : seine Länge und Dauer geringe Kennzeichen der Arten. Doch müufß ich. bemerken, dafs man nicht bey: jeder capsula muoronäta einen stylam persistentem an-. nehmen darf.: ‚Bey vielen I untis. sind die Val-. veln .der ‚Kapsel , selbst scharf" zugespitzt. Ein wahrer. ‚stylus_theilt sich. nie, sondern. za. Kap

testens ab bey der dehiscentia valvularımi. nn

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>164- | 2 Die stigmata (.das, Wort‘ Narbe bezeichnet = nur die aperturam ‚sigmatis;' 'stigma heifst Schei. .de,) bieten. "noch ‚weniger. Merkmale dar, und "gehen. obendrein verloren, bevor "der wichtigste ‚Theil‘ sich ausgebildet hat, nämlich: Die Kapsel: : Sie. allein : ist‘ für den Kenner hinweichend, fast die meisten “Arten. ‚dieser Gat- , tung. ‚zu unterscheiden, : ‚sie ist von ‘allen Theilen ww am wenigsten zufälliger Abänderungen unterwor- fen, und mufs’ daher bey jeder Diagnose vorzüg- lich berücksichtigt werden. Es. kommen bey ale besonders in Betracht: \ u ı. Die Länge im Verhältnifs zum porlanihi Man. muls sich nur darüber vereinigen, ob | man nach den. ‚ianern oder äufsern Lappen desselhen messen "will: erstere möchten den Vorzug verdienen. 'Danp mufs man. sich ‚hü- _ "ten, die Hapseln 'yor ihrer völligen “Ausbil = dung zu messen. Da das’ perianthium: persi- stens. ist, so hat.man damit’ keine Eile.‘ 2. ‘Die Obenfläche, ‚Sehr selten "ist gewils . E capsula zugosk, ‚wie: 5 parviflorus Poir, Ceneygl. sppl« DI.’ p. 160.) haben‘ soll. ‚Ich kenne kein’ ‚andres Beyspiel davon., Häufiger . ist: eapsula , nitida , ein sehr. ausgezeichnetes, Merkmal, ZB bey I Jampocarpus. Ehrki, , stygius. ete. en . 3. Die Form. Sie: ist yon der höchsten Wich- u

tigheit, man sollte daher die Beywörter ya [} B

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105.

ta, ovalis,. "öhlonga ete. mie inehr Behutsam- er wählen; als..oft'geschehen ist. Für; den

- Grad und: die"Art' der Zuspitzung haben wir

‚leider nicht Wörter ‘genug. Dafs man: nur: ‚reife: Kapseln beschreiben. muls , A gilt‘ hier besonders. Wie war es möglich, "dafs: ‚selbst “der. 'grolse Smith seinem I "effusus‘ Capsu- - lam ..obtusam zuschrieb;' als. Gegensatz der capsulae“ veinsae ' "seines: Jw' conglomefätus, wein wir. ‚nicht (glauben söllen,. dals:'62? den

" erstern- nach minder reifen Exemplaren’ be- = schrieben; als den letztem "2 eSSEEEee EEE Ze - k. "Das. «Aufspringen.:“ : Die: normale Zahl? der

"Klappen ist durchgängig: drey. . Kapsehi: mit vier Klappen; ' welche einzelü vörkortimen,

“find mionstra.' "Wie weit Liei Klappen sieh öffnen, ob ganz, ob:nur halb'u. s.’w. scheint

nach meinen. Beobachtungen: von Zufälligkei- ten ,..:von::Sönmenschein: und Begen abzühän- gen; -+Män..'därf” sich‘ -daher mit Recht"yer- wundern; "das Desveaux als. ein ‚Häupt-

. kenmzeichen‘:. seiner: Gattung Marsippos- ' permum .(J; grandiflorus: Forst. )' ;sigieht,

sa capsule‘ demidehisoente‘ (Journ, de, botan..

Ep 83ort. aan), ein! Merkmal, Tmiel- "ches nicht‘ einmal. die Art or: | den:übrigen®

"Juneis ‘unterscheidet.;” Wichtiger“ist.aller- dings die dehiscentiä 'septifraga; worauf: der-

- selbe Botaniker seihe. Gattung Cophaloxis

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166. oo '

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u sehr der. Bestätigung ;. denn alle, bis jetzt un -

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(Je vepens ‚Mich. ). gründet} ‘indessen zur Ber

; gründung‘ einer Gattung taugt ‚sie ebenfalls nicht, denn. die Ursache: davon ist nicht ein. | hesonderer ‚Bau der Kapsel, ‚sondern ledig. lich. etwas ‚mehr Kohärenz unter .den disse- i ' pimentis. - (Vid..l. ct. 11.) Die Behaup- tung. endlich, : welche. Desveaux a priori aufstellt, ‚das die ‚Kapsel seiner Rostko „wia (I: magellanicus Lam.) gar nicht -auf- „Springe, weil sie rund sey ‚. bedarf wohl noch

tersuchten’Exemplare dieser Pflanze sind von ' Commerson gesammelt, vielleicht an eis ‚nem- Tage; ‚und; wahrscheinlich vor ihrer

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„völligen Reife... 2 on

Bu. die innere Theilung. Nicht elle J unci I har. :.hen eine capsulam.. ‚triloeularem. Bei meh- ...xern; Arten sind nur dissepimenta incompleta | 1ug vorhanden, di hu 'solche, welche nicht völlig

.. zusammenschliefsen, wie bei der Gättung Lu- .zula. ‘(daher -diese- 'Gattüng vielmehr auf die

‚Zahl. und. Anheftung der Säamen, als .auf den

:: Mangel völliger: i ‚Scheidewände zu. ‚gründen „seyn. möchtet).

6 ‚Die Anheftung der Saamen ist . wohl noch E

nicht, hinlänglich. hintersucht.. Sie scheint. 'ei= „nige wesehtliche. Vexschiedenheiten darzubie- ten, namentlich: hei.J.. « magellanieus (Jourm de bot. L Te 125 Ag. 2); Doch möchte es \

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= zu uitörsuchen

00 167. ai Kicht Yarksätiseyn, Diagnosen daiäuf'zu bauen; "

weil sie nur in einer kurzen. Periode : wahre u "-hehmbär: ist,’ "und: bey trodknen Pflanzen: kaum.

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Garn. ah, » % © ni

Die Saamen Bey nen höhe im ÜeserıGavı y tung (nicht: bey Kuzula) die Zahl #Drey: zu: Kerr

schieh. auf. Ich’ gesiche;; dafs. ich noch ‘keine gerr naue Zählühgen': dev, ’Saanien ‚vorgenainmen. habelh Ihre: Oberfläche Zeigt‘ unter” dem Mikroskop: eat : sehn ‚Rekelmäfsige» ‚Netz EN ueostsund Set tahsvorsibrssbersinstimmeitä. sheyi.sallen Khton;‘

welche: SchiUzuFinfersnohreigm@elegeinheit:” hättesit

Wichtiger; "ündbsehon mir WoßsenrAugen zu'unterier scheiden ist 1eine: :Formy welchexhaitisemine’ ‚seobiuie. {6rmial' genannt "hal, weil die: 'beyden;Seitensint.

‚einen. schlaffenBeutel- verlängeitei,! und ro al

bumen nicht: ausgefüllte ‚testa} einem; VWelserschiff>n chen! gleicht.“ Sie "findet. sich“ unter'andern ‚bay unseren Katriglungis, I. castäneus, ande grandi«